Der HC Fribourg-Gottéron (kurz Fribourg-Gottéron, ehemals HC Gottéron und danach HC Fribourg) ist ein schweizerischer Eishockeyclub aus Freiburg im Kanton Freiburg. Fribourg-Gottéron spielt in der National League. Der Club ist nach dem Fluss Gottéron () benannt, in dessen Nähe in der Freiburger Unterstadt die ersten Spiele ausgetragen wurden. Seit der Saison 2018/19 ist Fribourg-Gottéron dienstältester Verein der National League. Er trägt seine Heimspiele in der BCF-Arena in Freiburg aus.

Geschichte Die Gründung des HC Gottéron erfolgte am 1. Dezember 1937 in der Freiburger Unterstadt. Im Au-Quartier befanden sich Fischzuchtteiche, worauf sich im Winter der Eissport entwickelte. Erste offizielle Meisterschaftsspiele erfolgten bereits im Jahr 1941, und in der Saison 1946/47 konnte der HC die Serie B gewinnen und in die Serie A aufsteigen. Mit dem Aufstieg in die Nationalliga B zog Professionalität in den Verein; und 1956 sammelten die Einwohner des Au-Quartiers Geld für die Gründung der Genossenschaft HG Gottéron Patinoire, welches die zukünftige Eishockeybahn des Clubs werden sollte. Die Spielstätte konnte schliesslich auf einem Grundstück – dem so genannten «Les Augustins» – erbaut werden, welches gleichzeitig Namensgeber des Eisstadions war. Les Augustins blieb bis zur Einweihung der neuen Patinoire de Saint-Léonard im Jahre 1982 in Betrieb. Nachdem der Verein stadtweite Bekanntheit errungen hatte, nannte er sich 1967 zunächst in HC Fribourg um.

1980er Am 4. März 1980 erfolgte unter Trainer Gaston Pelletier der Aufstieg in die Nationalliga A, und es kam zum letzten Namenswechsel – fortan ging die Mannschaft unter dem Namen HC Fribourg-Gottéron an den Start. Gegen den Widerstand der Bevölkerung liess die Stadt ein neues Eisstadion in der Peripherie bauen. Das Eisstadion Saint-Léonard öffnete 1982 seine Tore, und in der darauf folgenden Saison wurde der HC unter Trainer Paul-André Cadieux Schweizer Vizemeister. 1986/87 wurde zwar Jean-François Sauvé NLA-Topscorer mit 91 Punkten, trotzdem erreichte der Club nur den siebten Platz. Zum Ende der Saison wies die Bilanz des Clubs einen Verlust von 900'000 Franken aus, Ende Januar 1988 bereits 1,3 Mio. Franken. Innerhalb eines Monats mussten 500'000 Franken gefunden werden, anderenfalls wäre der Zwangsabstieg in die Vierte Liga erfolgt. Durch eine grosse Spendenaktion erhielt der Club genügend Mittel für ein weiteres Agieren in der NLA. mini|Patinoire de Saint-Léonard ab 1982

1990er 1990/91 wurde das «Dream-Team» Wjatscheslaw Bykow und Andrei Chomutow verpflichtet, die über Jahre Leistungsträger der Freiburger wurden und zwischen 1991/92 und 1993/94 drei Vizemeisterschaften erreichten.

Der Club nahm 1992 am Spengler Cup als Ersatz für den HC Davos teil, weil dieser zuvor aus der höchsten Spielklasse abgestiegen war.

Zur Spielzeit 1995/96 musste Fribourg-Gottéron zum ersten Mal in die NLA-Playouts, konnte aber gegen den HC Lausanne die Klasse halten. 1997 wurde der HCF zur Aktiengesellschaft (HC Fribourg-Gottéron SA), Vorsitzender des Verwaltungsrates wurde Gaston Baudet. Das anfängliche Aktienkapital von 2 Mio. Franken stieg auf CHF 3,5 Mio. und liegt heute bei 2'353'630 Franken.Geschichte des HC Fribourg-Gottéron. HC Fribourg-Gottéron, abgerufen am 13. Dezember 2020. Sportlich gesehen wurde durch den zweiten Platz in der Hauptrunde und dem Halbfinaleinzug gegen den HC Davos die Teilnahme zur European Hockey League erreicht, in deren Folge in der Vorrunde nach einem vierten Platz das Aus kam. Für die kommende Spielzeit beschloss die Vereinsführung, die Nachwuchsförderung zu intensivieren und vermehrt Junioren einzusetzen.

2000er Im Jahr 2001 wurde der bisherige Pressechef Antoine Roulin zum Präsidenten des Verwaltungsrates der Betreibergesellschaft gewählt. 2004 gab Roulin seinen Posten als Vorsitzender des VR ab und wurde von Laurent Schneuwly beerbt.

Da im Laufe der Jahre viele Schulden angehäuft wurden, wurde am 22. November 2006 ein neuer Vorstand gewählt, der den Verein sanieren sollte. Sportlich wirkte sich der Sparkurs – das Aktienkapital wurde auf 2'153'630 Franken reduziert – zunächst mit dem Erreichen des Klassenerhalts 2006 und 2007 aus. Nach der Saison integrierte die Aktiengesellschaft mit der Restauration einen neuen Geschäftszweig in den Stammverein, der den Verein konsolidieren sollte. Zudem trennte sich die Gesellschaft von ihrer Juniorenabteilung, welche sich fortan in der Stiftung «Slava Bykov» organisierte. Diese Trennung sollte die Zukunftsfähigkeit der Nachwuchsabteilung sichern, indem sie unabhängig von der AG agierte. Zudem entspricht diese auch der Auflage der Stadt, die bei der Übergabe des Pachtvertrages des Restaurants der Patinoire an die Aktiengesellschaft forderte, dass sie das Nettoergebnis der jeweiligen Jahresrechnung des Restaurants der Stiftung zukommen lässt. Ebenfalls im November 2006 wurde Daniel Baudin anstelle von Laurent Schneuwly Verwaltungsratspräsident.

2007/08 zog die Mannschaft in den Halbfinal ein, musste sich dort aber dem HC Servette Genève geschlagen geben. Nach der erfolgreichsten Saison der letzten zehn Jahre drang der HCF 2008/09 erneut bis in den Halbfinal vor, unterlag aber schliesslich dem HC Davos in 4:3 Spielen. Das heutige Jahresbudget der ersten Mannschaft liegt bei 11 Millionen Franken.

2010er Im Juli 2010 übernahm der bisherige stellvertretende Vorsitzende Laurent Haymoz als Nachfolger von Daniel Baudin das Amt des Verwaltungsratspräsidenten der Betreibergesellschaft HC Fribourg-Gottéron SA.

Seit der Saison 2010/2011 trägt die Spielstätte des Clubs den Namen BCF-Arena, da die Namensrechte an der Eishalle mit dem damaligen Namen Patinoire de Saint-Léonard an die Freiburger Kantonalbank () für drei Jahre verkauft wurden.

In der Saison 2011/12 – der ersten unter der Leitung von Trainer Hans Kossmann – erreichte Fribourg den Halbfinal der NLA-Playoffs. Aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des Clubs nahm Fribourg-Gottéron im Jahr 2012 zum zweiten Mal am Spengler Cup teil. 2013 führte Kossmann die Mannschaft in die NLA-Finalserie, wo man dem SC Bern 2:4 unterlag.

Im Juli 2013 wurde Charles Phillot zum neuen Präsidenten des Verwaltungsrates der HC Fribourg-Gottéron SA gewählt. Er trat die Nachfolge des Anfang Februar 2013 verstorbenen Laurent Haymoz an.

2013/14 stand man im Playoff-Halbfinal, dort unterlag man Kloten. In der Saison 2014/15 lief es nicht mehr so gut, und es gab Konsequenzen: Mitte Oktober 2014 wurde Kossmann entlassen, Gerd Zenhäusern trat die Nachfolge im Amt des Cheftrainers an, verpasste jedoch den Sprung in die Playoffs in dieser Saison. Anfang Juli 2015 wurde Michel Volet neuer VR-Präsident, sein Vorgänger Phillot hatte schon im November 2014 seinen Rücktritt erklärt, seitdem bekleidete Volet das Amt kommissarisch. Wjatscheslaw Arkadjewitsch «Slawa» Bykow zog in den Verwaltungsrat ein.

2016 schied Fribourg im Playoff-Viertelfinal gegen Genève-Servette aus. Im September 2016, also kurz nach Saisonbeginn 2016/17, wechselte Zenhäusern auf den Posten des Leiters der Nachwuchsabteilung. Neuer Trainer wurde der Kanadier Larry Huras.. In: La Liberté. 24. September 2016. In der Champions Hockey League 2016/17 zogen die Freiburger in den Halbfinal ein, mussten sich dort aber dem späteren Titelgewinner Frölunda HC beugen. Im Abstiegsplayoff der NLA sicherten sich die Üechtländer den Ligaerhalt. Nach der Saison wurde die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Huras beendet. Am 29. Mai 2017 wurde der Kanadier Mark French als Huras-Nachfolger präsentiert. French führte die Freiburger in seinem ersten Amtsjahr, der Spielzeit 2017/18, auf den fünften Rang der Hauptrunde, im Playoff-Viertelfinal erfolgte gegen Lugano (1:4) das Saison-Aus.watson.ch Anfang Juli 2019 wurde Hubert Waeber Präsident von Gottéron. Im Oktober 2019 musste Trainer French gehen, nachdem die Mannschaft zum Beginn der Saison 2019/20 nur eine von sechs Ligabegegnungen gewonnen hatte und auf den letzten Tabellenrang abgerutscht war.National League: Freiburg entlässt den Coach Mark French. In: Neue Zürcher Zeitung. 5. Oktober 2019. Im Oktober 2019 übernahm Christian Dubé bei Gottéron das Doppelmandat als Trainer und Sportchef.

2020er Von 2019 bis 2020 wurde die BCF-Arena um- und ausgebaut. Seit der Spielzeit 2020/21 verfügt das Stadion über 8934 Plätze. Das Stadion ist regelmässig ausverkauft. Im Dezember 2024 gewann Fribourg-Gottéron den Spengler Cup gegen die Straubing Tigers, der erste «Titel» der Clubgeschichte. Für die Saison 2025/26 wurde Roger Rönnberg als Cheftrainer verpflichtet. Mit Rönnberg wurde Fribourg-Gottéron am 30. April 2026 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Schweizer Meister. mini|BCF-Arena ab 2020 Seit der Saison 2026/27 verfügt die BCF-Arena über 9620 Plätze.Pressekonferenz 2026-2027 HC Fribourg-Gottéron, abgerufen am 31. August 2026.

Spieler Kader der Saison 2026/27

Trainerstab Name Funktion Nationalität Geburtstag Roger Rönnberg Cheftrainer 27. Juli 1971 Fabian Gunnarsson Assistenztrainer 23. Mai 1995 Lars Leuenberger Assistenztrainer 29. März 1975 David Aebischer Torhütertrainer 7. Februar 1978 Gerd Zenhäusern Sportdirektor 27. April 1972

Meisterkader 2025/26 Torhüter:

Verteidiger:

Angreifer:

Mannschaftskapitäne Saison Kapitän Assistenten 1964/1965 Daniel Waeber 1965/1966 Daniel Waeber 1966/1967 Daniel Waeber 1967/1968 Daniel Waeber 1968/1969 Daniel Waeber 1969/1970 Joseph Etienne 1970/1971 Joseph Etienne 1971/1972 Joseph Etienne 1972/1973 Daniel Piller, Daniel Waeber 1973/1974 Joseph Etienne 1974/1975 ? 1975/1976 Paul Hübscher 1976/1977 Jean-Marie Waeber 1977/1978 Jean-Marie Waeber 1978/1979 Jean-Marie Waeber 1979/1980 Jean-Marie Waeber 1980/1981 Jean-Marie Waeber 1981/1982 Rudolf Raemy 1982/1983 Rudolf Raemy 1983/1984 Rudolf Raemy 1984/1985 Jakob Lüdi 1985/1986 Jean-Charles Rotzetter 1986/1987 Jean-Charles Rotzetter 1987/1988 Jean-Charles Rotzetter 1988/1989 Jean-Charles Rotzetter Christian Hofstetter 1989/1990 Christian Hofstetter 1990/1991 Christian Hofstetter 1991/1992 Christian Hofstetter 1992/1993 Christian Hofstetter Wjatscheslaw Bykow 1993/1994 Christian Hofstetter Wjatscheslaw Bykow, Mario Rottaris 1994/1995 Christian Hofstetter Wjatscheslaw Bykow, Mario Rottaris 1995/1996 Christian Hofstetter 1996/1997 Christian Hofstetter 1997/1998 Mario Rottaris Wjatscheslaw Bykow 1998/1999 Mario Rottaris 1999/2000 Mario Rottaris 2000/01 Mario Rottaris Livio Fazio 2001/02 Mario Rottaris 2002/03 Mario Rottaris Philippe Marquis 2003/04 Philippe Marquis 2004/05 Philippe Marquis Patrick Howald 2005/06 Philippe Marquis 2006/07 Philippe Marquis 2007/08 Geoffrey Vauclair Shawn Heins, Benjamin Plüss 2008/09 Geoffrey Vauclair, Shawn Heins Sandy Jeannin, Benjamin Plüss 2009/10 Shawn Heins 2010/11 Shawn Heins 2011/12 Shawn Heins, Sandy Jeannin Christian Dubé, Benjamin Plüss, Julien Sprunger 2012/13 Sandy Jeannin Christian Dubé, Shawn Heins, Benjamin Plüss, Julien Sprunger 2013/14 Sandy Jeannin Christian Dubé, Benjamin Plüss 2014/15 Benjamin Plüss, Julien Sprunger Christian Dubé, Greg Mauldin 2015/16 Julien Sprunger Ryan Gardner, Jérémie Kamerzin, Greg Mauldin, Benjamin Plüss 2016/17 Julien Sprunger Alexandre Picard, Christopher Rivera, Ralph Stalder 2017/18 Julien Sprunger Jonas Holøs, Jim Slater, Ralph Stalder 2018/19 Julien Sprunger Philippe Furrer, Jim Slater 2019/20 Julien Sprunger David Desharnais, Ralph Stalder 2020/21 Julien Sprunger Daniel Brodin, David Desharnais, Philippe Furrer, Sandro Schmid 2021/22 Julien Sprunger David Desharnais, Raphael Díaz, Sandro Schmid 2022/23 Julien Sprunger Christoph Bertschy, Raphael Díaz, Killian Mottet, Sandro Schmid 2023/24 Julien Sprunger Christoph Bertschy, Chris DiDomenico 2024/25 Julien Sprunger Christoph Bertschy, Raphael Díaz 2025/26 Julien Sprunger Christoph Bertschy, Jacob de la Rose 2026/27 Andrea Glauser Christoph Bertschy, Jacob de la Rose, Sandro Schmid

Gesperrte Trikotnummern # 4 Christian Hofstetter # 10 Mario Rottaris # 13 Benjamin Plüss # 19 Philippe Marquis # 44 Shawn Heins