Die Bulgarian Open 2015 (auch European Tour 2015/16 – Event 4) waren ein Snookerturnier, das vom 4. bis 8. November 2015 in der Universiada Hall Sofia ausgetragen wurde. Es war das vierte Turnier seit 2012 in der bulgarischen Hauptstadt, das wie in den Jahren zuvor von der Victoria-Versicherung gesponsert wurde. Das Minor-Ranglistenturnier gehörte zur Players Tour Championship, die Bestandteil der Snooker-Saison 2015/16 war.

Sieger des Vorjahres war der Engländer Shaun Murphy, er schied im Viertelfinale gegen Mark Williams aus. Sieger wurde der Nordire Mark Allen durch einen 4:0-Finalsieg gegen Ryan Day.

Preisgeld Das Preisgeld blieb im Vergleich zu den Vorjahren unverändert. Preisgeld Sieger 25.000 € Finalist 12.000 € Halbfinalist 6.000 € Viertelfinalist 4.000 € Achtelfinalist 2.300 € Letzte 32 1.200 € Letzte 64 700 € Insgesamt 125.000 €

Vorrunde 97 Profispieler und 110 Amateure hatten für das Turnier gemeldet. Die Profis waren direkt für das Hauptturnier gesetzt, somit mussten die Amateure in zwei Qualifikationsrunden um die verbleibenden 31 Plätze spielen.

Die sechs Starter aus den deutschsprachigen Ländern erreichten alle Runde 2, aber nur der Österreicher Andreas Ploner und die beiden Deutschen Felix Frede und Simon Lichtenberg kamen ins Hauptturnier. Die favorisierten Alexander Ursenbacher und Lukas Kleckers schieden aus.

Alle Partien wurden im Modus Best of 7 Frames ausgetragen. Für die zwei Vorrunden am 4. und 5. November waren folgende Paarungen angesetzt:

Runde 1 Spiel Ergebnis Spiel Ergebnis 1 Ashley Carty 2:4 Oliver Brown 25 Elliot Slessor 4:0 Anastasis Ioannou 2 Alex Taubman 4:0 Terence Davidson 26 Samuel Thistlewhite 4:1 Sashko Dimitrov 3 Jin Foulger 2:4 Adam Edge 27 Corina Maracine 0:4 Michael Williams 4 Freddie Blunden 1:4 Tomasz Skalski 28 Paul Croitoru 0:4 Jamie Rhys Clarke 5 Mihai Vladu 1:4 Felix Frede 29 Nikolai Hristov 1:4 Adam Duffy 6 Dana Amir 0:4 Brandon Sargeant 30 Bratislaw Krastew 4:1 Salim Otti 7 Lewis Gillen 4:1 Viktor Iliev 31 David Davidkov 4:0 Alkinoos Triantos 8 Damian Wilks 1:4 32 Daniel O’Regan 2:4 Dessie Sheehan 9 4:1 Jeremy Lee 33 Adam King kl. Aleksandr Kurgankov 10 Krasimir Kameshev 1:4 Jurian Heusdens 34 Sam Craigie 4:0 Alex Borg 11 Andreas Ploner 4:0 Daniel Mladenov 35 Kacper Filipiak 3:4 Jeff Jacobs 12 Joe Steele 4:1 Adam Longley 36 Simon Lichtenberg 4:1 Jonathan Mabey 13 Mateusz Baranowski 4:3 Ben Jones 37 Adam Stefanów 2:4 Joe Roberts 14 Peter Devlin 4:0 Razvan Sdrobis 38 Michael Collumb 2:4 Lukas Kleckers 15 Ferdous Bhuyian 3:4 Robbie Purdham 39 Richard Beckham 4:2 Charlie Walters 16 Ashley Hugill 4:1 Jake Nicholson 40 Dimitar Mehandjiiski 0:4 Robin Otto 17 Phil O’Kane 4:1 Kyriacos Kyriacou 41 Nico Elton 4:1 Matthew Glasby 18 Nikolai Vlashev 0:4 Sam Betts 42 Spassian Spassow 4:0 George Mărgărit 19 Joe O’Connor kl. Louis Heathcote 43 Teodor Chomovski 4:0 Monica Manolache 20 Conor McCormack kl. Marcin Nitschke 44 Joshua Cooper 4:0 Ivan Kupov 21 Nicholas Roberts 4:0 Veselin Lazarov 45 Marko Vukovic kl. Hammad Miah 22 Andrei Orzan 1:4 Josh Boileau 46 Ryan Causton 4:1 Brian Cini 23 Nikola Kemilev 4:1 Rodions Judins 47 Patrick Whelan 2:4 Marc J. Davis 24 Mark Owens 4:3 Kishan Hirani 48 Christopher Keogan 4:1 Hans Blanckaert

Runde 2 Spiel Ergebnis Spiel Ergebnis 49 Oliver Brown 4:0 Alex Taubman 65 Samuel Thistlewhite 2:4 Michael Williams 50 Adam Edge 3:4 Tomasz Skalski 66 Jamie Rhys Clarke 4:0 Chris Mason 51 Felix Frede 4:0 Julian Petrov 67 Adam Duffy 4:1 Ross Higgins 52 Brandon Sargeant 3:4 Lewis Gillen 68 Bratislaw Krastew 4:0 David Davidkov 53 Alexander Ursenbacher 1:4 69 Dessie Sheehan 0:4 Adam King 54 Jurian Heusdens 4:0 Viktor Gaidov 70 Sam Craigie 4:1 Rares Sinca 55 Andreas Ploner 4:1 Daniel Schneider 71 Jeff Jacobs 1:4 Simon Lichtenberg 56 Joe Steele 0:4 Mateusz Baranowski 72 Joe Roberts 4:1 Lukas Kleckers 57 Peter Devlin 4:2 Thomas Rees 73 Richard Beckham 4:0 Hristo Sirakov 58 Robbie Purdham 0:4 Ashley Hugill 74 Robin Otto 0:4 Nico Elton 59 Phil O’Kane 4:3 Radu Vilau 75 Spassian Spassow 0:4 George Pragnall 60 Sam Betts 0:4 Joe O’Connor 76 Teodor Chomovski 1:4 John Parkin 61 Marcin Nitschke 4:0 Nicholas Roberts 77 Joshua Cooper 1:4 Hammad Miah 62 Josh Boileau 4:1 Chris Jones 78 Ryan Causton 4:1 Stefan Simeonovski 63 Nikola Kemilev 0:4 Mark Owens 79 Marc J. Davis 2:4 Christopher Keogan 64 Elliot Slessor 4:0 Georgi Georgiev

Hauptrunde 128 Spieler bestritten ab 6. November das Hauptturnier, wobei die erste Hälfte die ersten drei Runden am Freitag, die zweite am Samstag austrug. Am abschließenden Sonntag fanden dann die Spiele vom Achtelfinale bis zum Finale statt.

Runde 1 bis Achtelfinale Runde 1 war nicht nur für die Qualifikanten aus Österreich und Deutschland Endstation, auch Rory McLeod, bei den vorhergehenden Ruhr Open noch Finalist, schied gleich zum Auftakt aus. In Runde zwei kam es bereits zu einem Spitzenduell zwischen Stuart Bingham und Mark Allen, bei dem der Weltmeister Bingham knapp den Kürzeren zog. Daneben schied noch Joe Perry in Runde 3 aus, sonst schafften es aber die meisten Favoriten in den Finaltag.

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Teil 7

Teil 8

Viertelfinale bis Finale Sam Baird war der in der Weltrangliste am niedrigsten platzierte Spieler im Viertelfinale. Er besiegte den Weltranglistenfünften Judd Trump und schaffte zum zweiten Mal nach den Gdynia Open 2014 den Einzug ins Halbfinale eines PTC-Turniers, sein bestes Main-Tour-Ergebnis. Unerwartet kam auch die Niederlage des Weltranglistenersten Mark Selby gegen Ryan Day. Der Waliser war aber immerhin die Nummer 20 der Welt und nach dem Sieg über Baird erreichte er zum fünften Mal in seiner Karriere ein Finale. Mark Allen, der bis auf sein Bingham-Match in Runde 2 sehr souverän durch das Turnier gekommen war, hatte gegen Mike Dunn im Viertelfinale ebenfalls Probleme, holte sich aber mit einem 81er-Break den Entscheidungsframe. Er traf danach auf Mark Williams, der schon John Higgins, der eine Woche zuvor die International Championship gewonnen hatte, und Shaun Murphy bezwungen hatte. Allen ließ ihm jedoch bei seinem dritten 4:0 im Turnier keine Chance und zog ins Finale ein.

Finale Mark Allen ging als Favorit in das Finale. Er hatte bei fünf Finalteilnahmen schon vier Titel bei Minor-Ranglistenturnieren gewonnen, während Ryan Day insgesamt bei Profiturnieren nur viermal im Finale gestanden war und noch nie gewonnen hatte. Der Nordire kam auch deutlich besser ins Match und konnte sich mit zwei entscheidenden Breaks die ersten beiden Frames sichern, während Day seine Lochchancen nicht zu Breaks nutzen konnte. Im dritten Frame war ein 56er-Break von Allen noch nicht genug und nach zwei erfolgreichen Snookern hatte der Waliser wieder die Siegchance, doch die entscheidende Pink lochte Mark Allen. Der letzte Frame verlief dann wechselhaft, erneut entschieden die Farben und erneut hatte Allen das bessere Ende für sich. Mit seinem vierten klaren 4:0-Ergebnis im Turnier sicherte er sich die Siegertrophäe und seinen insgesamt achten Turniersieg als Profi.

Century-Breaks Bereits im Vorjahr hatte Dominic Dale das höchste Turnierbreak erzielt, 139 Punkte waren es damals. Mit 50 Century-Breaks wurde ein durchschnittliches Ergebnis erreicht. Halbfinalist Mark Williams war mit fünf Breaks von hundert Punkten oder mehr der erfolgreichste Spieler. Dominic Dale 138, 133, 104 Barry Pinches 133 Ryan Day 130, 126, 110 Aditya Mehta 129 Mark Williams 128, 127, 118, 111, 100 Mark Allen 127, 102, 100 Judd Trump 126, 119, 111 Sam Baird 124 Joe Perry 123, 114, 109, 106 Xiao Guodong 123, 112 Ricky Walden 123 Peter Ebdon 119, 102 Shaun Murphy 118, 106, 100 (2×) John Higgins 116 Jimmy Robertson 116 Zak Surety 115 Andrew Higginson 115 Joel Walker 112 Mitchell Mann 112 Michael White 111, 105 Michael Holt 110 Stuart Carrington 109 Mark Selby 106 Jack Lisowski 103 Daniel Wells 103 (2×) Anthony McGill 102 Eden Sharav 100 Michael Wasley 100

Quellen

Kategorie:Players Tour Championship 2015/16 #2015