Heinz Roggenkamp (* 5. Februar 1891 in Hamburg; † 29. Juni 1966 ebendaLebensdaten nach mehrwissen.info, abgerufen am 20. Oktober 2015) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Hörspielsprecher.

Leben Heinz Roggenkamp nahm als gelernter Kaufmann und seinerzeitiger Expedient einer Metallwarenfirma bei Leopold Jessner Schauspielunterricht, den er 1911 in der Rolle des Brackenburg in Goethes Egmont in einer Abschlussvorstellung beendete. Stationen seiner Bühnenlaufbahn waren zunächst das von Jessner geleitete Hamburger Thalia Theater, später das Stadttheater Meißen, das Altonaer Stadttheater und wiederum in Hamburg das Operetten-Theater am Spielbudenplatz und die Schilleroper. Anschließend ging er als Oberspielleiter nach Duisburg ans dortige Operetten-Theater.Theater-Notizen, Hamburger Abendblatt vom 4. Februar 1961, abgerufen am 20. Oktober 2015

Ab 1930 begann Heinz Roggenkamp umfangreich für den Hörfunk zu arbeiten und wirkte bis zum Beginn der 1960er Jahre in einer Vielzahl von hoch- und niederdeutschen Produktionen zunächst des Nordwestdeutschen Rundfunks und später des Norddeutschen Rundfunks mit, bis er mit dem 1. Februar 1962 seine Tätigkeiten beendete.Willi Paetsch: Theater-Notizen, Hamburger Abendblatt vom 3. Februar 1962, abgerufen am 20. Oktober 2015 Neben anderen Produktionen war Roggenkamp in zahlreichen Folgen der Reihe Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück (Regie: Gerd Fricke) zu hören.

Heinz Roggenkamp, der nur selten vor der Kamera gestanden hatte, betätigte sich auch gelegentlich als Schlagertexter. So schrieb er beispielsweise den Text für das von Franz Josef Breuer vertonte Stimmungslied St. Pauli bleibt St. Pauli.

Hörspiele Autor 1953: Swatten Peter – Regie: Günter Jansen

Regisseur 1958: Dat Schüttenbild – Autor: Ernst-Otto Schlöpke

Sprecher (Auswahl) 1946: De politsche Kannengeter – Regie: Curt Becker 1946: Hallo üm de Koh – Regie: Curt Becker 1950: Swienskomödi – Regie: Hans Freundt 1950: Michael Kramer – Regie: Otto Kurth 1950: Die Reise nach Tilsit – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1951: Mordmelodie – Regie: Otto Kurth 1951: Dat Redentiner Osterspill – Regie: Hans Freundt 1951: Der Staatsstreich – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Pole Poppenspäler – Regie: Werner Perrey 1952: Pfandschein 1313 – Regie: Hans Rosenhauer 1952: Karussell zu verkaufen – Regie: Helmut Käutner 1952: Blick auf Venedig – Regie: Gustav Burmester 1952: Der Tiger Jussuf – Regie: Kurt Reiss 1952: Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer – Regie: Hans Freundt 1952: Besorgen Sie uns 2000 Dromedare – Regie: Hans Freundt 1953: Dat verkennte Genie – Regie: Hans Freundt 1953: De anner Weg – Regie: Günter Jansen 1953: Das Schiff Esperanza – Regie: Otto Kurth 1954: Der Mann aus den Wäldern – Regie: Otto Kurth 1954: Hemmingstedt – Regie: Günter Jansen 1954: Smuggelmeier – Regie: Günter Jansen 1954: Kein Lorbeer für Augusto – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1954: Unter dem Milchwald – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1955: De frömde Fro – Regie: Hans Tügel 1955: Philemon und Baucis – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1955: Sien Monika – Regie: Günter Jansen 1956: Fritz Stavenhagen – Regie: Hans Tügel 1956: Erblindete Spiegel – Regie: Hans Gertberg 1956: Das Verhör des Lukullus – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1957: Paragraf een: „De Minsch“ – Regie: Günter Jansen 1957: Old Man River – Regie: Gustav Burmester 1957: Ein Fall für Herrn Schmidt – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1958: De Doden sünd dod – Regie: Hans Tügel 1958: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Die Tote aus Hafenbecken 1) – Regie: S. O. Wagner 1958: Merkur über Hamburg – Regie: Hans Tügel 1958: Festianus, Märtyrer – Regie: Gustav Burmester 1959: Hurra, mien Modder kan swemm'n – Regie: Otto Lüthje 1959: Anabasis – Regie: Egon Monk 1959: Friedensvertrag – Regie: Ludwig Cremer 1959: Die Karaffe – Regie: Kurt Reiss 1960: An’e Eck von de Melkstroot – Regie: Rudolf Beiswanger 1960: Richtige Weihnachten – Fritz Schröder-Jahn 1960: Een Handbreet wieder… – Regie: Rudolf Beiswanger 1961: Marschmusik för’t Leben – Regie: Hans Tügel 1961: Storm in de Nacht – Regie: Heinz Lanker 1961: De achter uns steiht – Regie: Hans Tügel

Filmografie 1938: Fracht von Baltimore 1948: Finale

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Einzelnachweise

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