mini|hochkant|Glocke der Dorfkirche Zahren in Penzlin, gegossen am 30. November 1862 in Waren Johann Carl Ludwig Illies (* 30. September 1799 in Waren; † 20. September 1871 ebenda) war ein deutscher Hofglockengießermeister.
Leben Carl Illies stammte aus einer seit Anfang des 18. Jahrhunderts in Waren ansässigen Tuchmacherfamilie. Er wurde als Sohn des Tuchmacher-Altermanns Johann Joachim Jacob Illies und dessen Frau Anna Elisabeth, geb. Sengebusch in Waren geboren.Deutsche Biografie, Illies Carl. Oben Angaben zu Eltern Er war zunächst als Zinngießer tätig, unter anderem fertigte er 1823 für die Kirche in Kargow zwei LeuchterS. 351, Die Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Grossherzogtums Mecklenburg-Schwerin, Band V, Schwerin 1902 und 1824 zwei Leuchter für die Dorfkirche Poppentin.S. 442, Die Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Grossherzogtums Mecklenburg-Schwerin, Band V, Schwerin 1902 Ab 1841 wirkte er als Glockengießer. Anfangs arbeitete er im Hof seines Hauses in der Rosenstraße, verlegte aber dann seine Werkstatt an den Penzlinschen Berg vor der Stadt. Heute erinnert an der Stelle die Straße Glockengießerweg an Illies’ Gießerei.Die ehemalige Grabstätte Carl Illies. Broschüre Chronik des Friedhofes von Waren (Müritz) (PDF) auf stadtmagazinverlag.de. Abgerufen am 15. Dezember 2017. Unter anderem goss er als Großherzoglich-Mecklenburgisch-Schweriner Hofglockengießer drei Glocken 1856 im Auftrage des Großherzogs Friedrich Franz II. von Mecklenburg für die Schlosskirche Schwerin. In seinem Leben goss Illies über 100 Glocken. Nach seinem Tod wurde er auf dem Friedhof in Waren beigesetzt. Das Stadtgeschichtliche Museum in Waren hat zwei seiner Glocken im Museumsbestand.Unter Gründung der Glockengießerei Illies 1841/1842 auf 750-jahre-waren-mueritz.de
Er starb an Asthma. Ein Sohn war der Unternehmer Carl Illies. Die Maler Arthur Illies und Otto Illies waren seine Enkel, der Maler Harald Illies (1911–1985) sein Urenkel.
Glocken (Auswahl) Die in Klammern gesetzten Ziffern beziehen sich auf die Bände unter Literatur.
Literatur Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Grossherzogtums Mecklenburg-Schwerin, Band I, Schwerin 1896, S. 450, 580, 584 (Digitalisat) Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Grossherzogtums Mecklenburg-Schwerin, Band II, Schwerin 1898, S. 590–591, 596 (Digitalisat) Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Grossherzogtums Mecklenburg-Schwerin, Band III, Schwerin 1899, S. 206, 217, 263, 304, 337 (Digitalisat) Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Grossherzogtums Mecklenburg-Schwerin, Band IV, Schwerin 1901, S. 37, 132, 180, 242, 269, 278, 290, 307, 313, 337, 495, 533, 541, 548, 592 (Digitalisat) Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Grossherzogtums Mecklenburg-Schwerin, Band V, Schwerin 1902, S. 43, 52, 130, 152, 161, 202, 264, 284, 287, 290, 325, 340, 351–352, 355, 363, 365, 375–376, 387–388, 411, 419, 421, 424, 432, 435, 440, 442, 444, 489, 509, 525, 546, 568, 646 (Digitalisat)
Weblinks
Deutsche Biographie
Einzelnachweise
Kategorie:Glockengießer Kategorie:Glockengießerei Kategorie:Geboren 1799 Kategorie:Gestorben 1871 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Waren (Müritz)) Kategorie:Großherzoglich Mecklenburgischer Hoflieferant