mini|hochkant|Josh Brolin vor der Premiere des Eröffnungsfilms Hail, Caesar!. mini|hochkant|Gianfranco Rosi bei der Pressekonferenz für seinen Wettbewerbsfilm Fuocoammare. Die 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) fanden vom 11. bis 21. Februar 2016 statt. Sie standen zum 15. Mal unter der Leitung von Dieter Kosslick. Meryl Streep übernahm den Vorsitz der Internationalen Jury.

Eröffnet wurde die Berlinale 2016 mit Joel und Ethan Coens Komödie Hail, Caesar! mit Josh Brolin in der Hauptrolle. In: berlinale.de. 4. Dezember 2015, abgerufen am 8. Dezember 2015.

Mit dem Goldenen Bären wurde der Dokumentarfilm Fuocoammare des italienischen Regisseurs Gianfranco Rosi ausgezeichnet, der das Alltagsleben der Inselbewohner von Lampedusa neben der Suche und Ankunft von Geflüchteten zeigt. Der Film Inhebbek Hedi des tunesischen Regisseurs Mohamed Ben Attia bekam zwei Auszeichnungen: den Preis für den Besten Erstlingsfilm und den Silbernen Bären für den besten Darsteller für Majd Mastour.

Michael Ballhaus wurde auf der 66. Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk geehrt. Die Berlinale Kamera erhielten 2016 Ben Barenholtz, Tim Robbins und Marlies Kirchner.

Offizielle Sektionen Internationaler Wettbewerb Internationale Jury mini|hochkant|Meryl Streep (2014) 2016 zum wiederholten Mal in den Wettbewerb um den Goldenen Bären eingeladen Regisseur/-in Einladungen Rafi Pitts, André Téchiné 3 Denis Côté, Danis Tanović, Thomas Vinterberg 2

Als Jury-Präsidentin der Berlinale 2016 wurde Mitte Oktober 2015 Meryl Streep präsentiert.Pressemitteilung. In: berlinale.de. 14. Oktober 2015, abgerufen am 25. Oktober 2015. Damit ist sie die dritte US-amerikanische Filmschaffende in Folge nach James Schamus (2014) und Darren Aronofsky (2015), die diese Aufgabe übernimmt. Streep gilt als beste Filmschauspielerin ihrer Generation und in Amerika als konkurrenzlos.Meryl Streep. In: Internationales Biographisches Archiv 23/2012 vom 5. Juni 2012, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 36/2015 (abgerufen via Munzinger Online). In ihrer mittlerweile fünf Jahrzehnte währenden Filmkarriere wurde sie für 19 Oscars nominiert, so oft wie kein anderer Schauspieler, und gewann den Preis bislang dreimal. Für Streep ist es die erste Jurorenaufgabe bei einem Filmfestival („Jede Gelegenheit zu diesem Festival zurückzukehren ist fantastisch, doch der Juryaufgabe sehe ich mit besonders großer Freude und Spannung entgegen. Die Verantwortung ist fast etwas einschüchternd, da ich noch nie Präsidentin von irgendetwas gewesen bin. […]“), die sich neben ihrer Arbeit vielfach engagiert, etwa für die Abrüstung, AIDS-Hilfe, Friedensbewegung, Umwelt, den Kampf gegen die Atomkraft und Armut sowie für die Gleichberechtigung der Frauen in der Filmindustrie. Auf der Berlinale war sie in der Vergangenheit häufig mit Filmen zu Gast und wurde mehrfach geehrt und preisgekrönt (unter anderem Berlinale Kamera 1999, Darstellerpreis für The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit 2003, Goldener Ehrenbär und filmische Hommage 2012).

Der Jury-Präsidentin stehen bei der Vergabe der Preise mehrere Jurymitglieder zur Seite, die bei der offiziellen Vorstellung des Programms am 2. Februar 2016 benannt wurden: In: berlinale.de. 2. Februar 2016, abgerufen am 2. Februar 2016.

Lars Eidinger, deutscher Schauspieler Nick James, britischer Filmkritiker Brigitte Lacombe, französische Fotografin Clive Owen, britischer Schauspieler Alba Rohrwacher, italienische Schauspielerin (Shooting Star auf der Berlinale 2009) Małgorzata Szumowska, polnische Filmregisseurin (Regiepreis 2015, Teddy Award 2013)

Filme Die ersten Filme für den Wettbewerb um den Goldenen Bären wurden am 11. Dezember 2015 bekanntgegeben. In: berlinale.de. 11. Dezember 2015, abgerufen am 11. Dezember 2015. Am 11. Januar 2016 folgten neun weitere Filme In: berlinale.de. 11. Januar 2016, abgerufen am 12. Januar 2016. und am 20. Januar 2016 der Rest der Wettbewerbsbeiträge. In: berlinale.de. 20. Januar 2016, abgerufen am 20. Januar 2016. Keiner der eingeladenen Filmemacher konnte bislang den Goldenen Bären für den besten Spielfilm gewinnen.

Filmtitel (Verweistitel) Regie Land Darsteller (Auswahl) Alles was kommt Frankreich, Deutschland Isabelle Huppert, Roman Kolinka, Édith Scob, André Marcon Boris sans Béatrice Kanada James Hyndman, Simone-Elise Girard, Denis Lavant, Isolda Dychauk, Dounia Sichov Briefe aus dem Krieg Portugal Miguel Nunes, Margarida Vila-Nova Chang Jiang Tu Yang Chao China Qin Hao, Xin Zhi Lei A Dragon Arrives! Iran Amir Jadidi, Homayoun Ghanizadeh, Ehsan Goudarzi, Kiana Tajammol Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten Colin Firth, Jude Law, Nicole Kidman, Laura Linney, Guy Pearce Hedis Hochzeit Tunesien, Belgien, Frankreich Majd Mastoura, Rym Ben Messaoud, Sabah Bouzouita, Hakim Boumessoudi, Omnia Ben Ghali Hele Sa Hiwagang Hapis Philippinen, Singapur John Lloyd Cruz, Piolo Pascual, Hazel Orencio, Alessandra De Rossi, Joel Saracho, Susan Africa, Sid Lucero, Ely Buendia, Bernardo Bernardo, Angel Aquino, Cherie Gil Jeder stirbt für sich allein Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich Brendan Gleeson, Emma Thompson, Daniel Brühl, Mikael Persbrandt Die Kommune Dänemark, Schweden, Niederlande Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen, Helene Reingaard Neumann, Marta Sofie Wallstrøm Hansen, Lars Ranthe, Fares Fares, Magnus Millang, Anne Gry Henningsen, Julie Agnete Vang Midnight Special Vereinigte Staaten Michael Shannon, Joel Edgerton, Kirsten Dunst, Adam Driver, Jaedan Lieberher, Sam Shepard Mit Siebzehn Frankreich Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein, Corentin Fila, Alexis Loret Seefeuer Italien, Frankreich Dokumentarfilm Soy Nero Deutschland, Frankreich, Mexiko Johnny Ortiz, Rory Cochrane, Aml Ameen, Darell Britt-Gibson, Michael J. Harney Tod in Sarajevo Frankreich, Bosnien und Herzegowina Jacques Weber, Snežana Vidović, Vedrana Seksan, Muhamed Hadžović, Faketa Salihbegović-Avdagić, Edin Avdagić United States of Love Polen, Schweden Julia Kijowska, Magdalena Cielecka, Dorota Kolak, Marta Nieradkiewicz, Łukasz Simlat, Andrzej Chyra, Tomasz Tyndyk 24 Wochen Deutschland Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Johanna Gastdorf, Emilia Pieske Zero Days Vereinigte Staaten Dokumentarfilm

Außer Konkurrenz Hail, Caesar! (Eröffnungsfilm) – Regie: Joel und Ethan Coen (mit Josh Brolin, George Clooney, Alden Ehrenreich, Ralph Fiennes, Jonah Hill, Scarlett Johansson, Frances McDormand, Tilda Swinton, Channing Tatum) Chi-Raq – Regie: Spike Lee (mit Nick Cannon, Wesley Snipes, Teyonah Parris, Jennifer Hudson, Angela Bassett, John Cusack, Samuel L. Jackson) Mahana – Eine Maori-Saga – Regie: Lee Tamahori (mit Temuera Morrison, Akuhata Keefe, Nancy Brunning, Jim Moriarty, Regan Taylor, Maria Walker) Des nouvelles de la planète Mars – Regie: Dominik Moll (mit François Damiens, Vincent Macaigne, Veerle Baetens, Jeanne Guittet, Tom Rivoire) Saint Amour – Drei gute Jahrgänge – Regie: Benoît Delépine, Gustave Kervern (mit Gérard Depardieu, Benoît Poelvoorde, Vincent Lacoste, Céline Sallette)

Berlinale Shorts In der Reihe Berlinale Shorts werden Spiel-, Dokumentar-, Experimental- und Animationsfilme mit einer Maximallänge von 30 Minuten (inkl. Abspann) gezeigt. Internationale Beiträge dürfen vor der Berlinale-Aufführung noch nicht außerhalb ihres Entstehungslandes gezeigt worden sein; deutsche Beiträge müssen Weltpremieren sein. In: berlinale.de. Kuratorin der Berlinale Shorts ist seit 2007 die freie Autorin und Filmregisseurin Maike Mia Höhne. Der Internationalen Kurzfilmjury gehören 2016 die aus der Vereinigten Arabischen Emirate stammende Künstlerin Hoor al-Qasimi, die griechische Autorin Katerina Gregos und der israelische Filmemacher Avi Mograbi.Internationale Kurzfilmjury 2016. In: berlinale.de. Neben dem Goldenen Bär für den besten Kurzfilm und dem Silbernen Bär vergibt die Jury die Nominierung für den Europäischen Kurzfilmpreis und den Audi Short Film Award. In: berlinale.de. 14. Dezember 2015, abgerufen am 9. Januar 2016.

Die Beiträge des Kurzfilmwettbewerbs 2016 wurden am 12. Januar 2016 bekanntgegeben: In: berlinale.de.

Filmtitel (Verweistitel) Regie Land Laufzeit (in min.) Another City Vietnam 25’ Bai Niao (Weißer Vogel) Wu Linfeng Volksrepublik China 30’ Balada de um Batráquio (Ballade der Batrachia) Portugal 11’ El Buzo (Der Taucher) Mexiko 16’ Das águas que passam (Vorbeifließende Wasser) Brasilien 23’ Estate (Sommer) Frankreich/Belgien 7’ Freud und Friends Portugal 23’ He Who Eats Children Vereinigte Staaten 25’ Hopptornet (Zehn-Meter-Turm) Maximilien Van Aertryck Schweden 17’ In the Soldier’s Head Vereinigte Staaten/Frankreich 4’ Jin zhi xia mao (Ankern verboten) Chiang Wei Liang Taiwan 16’ Kaputt Alexander Lahl Deutschland 7’ Love Frankreich/Ungarn 14’ A Man Returned (Ein Mann kehrt zurück) Großbritannien/Niederlande/Dänemark 30’ Moms On Fire Schweden 12’ Notre Héritage (Unser Vermächtnis) Caroline Poggi Frankreich 24’ Oustaz Tschad 21’ personne Matthias Müller Deutschland 15’ Prelude to the General Thailand 11’ Reluctantly Queer Ghana/Vereinigte Staaten 8’ Six Cents in the Pocket (Sechs Cent in der Tasche) Vereinigte Staaten 14’ Tsomet Haruhot (Die Windeskreuzung) Israel 22’ Die Unzugänglichkeit der griechischen Antike und ihre Folgen Paul Spengemann Deutschland 13’ Vintage Print Österreich 13’ Vita Lakamaya Japan 8’

Außer Konkurrenz Los murmullos (Gemurmel) – Regie: Rubén Gámez (Mexiko)

Berlinale Special In der Sektion Berlinale Special wurden außergewöhnliche Neuproduktionen gezeigt sowie Filme von oder über Persönlichkeiten, die mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet wurden. In: berlinale.de. 18. Januar 2016, abgerufen am 24. Januar 2016.

Spielfilme Den allvarsamma leken (A Serious Game) (Schweden/Dänemark/Norwegen) – Regie: Pernilla August (mit Sverrir Guðnason, Karin Franz Körlof, Liv Mjönes, Mikael Nyqvist, Mikkel Boe Følsgaard) Creepy (Japan) – Regie: Kiyoshi Kurosawa (mit Hidetoshi Nishijima, Yuko Takeuchi, Teruyuki Kagawa, Haruna Kawaguchi, Masahiro Higashide) Miles Ahead (Vereinigte Staaten) – Regie: Don Cheadle (mit Don Cheadle, Ewan McGregor, Emayatzy Corinealdi, Lakeith Stanfield, Michael Stuhlbarg) A Quiet Passion (Vereinigtes Königreich/Belgien) – Regie: Terence Davies (mit Cynthia Nixon, Jennifer Ehle, Keith Carradine, Jodhi May, Catherine Bailey, Emma Bell, Duncan Duff)

Dokumentarfilme

The Music of Strangers: Yo-Yo Ma and the Silk Road Ensemble (Vereinigte Staaten) – Regie: Morgan Neville (Dokumentarfilm) National Bird (Vereinigte Staaten) – Regie: Sonia Kennebeck The Seasons in Quincy: Four Portraits of John Berger (Vereinigtes Königreich) – Regie: Colin MacCabe, Christopher Roth, Bartek Dziadosz, Tilda Swinton (Dokumentarfilm) Where to Invade Next (Vereinigte Staaten) – Regie: Michael Moore (Dokumentarfilm)

Panorama Im Panorama werden 2016 51 Filme aus 33 Ländern gezeigt, darunter 34 Spielfilme und 17 Dokumentarfilme.

Folgende Filme wurden in die Sektion eingeladen: In: berlinale.de. 17. Dezember 2015, abgerufen am 9. Januar 2016. In: berlinale.de. 14. Januar 2015, abgerufen am 24. Januar 2016. In: berlinale.de. 19. Januar 2016, abgerufen am 24. Januar 2016.

Spielfilme Aloys – Regie: Tobias Nölle (Schweiz/Frankreich) Antes o tempo não acabava (Time Was Endless) – Regie: Sérgio Andrade und Fábio Baldo (Brasilien/Deutschland) Aquí no ha pasado nada (Much Ado about Nothing) – Regie: Alejandro Fernández Almendras (Chile/USA/Frankreich) Auf einmal – Deutschland – Regie: Aslı Özge (Deutschland/Niederlande/Frankreich) Goat – Regie: Andrew Neel (Vereinigte Staaten) Dirty Cops – War on Everyone (War on Everyone) – Regie: John Michael McDonagh (Vereinigtes Königreich) Grüße aus Fukushima (Fukushima, mon Amour) – Regie: Doris Dörrie (Deutschland) Empörung (Indignation) – Regie: James Schamus (Vereinigte Staaten) Das Ende ist erst der Anfang (Les Premiers, les Derniers) – Regie: Bouli Lanners (Frankreich/Belgien)