Eimskip Ehf. ist die älteste und größte isländische Reederei. Sie betreibt mit einer Flotte von Schiffen für den Transport von Containern und Kühlladung Liniendienste nach Europa, Skandinavien, Kanada und in die Vereinigten Staaten. Weitere Geschäftsbereiche sind der Bau und die Bemannung der Schiffe, der Landtransport, die Stauerei und Lagerei.
mini|hochkant=2.0|Hafen von Reykjavík mit der Eimskip-Verwaltung (ganz rechts) mini|Containerschiff Goðafoss 2012 in Hamburg mini|Eimskip-Kühlschiff Polfoss Einzelheiten Gegründet wurde die Reederei Eimskipafélag Íslands (deutsch: Isländische Dampfschifffahrtsgesellschaft) im Januar 1914. Das Unternehmen übernahm 1915 seine ersten beiden Schiffe. Bereits im Jahr darauf erlitt die junge Reederei durch die Strandung der Goðafoss ihren ersten Schiffsverlust. In den Jahren des Ersten Weltkriegs stellte Eimskip seine Liniendienste zwischen Island und Europa weitestgehend ein und fuhr stattdessen nach Nordamerika. 1926 wurde mit der Brúarfoss das erste Kühlschiff in Fahrt gebracht. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ersetzte die Reederei seine Liniendienste nach Europa erneut durch solche nach Amerika. Die Eimskip-Schiffe Goðafoss und Dettifoss gingen 1944 und 1945 ebenso durch Kriegshandlungen verloren wie vier gecharterte Einheiten.
In der Nachkriegszeit wurden die unterbrochenen Dienste in Europa fortgeführt und 1950 mit der Gullfoss das erste Passagierschiff übernommen. Die folgenden Jahrzehnte waren von einer stetigen Erweiterung der Dienste, der Öffnung neuer Niederlassungen und dem Ausbau der landseitigen Einrichtungen geprägt. Ab 1969 begann Eimskip mit dem Aluminiumexport vom Aluminiumwerk Straumsvík nach Großbritannien. Im Jahr darauf eröffnete das Unternehmen eine Reiseagentur und begann mit der Umstellung seiner Verwaltung auf elektronische Datenverarbeitung.
In den 1990er Jahren baute Eimskip den Kühlladungsbereich aus, übernahm die Stauerei Tollvörugeymslan und verschmolz das Unternehmen mit dem Transportunternehmen Jes Zimsen zu TVG-Zimsen. 2003 verlegte Eimskip seine in den 1920er Jahren in der Altstadt von Reykjavík erbaute Verwaltung in einen Neubau in Sundahöfn. In den 2000er Jahren setzte Eimskip seine Expansion mit der Eröffnung weiterer Niederlassungen bis hin nach China fort und übernahm die norwegische Reederei CTG Shipping sowie die faröische Reederei Faroe Ship, bevor es seinerseits 2005 von der Avion Group übernommen wurde. 2006 übernahm Eimskip zunächst die litauische Reederei Kursiu Linija und 65 % der finnischen Reederei Containerships. Darüber hinaus wurden 2006 und 2007 weitere Kühlladungsgeschäfte in Europa und den USA übernommen. Im Jahr 2008 begann eine Restrukturierung des Unternehmens, in dessen Verlauf zahlreiche Geschäftsbereiche wieder abgegeben wurden, die nicht direkt mit dem Transportgeschäft zusammenhingen – daneben auch die Mehrheitsbeteiligung an Containerships. Nach dem Abschluss der Restrukturierung wurde Eimskip 2009 mehrheitlich von ausländischen Investoren The Yucaipa Companies und Landsbanki übernommen und weitergeführt.
Heute ist die Reedereigruppe unter der Dachgesellschaft Hf. Eimskipafélag Íslands angeordnet und hat ihrerseits folgende Tochterunternehmen: Eimskip Norway, früher Eimskip-CTG, in Norwegen wurde 2005 eingegliedert und betreibt vorwiegend Kühlschifffahrt. Faroe Ship, früher Skipafelagið Føroyar, auf den Färöer wurde 2004 eingegliedert und betreibt die Färöer-Dienste. Eimskip Flytjandi wickelt Landtransporte und Postdienste auf Island ab. TVG-Zimsen wurde 1996 eingegliedert und betreibt Logistikdienste. Fährbetrieb der Herjólfur zwischen Landeyjahöfn und den Westmännerinseln. (bis Ende März 2019)
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