Eismannsdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Allersberg im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Eismannsdorf liegt in der Gemarkung Lampersdorf.

Lage Der Weiler liegt etwa 3,8 km südlich von Allersberg. Im Süden speisen zwei Quellen einen namenlosen Bach, der nach ca. 0,5 km in den Horngraben mündet. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Minettenheim (1,1 km nördlich) bzw. zur Kreisstraße RH 8 (0,7 km nördlich). 0,7 km westlich verlaufen die Bundesautobahn 9 und die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt. Bei Eismannsdorf befindet sich der historische Kreuzstein bei Eismannsdorf.

Geschichte Eismannsdorf wurde erstmals im Jahre 1129 urkundlich erwähnt, als die Dorfadeligen "Adeloth und Hahrat de Isenbrehtsdorf" als Zeugen auftreten. Am 25. Januar 1279 verfasste Heinrich von Stein ein Testament, in dem u. a. ein Meierhof in Eismannsdorf aufgeführt ist.

Im 16. Jahrhundert bestand der Ort aus 8 Anwesen.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 28. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Eismannsdorf 9 Anwesen. Das Hochgericht übte das pfalz-neuburgische Pflegamt Hilpoltstein aus. Grundherren waren das St. Klaraamt Nürnberg (1 Anwesen), das Kastenamt Hilpoltstein (3 Anwesen), das Rentamt Hilpoltstein (2 Anwesen), das eichstättische Kastenamt Jettenhofen (1 Anwesen) und das Kloster Seligenporten (1 Anwesen). Ein Anwesen war freieigen.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 210.

Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Eismannsdorf dem Steuerdistrikt Ebenried und der Ruralgemeinde Lampersdorf zugewiesen.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 254. Am 1. Januar 1972 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Eingemeindung nach Allersberg.

Baudenkmäler Haus Nr. 10: Katholische Ortskapelle

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 20172025Einwohner 45 61 51 62 58 52 61 69 50 52 43 5153HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 9 9 10 9 10 10 9 9 Quelle

Religion Eismannsdorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Himmelfahrt (Allersberg) gepfarrt. Seit dem 7. Juli 1928 ist die Expositur St. Georg (Göggelsbuch) zuständig, die ursprünglich zur Pfarrei St. Johannes der Täufer (Hilpoltstein) gehörte und jetzt zur Pfarrei Allersberg. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Ebenried gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Allersberg) Kategorie:Weiler im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert