mini|hochkant=1.2|Stolpersteine für Familie Frankenbuš in Senožaty Die Liste der Stolpersteine im Kraj Vysočina enthält die Stolpersteine in der tschechischen Region Kraj Vysočina (Region Hochland). Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, welche von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig konzipiert und werden im Regelfall von ihm persönlich verlegt.
Das tschechische Stolpersteinprojekt Stolpersteine.cz wurde 2008 durch die Česká unie židovské mládeže (Tschechische Union jüdischer Jugend) ins Leben gerufen und stand unter der Schirmherrschaft des Prager Bürgermeisters. Die Stolpersteine liegen vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers.Zdeňka Kuchyňová: Praha má na chodnících své první pamětní kameny holocaustu, Bericht des tschechischen Rundfunksenders Radio Praha vom 19. Oktober 2008, online auf: www.radio.cz/...Bericht der Vereinigung Stolpersteine.cz, online auf: Stolpersteine liegen im Regelfall vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers. Bislang erfolgten Verlegungen in folgenden Städten: Chotěboř, Havlíčkův Brod, Pacov, Senožaty, Třebíč und Žirovnice. Die Stolpersteine werden auf Tschechisch stolpersteine genannt, alternativ auch kameny zmizelých (Steine der Verschwundenen).
Verlegte Stolpersteine Chotěboř In der Stadt Chotěboř wurden am 3. August 2016 folgende Stolpersteine verlegt: Bild Inschrift Standort Name, Leben 120px HIER WOHNTEMAYER MAXSCHENKELJG. 1882DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 8.3.1944IN AUSCHWITZ-BIRKENAU Chotěboř, Fominova 257 wurde am 20. März 1882 in Tarnów geboren. Er war mit Irma, geborene Roubíčková verheiratet. Das Paar hatte einen Sohn namens Zdeněk, geboren 1919. Er und seine Familie lebten in einem Haus in ul. Fominově 257 in Chotěboř. Er und seine Frau gründeten eine Fabrik, die in Chotěboř Plüschtiere produzierte. Nach der Zerschlagung der Tschechoslowakei durch die Nazis wurde sein Haus ein Internierungsheim für Juden. Am 5. Dezember 1942 wurden Max Schenkel und seine Familie mit dem Transport Cf von Pardubice ins KZ Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 186 von 650. Am 6. September 1943 wurde die Familie mit dem Transport Dl ins KZ Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 1959 von 2484. Am 8. März 1944 beschloss die SS, das sogenannte Familienlager BIIB in Birkenau zu beseitigen, um Platz für neue eingehende Transporte aus Theresienstadt zu schaffen.Danuta Czech: Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939–1945. Reinbek bei Hamburg 1989, ISBN 3-498-00884-6, S. 734–737. Im Laufe derselben Nacht wurden Vater, Mutter und Sohn in den Gaskammern von Auschwitz ermordet, gemeinsam mit 3.788 weiteren jüdischen Männern, Frauen und Kindern.auratianus.wz.cz: , abgerufen am 12. März 2017holocaust.cz: MAX SCHENKEL, abgerufen am 12. März 2017 120px HIER WOHNTEZDENĚK SCHENKELJG. 1919DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 8.3.1944IN AUSCHWITZ-BIRKENAU wurde am 13. November 1919 im Haus ul. Fominově 257 in Chotěboř geboren. Seine Eltern waren Mayer Max Schenkel und Irma geb. Roubíčková. Er ging in seiner Heimatstadt zur Grundschule und dann ins Gymnasium. Er konnte seine Studien nicht abschließen, denn am 5. Dezember 1942 wurde die Familie mit dem Transport Cf von Pardubice ins KZ Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 188 von 650. Am 6. September 1943 wurde die Familie mit dem Transport Dl ins KZ Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 1960 von 2484. Am 8. März 1944 wurden Vater, Mutter und Sohn vom Nazi-Regime in Auschwitz-Birkenau ermordet. In dieser Nacht wurden insgesamt 3.791 ehemalige Theresienstadt-Insassen, alle aus dem so genannten Familienlager BIIb in Birkenau, ermordet.holocaust.cz: ZDĚNEK SCHENKEL, abgerufen am 12. März 2017 120px HIER WOHNTEIRMA SCHENKELOVÁJG. 1891DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 8.3.1944IN AUSCHWITZ-BIRKENAU geb. Roubíčková wurde am 2. Mai 1882 in Nasavrky geboren. Sie war mit Mayer Max Schenkel verheiratet. Das Paar hatte einen Sohn namens Zdeněk, geboren 1919. Irma und Max Schenkel führten eine Fabrik, die in Chotěboř Plüschtiere produzierte. Sie besaßen ein Haus in ul. Fominově 257. Am 6. Dezember 1942 wurde die Familie mit dem Transport Cf von Pardubice nach Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummer war 187 von 650. Am 6. September 1943 wurde die Familie mit dem Transport Dl ins KZ Auschwitz deportiert. Irma Schenkelovás Transportnummer war 1957 von 2484. Am 8. März 1944 wurden Vater, Mutter und Sohn vom Nazi-Regime in Auschwitz-Birkenau ermordet. In dieser Nacht wurden insgesamt 3.791 ehemalige Theresienstadt-Insassen, alle aus dem so genannten Familienlager BIIb in Birkenau, ermordet.holocaust.cz: IRMA SCHENKELOVÁ, abgerufen am 12. März 2017
Havlíčkův Brod In der Stadt Havlíčkův Brod wurden folgende Stolpersteine verlegt:
Bild Inschrift Standort Name, Leben 120px HIER WOHNTEPAVEL PACHNERJG. 1876DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTNACH SOBIBOR 1942ERMORDET Havlíčkův Brod, Dolní 104 wurde am 20. Februar 1876 in Havlíčkův Brod, damals Německý Brod (Deutsch-Brod) genannt, geboren, wo er auch das Gymnasium besuchte. Mit seiner Frau Ida (geb. Morgenstern) hatte er zwei Töchter – Zdeňka (geboren am 13. März 1904) und Hana (geboren am 12. Februar 1908). Zuerst übernahm er von seinem Vater die Drogerie U černého psa (Zum schwarzen Hund). Außerdem betrieb er einen Fotoladen und eine Tankstelle. Nach dem Tod seines Bruders Oskar im Jahr 1937 erbte er das Haus in der Dolní 104 und den dort befindlichen Wein- und Spirituosenladen. Im Jahr 1939 wurden Pavel Pachner und seine Frau Ida enteignet und zur Übersiedlung nach Prag gezwungen. Am 7. Mai 1942 wurde das Ehepaar verhaftet und mit dem Transport At von Prag ins Ghetto Theresienstadt deportiert und schließlich mit dem Transport Ax am 9. Mai 1942 ins Vernichtungslager Sobibor überstellt und vom NS-Regime ermordet., über Pavel Pachner, seine Frau Ida, deren Töchter und Enkelkinder, abgerufen am 23. November 2015 Auch beide Töchter wurden 1944 nach Theresienstadt deportiert, beide konnten überleben. 120px HIER WOHNTEIDA PACHNEROVÁJG. 1876DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTNACH SOBIBOR 1942ERMORDET geb. Morgenstern wurde am 27. Juni 1876 in Prag geboren. Sie heiratete Pavel Pachner und das Paar wohnte in dessen Heimatstadt Havlíčkův Brod. Das Paar bekam zwei Töchter – Zdeňka (geboren am 13. März 1904) und Hana (geboren am 12. Februar 1908). Im Jahr 1939 wurden Pavel Pachner und seine Frau Ida enteignet und zur Übersiedlung nach Prag gezwungen. Am 7. Mai 1942 wurde das Ehepaar verhaftet und mit dem Transport At von Prag ins Ghetto Theresienstadt deportiert und schließlich mit dem Transport Ax am 9. Mai 1942 ins Vernichtungslager Sobibor überstellt und vom NS-Regime ermordet. Auch beide Töchter wurden 1944 nach Theresienstadt deportiert, beide konnten überleben.
Humpolec In der Stadt Humpolec wurden am 9. Juni 2022 vier und am 19. September 2024 sieben Stolpersteine verlegt.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER LEBTEDR. VIKTORLÜFTSCHITZGEB. 1897DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT1944 NACH AUSCHWITZ,NACH DACHAUERMORDET 23.2.1945IN KAUFERING Humpolec, Havlíčkovo nám. 91 (1897–1945)holocaust.cz: MUDR. VIKTOR LÜFTSCHITZ, abgerufen am 21. November 2024 120px HIER LEBTEHEDVIKALÜFTSCHITZOVÁDR. METZLOVÁGEB. MENDLOVÁGEB. 1909DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT1944 NACH AUSCHWITZERMORDET Humpolec, Havlíčkovo nám. 91 geb. Mendlová(1909–1944/45)holocaust.cz: HEDVIKA LÜFTSCHITZOVÁ, abgerufen am 21. November 2024 120px HIER LEBTEKAMILALÜFTSCHITZOVÁGEB. KRAUSOVÁGEB. 1874DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT,NACH AUSCHWITZERMORDET Humpolec, Havlíčkovo nám. 91 geb. Krausová(1874–1942/45)holocaust.cz: KAMILA LÜFTSCHITZOVÁ, abgerufen am 21. November 2024 120px HIER LEBTEANNA MENDLOVÁGEB. 1870DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT,NACH AUSCHWITZERMORDET Humpolec, Havlíčkovo nám. 91 (1870–1942/45)holocaust.cz: ANNA MENDLOVÁ, abgerufen am 21. November 2024 120px HIER LEBTEDR. OTTO METZLGEB. 1903VERHAFTET 1939ERMORDET 7.12.1940IN BUCHENWALD Humpolec, Havlíčkovo nám. 91 (1903–1940)fzo.cz: JSEM SYSTEMATIK, abgerufen am 21. November 2024 120px HIER LEBTEVĚRA METZLOVÁGEB. 1933DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT1944 NACH AUSCHWITZERMORDET Humpolec, Havlíčkovo nám. 91 (1933–1944/45)holocaust.cz: VĚRA METZLOVÁ, abgerufen am 21. November 2024 120px HIER LEBTEEVA MRÁČKOVÁGEB. LÜFTSCHITZOVÁGEB. 1926DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT,1944 NACH AUSCHWITZ,NACH FREIBERG1945 NACH MAUTHAUSENBEFREIT Humpolec, Havlíčkovo nám. 91 geb. Lüftschitzová(1926–2005)mapy.cz: Eva Mráčková, abgerufen am 21. November 2024 HIER LEBTEMAX ZAITSCHEKGEB. 1920DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT1942 NACH TRAWNIKIERMORDET Humpolec, Husova ul. 71 (1920–1942/45)holocaust.cz: MAX ZAITSCHEK, abgerufen am 21. November 2024 HIER LEBTEVÍTĚZSLAVZAITSCHEKGEB. 1889DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT1942 NACH TRAWNIKIERMORDET Humpolec, Husova ul. 71 (1889–1942/45)holocaust.cz: VÍTĚZSLAV ZAITSCHEK, abgerufen am 21. November 2024 HIER LEBTEANNA ZAITSCHKOVÁGEB. SPITZERGEB. 1891DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT1942 NACH TRAWNIKIERMORDET Humpolec, Husova ul. 71 geb. Spitzer(1891–1942/45)holocaust.cz: ANNA ZAITSCHKOVÁ, abgerufen am 21. November 2024 HIER LEBTEHANA ZAITSCHKOVÁGEB. 1915DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT1942 NACH TRAWNIKIERMORDET Humpolec, Husova ul. 71 (1915–1942/45)holocaust.cz: HANA ZAITSCHKOVÁ, abgerufen am 21. November 2024
Jihlava In der Stadt Jihlava wurden folgende Stolpersteine verlegt:
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER WOHNTEABRAHAM ADOLFBERNSTEINJG. 1884DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 16.10.1944IN AUSCHWITZ-BIRKENAU Jihlava, Mahlerova 4 120px HIER WOHNTEEMA BERNSTEINOVÁGEB. MORGENSTERNOVÁJG. 1887DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 16.10.1944IN AUSCHWITZ-BIRKENAU Jihlava, Mahlerova 4 120px HIER WOHNTEELLY PORGESOVÁGEB. BERNSTEINOVÁJG. 1917DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTBEFREIT Jihlava, Mahlerova 4
Pacov In der Stadt Pacov wurden folgende Stolpersteine verlegt: