Johanna „Jo“ Wegener (* 1. Dezember 1913 in Hamburg; † 5. April 1995 ebenda) war eine deutsche Schauspielerin, Hörspiel- und Synchronsprecherin.

Leben Nach ihrem Schauspielstudium in Hamburg debütierte Jo Wegener am Staatstheater Oldenburg, später spielte sie an Bühnen in Braunschweig, Magdeburg und Stettin. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kam sie wieder in ihre Geburtsstadt, wo sie an verschiedenen Bühnen auftrat.Jo Wegener gestorben, Hamburg Abendblatt vom 18. April 1995, abgerufen am 26. Oktober 2015. 1952 stand sie neben Hilde Krahl in dem Stück Johnny Belinda auf der Bühne der Hamburger KammerspieleJürgen Petersen: Hilde Krahl als Taubstumme, Hamburger Abendblatt vom 16. Januar 1952, abgerufen am 26. Oktober 2015., 1955 gastierte sie am Theater im ZimmerKulissengeplauder, Hamburger Abendblatt vom 5. November 1955, abgerufen am 26. Oktober 2015., ebenso 1969 in dem Stück Madame de Sade von Mishima Yukio in der Regie von Christoph Roethel.Willi Paetsch und Hermann Wandertcheck: Das Neueste aus der Welt der Bühne, Hamburger Abendblatt vom 31. Mai 1969, abgerufen am 26. Oktober 2015.

Lediglich in den 1950er und den 1970er Jahren arbeitete Jo Wegener zeitweise vor der Kamera. Unter anderem sah man sie in einer Folge der Serie Hamburg Transit und in zwei Tatort-Episoden. Als Synchronsprecherin lieh sie beispielsweise Irene Tedrow in der Columbo-Folge Momentaufnahme für die Ewigkeit ihre Stimme, in der Serie Catweazle war sie die deutsche Stimme von Gwen Nelson als Mrs. Gowdie.

Jo Wegener war darüber hinaus umfangreich für den Hörfunk tätig. Seit 1948 wirkte sie in knapp 200 Produktionen überwiegend des Nordwestdeutschen und später des Norddeutschen Rundfunks mit, so mehrfach in den Serien Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück und Die Jagd nach dem Täter.

Unter dem Titel Mein Sammelsurium veröffentlichte Jo Wegener 1991 ein Buch mit Geschichten und Gedichten.

Filmografie 1953: Königinnen von Frankreich 1954: Ein Mann aus einer großen Stadt 1954: Der Teufel fährt in der 3. Klasse 1956: Die Ehe des Dr. med. Danwitz 1971: Aus dem Alltag in der DDR: Dritter Versuch einer Rekonstruktion nach Berichten und Dialogen 1971: Tatort – Blechschaden 1972: Hamburg Transit – Der letzte Auftritt 1973: Tatort – Platzverweis für Trimmel

Hörspiele (Auswahl) 1948: Tödliche Rechnung – Regie: Kurt Reiss 1948: Menschenleben nicht notiert – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1948: Säuberung in Ithaka – Regie: Hans Quest 1949: Der Traumfeind – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1949: Das Leben geht weiter – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1949: Flug über Sibirien – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1949: Schiff ohne Hafen – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1950: Ein Tag wie morgen. 1. Februar 1950. Die Summe aus 80.000 Tagebüchern – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1950: Die Unsterblichen – Regie: Kurt Reiss 1951: Bummel durch den Februar – Regie: Curt Becker 1951: Bummel durch den Mai – Regie: Curt Becker 1951: Der Einzelgänger – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1951: Träume – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Alle Menschen leben in Kirchborn – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Wanderjahre ohne Lehre – Regie: Gustav Burmester 1952: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück (Folge: Der Orgeldieb) – Regie: Gerd Fricke 1953: Ein Engel namens Schmitt – Regie: Otto Kurth 1953: Das Gericht zieht sich zur Beratungzurück (Folge: Der feine Kavalier) – Regie: Gerd Fricke 1954: Meine Frau wohnt nebenan – Regie: Erik Ode 1954: Sabeth – Regie: Gustav Burmester 1954: Unter dem Milchwald – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1954: Der öst-westliche Diwan – Regie: Gert Westphal 1955: Mary Celeste – Regie: Otto Kurth 1955: Fröhliches Erwachen – Regie: Gert Westphal vor 1956: Hörspiele der Zeit (1): Das Ei der Columba – Autor und Regie: Kurt Reiss 1956: Olga 17 – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1956: Der Leinwandmesser – Regie: Otto Kurth 1956: Streik in Ferrara – Regie: Ludwig Cremer 1956: Das Verhör des Lukullus – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1957: Die verschlossene Tür – Regie: Ludwig Cremer 1957: Der Ring des Kalifen – Regie: Hans Rosenhauer 1958: Lerse lebt oder Lorbeer mit Blechmusik – Regie: Gustav Burmester 1959: Alles inbegriffen – Regie: Wolfgang Schwade 1960: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Das Mädchen aus der Seine) – Regie: S. O. Wagner 1961: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Feuer vor der Küste) – Regie: S. O. Wagner 1963: Das Obdach – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1963: Akte M Strich 1 – Regie: Günter Siebert 1964: Strand der Fremden – Regie: Gert Westphal 1964: Sonntag Nachmittag – Regie: Gert Westphal 1965: Das Geisterschiff in der Dagger-Bucht – Regie: Otto Kurth 1966: Du – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1967: Gefährten – Regie: Hans Bernd Müller 1967: Pastorale 67 – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1968: De Narr – Regie: Curt Timm 1968: Geschmackssache – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1969: Die kleinen Grünen – Regie: Hans Bernd Müller 1971: Fremde Tote – Regie: Hans Rosenhauer 1977: Orientierungspunkte – Regie: Hans Rosenhauer 1979: Die einfachste Sache von der Welt oder Ein Fachmann kommt – Regie: Hans Gerd Krogmann

Weblinks

Jo Wegener Verzeichnis der Hörspiele bei hoerspielland.de

Veröffentlichungen Mein Sammelsurium, Verlag Friedling & Partner GmbH, Berlin, 1991, ISBN 3-89009-219-5.

Einzelnachweise

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