Fritz Karl Adolf Moeller-Schlünz (* 18. Januar 1900 in Schwaan; † 13. Oktober 1990 in Lübeck) war ein deutscher Landschaftsmaler und Sänger (Bariton).
Leben Fritz Moeller-Schlünz wurde 1900 in Schwaan geboren als Sohn des Arbeiters Friedrich Johann Peter Möller und dessen Frau Bertha Sophie Friederike, geb. Schlünz.Eintrag der Taufe im Kirchenbuch der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Schwaan / Wiendorf vom 21. Februar 1900, S. 11, Nr. 41. Nach seiner Schulzeit machte er eine Ausbildung zum Dekorationsmaler. Daneben hatte er Unterricht bei den Schweriner Landschaftsmalern Carl Malchin und Hermann Koenemann. Malchin empfahl Moeller-Schlünz die Aufnahme eines Studiums. Nach dem Ersten Weltkrieg begann er ein Studium an der Landeskunstschule am Lerchenfeld im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst. Seine Lehrer im figürlichen Zeichnen und in der Malerei waren Hermann Carl Schroeder, Willy von Beckerath und Hugo Meier-Thur.
Nach Studienende wurde Moeller-Schlünz 1924 in Schwerin ansässig und war als Dekorationsmaler aktiv. In dieser Zeit hatte er verschiedene Aufträge zur Innenraumgestaltung von Herrenhäusern in Mecklenburg ebenso wie in Süddeutschland, unter anderem auch Kirchen und den Regina-Palast in München.
Gesundheitliche Gründe beendeten diese Tätigkeit. 1926 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder eine Theatergruppe in Schwerin und blieb dann ganz beim Theater. Nach einer Gesangsausbildung war er an den Bühnen in Altenburg, Gera, Kolberg und Berlin engagiert, das Lübecker Stadttheater verpflichtete ihn ab 1934 als Bariton und Schauspieler. Der Malerei blieb er auch weiterhin verbunden.
Ab der Pensionierung im Jahre 1960 war die Malerei wieder das Hauptthema. Er unternahm mit seiner Frau mehrfach Kunstreisen durch Europa, wobei vor Ort zahlreiche Motive in Öl oder als Aquarell festgehalten wurden, in der Mehrzahl Städte- und Landschaftsbilder. 1981 erhielt er vom Kulturkreis Mecklenburg e.V. in Hamburg den „Franz Bunke-Kunstpreis“.„Der Preisträger hat die große Tradition der mecklenburgischen Landschaftsmalerei fortgeführt und durch seine spätimpressionistische Malweise neue Akzente gesetzt. In Würdigung seiner Verdienste um die mecklenburgische Malerei wird ihm dieser Preis verliehen.“Kulturkreis Mecklenburg e. V. – Sitz Hamburg, Der Vorstand, Hamburg, 2. Dezember 1981 Fritz Moeller-Schlünz starb 1990 in Lübeck im 91. Lebensjahr.
Am 24. Februar 2019 wurde eine Folge der Sendung Lieb & Teuer des NDR ausgestrahlt, die von Janin Ullmann moderiert und im Schloss Reinbek gedreht wurde. Darin wurde mit der Gemälde-Expertin Beate Rhenisch ein Ölgemälde von Moeller-Schlünz aus dem Jahre 1947 besprochen, das eine Landschaft mit dem Dorf Lauterbach auf Rügen als Motiv zeigt.Video Gemälde von Fritz Möller-Schlünz auf ndr.de
Werke (Auswahl) Vitt mit Kreidefelsen und Kap Arkona, 1939 Dünen bei Wustrow, Mecklenburg, 1939 Bauernkate am Ribnitzer Bodden Fischkutter bei Gothmund, 1949 Erntelandschaft am Elb-Trave-Kanal, 1950 Sommertag am Timmendorfer Strand Burg Meersburg am Bodensee, 1952 Schwarzwaldblick ins Tal Rothenhusen am Ratzeburger See, 1956 Sulzfeld am Main, 1958 Kopenhagen. Königliches Schloss, 1958 Niendorfer Hafen (Ostsee), 1959 Nordsee – Tönning Hafen, 1960 Baden-Baden, 1960 Kopenhagen. Nyhavn. Stadthafen mit Fischerbooten, 1961 Sacre Coeur – Paris, 1962 Sacré-Coeur de Montmartre – Paris Stadtszene, 1962 Wasserstraße in Venedig, 1963 Garmisch-Partenkirchen. Zugspitze. Obergrainau, 1964 Steilküste Nord-Frankreich bei Etretat, 1965 Morsum Kliff auf Insel Sylt, 1965 Alte Brücke bei Rothenhusen – Ratzeburg Lübeck. Pegonienstraße mit Petri-Kirche, 1969 Norddeutsche Landschaft. Sonniger Tag, 1976 Sonniger Wintertag in Ahrenshoop – Darss, 1977 Am Ratzeburger Dom, 1979 Literatur
Weblinks
Werke von Fritz Moeller-Schlünz im Portal artnet.de
Einzelnachweise
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