Werner Rundshagen (* 13. Januar 1921 in Hamburg; † 27. November 2008 in KölnLebensdaten nach Angaben des Beratungszentrums des Friedhofs Ohlsdorf) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.
Leben Werner Rundshagen spielte an verschiedenen deutschen Theatern, so 1951 als Peter Squenz im Sommernachtstraum von William Shakespeare auf einer Freilichtbühne im Hamburger Park Planten un BlomenLasst mich den Löwen auch spielen, Hamburger Abendblatt vom 31. Juli 1951, abgerufen am 9. Oktober 2015 oder 1956 an der Seite von Erna Nitter in Ladislaus Bus-Feketes Komödie Jean am Jungen Theater.Die Geschichte vom Diener Jean, Hamburger Abendblatt vom 3. November 1956, abgerufen am 9. Oktober 2015 Ebenfalls am Jungen Theater war Rundshagen 1957 in Gerd Oelschlegels Romeo und Julia in Berlin neben anderen wiederum gemeinsam mit Erna Nitter zu sehen.Mutter und Sohn, Hamburger Abendblatt vom 13. März 1957, abgerufen am 9. Oktober 2015 1958 sprach er an der Hamburgischen Staatsoper den Prolog des Barden in Béla Bartóks Oper Herzog Blaubarts Burg."Herzog Blaubarts Burg", Hamburger Abendblatt vom 27. Mai 1958, abgerufen am 9. Oktober 2015 Am Stadttheater Münster spielte Rundshagen 1963 die Titelrolle in Christian Dietrich Grabbes Napoleon oder Die hundert TageTheater, Die Zeit vom 18. Oktober 1963, abgerufen am 9. Oktober 2015, 1965 verkörperte er den Marquis de Sade in Peter Weiss’ Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade am Hessischen Staatstheater Wiesbaden in der Regie von Hansgünther Heyme.Archiv der Berliner Festspiele, abgerufen am 9. Oktober 2015 Weiter war er 1981 am Schauspiel Frankfurt engagiert und dort u. a. in Johannes Schaafs Inszenierung von Tschechows Der Kirschgarten zu sehen.Rolf Michaelis: Zeit der Axt, Die Zeit vom 17. April 1981, abgerufen am 9. Oktober 2015
mini|hochkant|Grabstätte auf dem Friedhof Ohlsdorf Daneben konnte Werner Rundshagen seit 1950 eine knapp ein halbes Jahrhundert lang andauernde und umfangreiche Sprechertätigkeit nachweisen. 1955 sprach er in Friedrich Dürrenmatts Das Unternehmen der Wega in einer Produktion des Nordwestdeutschen Rundfunks, 1958 war er (als Winnetou) in mehreren Hörspielfassungen von Karl Mays Old Surehand zu hörenhttps://hoerspiele.karl-may-wiki.de/vpersonzuord.php?_id=766, 1968 als Leo Brent in den Teilen 6 bis 8 des Kriminalspiels Paul Temple und der Fall Alex in der Regie von Otto Düben.
Selten dagegen arbeitete Rundshagen vor der Kamera. 1971 verkörperte er Friedrich Olbricht in dem Film Operation Walküre. Er spielte in zwei Folgen der Science-Fiction-Serie Das blaue Palais von Rainer Erler und war gastweise in weiteren Serien wie Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger und Der Fahnder zu sehen.
Werner Rundshagen, der mit der Schauspielerin Anke Tegtmeyer verheiratet war, verstarb Ende November 2008 in Köln und wurde am 16. Dezember 2008 auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf beigesetzt (Grablage O 17/202-204).
Filmografie 1954: Ein Mann aus einer großen Stadt 1966: Theater und Gesellschaft – Rollenbilder im Wandel der Jahrhunderte 1967: Helm 1970: Das Haus Lunjowo 1971: Operation Walküre 1974: Das blaue Palais – Das Genie 1974: Das blaue Palais – Das Medium, Der Verräter 1977: Der Test 1978: Plutonium 1980: Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger – Der Vierzehnender 1980: Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger – Liebe, Geld und Adel 1981: Mit Gewissenhaftigkeit und Würde 1981: Tante Maria 1985: Der Fahnder – In unseren Kreisen
Hörspiele (Auswahl) 1950: Duval fällt die Treppe rauf – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1951: Interview mit einem Stern – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Das große Uhrwerk – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1953: Der Terminkalender – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1953: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück (Folge: Kindesentführung) – Regie: Gerd Fricke 1953: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück (Folge: Ferndiagnose) – Regie: Gerd Fricke 1954: Der Sonderzug – Regie: Kurt Reiss 1954: Unter dem Milchwald – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1955: Das Unternehmen der Wega – Regie: Kurt Reiss 1955: Die Gattin des Ministers – Regie: S. O. Wagner 1955: Zinngeschrei – Regie: Gustav Burmester 1956: Akte 414: Wilhelm Voigt – Regie: Kurt Reiss 1957: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Anruf nach Mitternacht) – Regie: S. O. Wagner 1958: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Die Tote aus Hafenbecken 1) – Regie: S. O. Wagner 1958: Old Surehand – Regie: Kurt Meister 1959: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Die Affenmaske) – Regie: S. O. Wagner 1960: Partner von morgen – Regie: Hans Rosenhauer 1962: Der Blaumilchkanal – Regie: Horst Loebe 1962: Gartenlaube mit Baukostenzuschuß – Regie: Hans Rosenhauer 1964: Das Zauberpferd – Regie: Manfred Brückner 1965: Der Topf – Regie: Günter Bommert 1966: Der große Zybilek – Regie: Günther Sauer 1967: Haustrauung – Regie: Curt Goetz-Pflug 1968: Paul Temple und der Fall Alex – Regie: Otto Düben 1968: Prozeß in Nürnberg – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1969: Kleine Enquête – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz 1970: Herr und Frau S. in Erwartung ihrer Gäste – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1971: Fremde Tote – Regie: Hans Rosenhauer 1972: Der Ehrenpunkt – Regie: Gustav Burmester 1973: Haben Sie Hitler gesehen – Regie: Hans Gerd Krogmann 1974: Briefwechsel mit einem Kollegen – Regie: Günther Sauer 1975: Die Belohnung – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz 1976: Lächeln ist die List der Triebtäter – Regie: Hans Rosenhauer 1977: 500 000 Tonnen Rohöl – Regie: Dieter Carls 1978: Im Zirkus – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1979: Die merkwürdigen Abenteuer einer zuverlässigen und keineswegs aufsässigen Chef-Sekretärin – Regie: Hans Gerd Krogmann 1980: Römischer Urlaub – Regie: Wolfram Rosemann 1981: Neue Szenen aus dem zukünftigen Leben – Regie: Sylvia Molzer 1982: Das andere Land – Regie: Heinz Dieter Köhler 1983: Interview – Regie: Ernst Jacobi 1984: Erdbeerzeit – Regie: Andreas Weber-Schäfer 1985: Autobahn. Jede Gesellschaft macht ihre Mörder – Regie: Elfriede Czurda 1986: Keine Gnade für Störtebeker – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz 1987: Sprechstunde – Regie: Heinz Dieter Köhler 1988: Keine weiteren Fragen – Regie: Horst Loebe 1989: Die letzte Schurkerei – Regie: Elmar Boensch 1990: Probelauf – Regie: Frank-Erich Hübner 1991: Elektromeister Puchala – Regie: Frank-Erich Hübner 1992: Der Herr der Ringe – Regie: Bernd Lau 1993: Der Bootshaken – Regie: Christoph Pragua 1994: Straßen des Geldes – Regie: Dieter Carls 1995: Der Zauberpudding – Die Abenteuer des Bunyip Bluegum – Regie: Hans Helge Ott 1996: Die Jagd nach dem Schnatz – Regie: Oliver Sturm 1997: Die vier Horizonte der Wüste – Der Sand antwortet nur dem Sand – Regie: Christiane Ohaus 1999: Und der Nachthund bellt sehr leise – Regie: Oliver Sturm
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