Shen Quan (), Zì Nanpin (), Hào Hengzhai (; circa 1682–1762) war ein chinesischer Maler aus der Zeit der Qing-Dynastie, der während seines zweijährigen Aufenthaltes in Nagasaki eine realistische Ausführung der Themen wie „Blumen und Vögel“ lehrte.

Leben und Werk Shen Quan stammte aus Wuxing in der Provinz Zhejiang. Er kam am 3. Tag des 12. Monats des Jahres 1731 nach Nagasaki, unterrichtete während seines zweijährigen Aufenthaltes den Maler Yū HiYū Hi () ist der nach chinesischer Art geführte Name des Kumashiro Hi (; 1693–1772), der sich auch Kumashiro Shūkō () nannte. in einer realistischen Formgebung von „Blumen und Vögeln“-Bildern (, Kachōzu). Shen verließ Japan am 25. Oktober 1733Kyōhō 18/9/18 nach dem japanischen Kalender, blieb aber weiter im Kontakt mit Japan und sandte Bilder.

Yū Hi seinerseits unterrichtete Sō Shiseki und den Mönch der Ōbaku-Richtung Kakutei (; 1722–1785). Danach breitete sich der Nanpin-Stil im ganzen Lande aus. In Kyoto wurde Maruyama Ōkyo von Shen beeinflusst, und auch in Edo wurde dieser Stil aufgenommen von Malern wie Tani Bunchō und Watanabe Kazan. Über Hiraga Gennai gelangte dieser Stil bis nach Akita, dorthin zusammen mit dem realistischen Stil, der von Europa über Nagasaki nach Japan gelangte.

Neben der realistischen Malweise zeichnet sich Shens Stil durch betont asymmetrische Komposition bei der Bildgestaltung von Hängerollen aus.

Galerie mini|150px|Hasen unter Pflaumen im Schnee, 1716mini|150px|Phönixe und Blumen, 1735mini|156px|Kranich und Blumen, 1738mini|159px|Pflaume, und Kraniche, 1759mini|400px|Vogel auf Ast, o. J.

Anmerkungen

Literatur Tazawa Yutaka: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha International, 1981. ISBN 0-87011-488-3. Laurance P. Roberts: A Dictionary of Japanese Artists. Weatherhill, 1976. ISBN 0-8348-0113-2. S. Noma (Hrsg.): Shen Nanpin (Shen Nan-p’in). In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-931098-X.

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