Kim Anja Schicklang (* 11. Juli 1972 in Ulm) ist eine deutsche Filmproduzentin und Filmregisseurin sowie Sprecherin. Als Transsexuellen-Aktivistin ist sie Mitbegründerin und Vorsitzende des Vereins Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V. Sie gilt als eine der Vertreterinnen der deutschen Transsexuellenbewegung.

Leben Werdegang und Beruf Schicklang, nach Eigenangabe ein Arbeiterkind, absolvierte zwischen 1995 und 1999 ein Volontariat als Redakteurin im Regionalstudio Göppingen des Radiosenders Antenne 1 (Filstalwelle) und arbeitete im Jahr 2000 als Texterin in einer Werbeagentur in Ulm. 2000 bis 2009 war sie als On-Air-Producerin/-Designerin und Autorin bei Radio Fantasy in Augsburg tätig. Von 2010 bis 2017 war sie als Audio Engineer bei einem Stuttgarter Film- und Tonproduktionsunternehmen beschäftigt. Berufsbegleitend studierte sie ab 2010 mit einem Stipendium der Hans Böckler Stiftung an der Hochschule der Medien in Stuttgart audiovisuelle Medien. 2013 schloss sie dieses Studium mit dem Bachelor of Engineering (BE) mit dem Abschlussfilm Der Spalt – GedankenkontrolleZu Gast: Kim Schicklang von der „Aktion Transsexualität und Menschenrecht“. In der Radiosendung SWR2 Tandem am 18. Juni 2014, moderiert von Bernd Lechler ( in der SWR-Mediathek, abgerufen am 8. August 2019): Projekt „Der Spalt – Gedankenkontrolle. Stell dir vor, die Menschen behaupten, dass du nicht existierst…“ schöne-neue-medien (Projekt-Folder, 2013/2014 (PDF; 2,5 MB)) auf der Website von Kim Schicklang, abgerufen am 8. August 2019. und 2016 mit dem Master of Arts (MA) ab. Seit 2018 ist sie als Technikerin und Ingenieurin beim SWR in Stuttgart beschäftigt.Frei und allein – das muss nicht sein: zur Arbeitssituation von Medienkreativen. Im Gespräch mit Gästen aus der Branche: unter anderen mit Kim Schicklang. Veranstaltung am 2. Mai 2019, Beschreibung auf der Website der ver.di-Bezirk Stuttgart, Fachbereich Medien, abgerufen am 8. August 2019.Vita+Philosophie auf der persönlichen Website Kim Schicklang – Medienproduktion in der Fassung 2017, abgerufen am 8. August 2019. Eintrag in LinkedIn, abgerufen am 8. August 2019.

Schicklang lebt heute in Ludwigsburg.

Transsexuellen-Aktivistin Nachdem sich Schicklang im Jahr 2005 als transsexuelle Frau selbst vergewissert hatte, einen Prozess, den sie selbst als IntingGerhard Schreiber: Transsexualität in Theologie und Neurowissenschaften, Berlin 2016, S. 95 in Abgrenzung zu einem Coming-out umschrieb, war sie 2007 Mitbegründerin der Initiative Transsexualität und Menschenrecht aus der im April 2008 der Verein Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V. (ATME) hervorgegangen ist, dessen Vorsitzende sie ist. 2012 war Schicklang eine von drei Initiatorinnen des Landesnetzwerks LSBTTIQ in Baden-Württemberg. Im März 2013 erklärte sie als 1. Vorsitzende des ATME e.V. den Austritt des Vereins aus dem Netzwerk, weil .Austritt von ATME e.V. aus dem Netzwerk. (PDF; 1,2 MB) Schreiben an das Landesnetzwerk LSBTQ von Kim Anja Schicklang als 1. Vorsitzende des Vereins Aktion Transsexualität und Menschenrechte e.V., 20. März 2019, abgerufen am 8. August 2019. 2015 war sie Ideengeberin der sogenannten Stuttgarter Erklärung ihres Vereins ATME. In Berlin organisierte sie eine Demonstration gegen die von ihr kritisierte Unsichtbarmachung geschlechtlicher Vielfalt durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes sowie das Bundesfamilienministerium und produzierte den Kurzfilm Panel 5.Panel 5. Video auf Youtube, abgerufen am 23. Mai 2016.

Andere Engagements Seit 2014 engagiert sich Schicklang in den friedlichen Protesten gegen die Bildungsplangegner in Stuttgart und war 2015 Aktivistin in Opposition zur Demo für Alle in der Kontroverse um den Bildungsplan. Des Weiteren ist sie Mitglied des Arbeitskreises LSBTTIQ des ver.di-Bezirk Stuttgart.

Diskografie 1995: Herbstzeit 2000: K.O.T 1991-1998 (Doppel-Vinyl) 2004: K.O.T Z (Vinyl)

Filmographie 2014: Der Spalt – Gedankenkontrolle (zugleich Abschlussfilm des Bachelorstudiums, 2013) 2014: Frauenbilder (X) 2015: Panel 5

Auszeichnungen 2004: BLM-Hörfunkpreis

Literatur Deutschland vor dem UN-Frauenrechtsausschuss. Ein Gespräch von Michael Krennerich mit den Frauenrechtlerinnen Marion Böker, Katja Rodi, Kim Schicklang und Lucie Veith. In: Zeitschrift für Menschenrechte, Jg. 3/2009, Nr. 1, S. 162–180. Ulrike Bretz: Gespräch über Transsexualität: „Das Gehirn ist ein Geschlechtsorgan“. Kim Schicklang kam mit männlichen Genitalien auf die Welt - wusste aber immer, dass sie eine Frau ist. Von einem langen Weg zum eigenen Geschlecht und dem Kampf für Selbstbestimmung. Interview mit Kim Schicklang. In: Süddeutsche Zeitung, 22. Februar 2011. Tina Groll: Outing: „Transsexuelle brauchen einen Kündigungsschutz“. Transsexualität darf nicht als Störung missverstanden werden, sagt Kim Schicklang, Vorsitzende eines Transsexuellen-Vereins. Sie fordert mehr Schutz vor Diskriminierung. Interview mit Kim Schicklang. In: Die Zeit, 13. September 2011. Markus Ehrlich: „Ich will, dass dieser Staat mein Geschlecht anerkennt“. Wie lebt es sich als transsexuelle Frau in Deutschland? Das haben wir Kim Schicklang gefragt. Bis zur gesellschaftlichen Anerkennung muss sich noch vieles tun. Interview mit Kim Schicklang. In: Zeitjung. Z-LIVE GmbH (Hrsg.), 9. Juli 2015.

Weblinks

Kim Schicklang – Medienproduktion – persönliche Website Kim Schicklang – Eintrag auf der Website der Agentur Stimmgerecht.

Einzelnachweise Es geht auch anders. Kirche auf dem Weg zur Gleichstellung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und Identität. Fachtagung der Evangelischen Hochschule Freiburg am 17. April 2015 (). Darin: Statements: Verschiedene Perspektiven auf den Weg zur Gleichstellung. Unter anderen: „Transsexualität – Empfehlungen und Wünsche an einen kirchlichen Prozess im Kontext geschlechtlicher Vielfalt“. Kim Schicklang, Sprecherin und Moderatorin, Vorsitzende des Vereins Aktion Transsexualität und Menschenrecht – ATME e.V.: , 17. April 2015. (Darin: )

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