mini|Porträt Charlotte Kanitz im Jahre 1791 von Daniel Caffé mini|Grabmal der Mutter Karoline Christiane Elisabeth Heun (1743–1776) in der Klosterkirche Doberlug mini|H. Clauren (Carl Heun) (1771–1854), Bruder von Charlotte Kanitz
Auguste Erdmuthe Charlotte Kanitz, geb. Heun, verh. Heinsius (* 24. Februar 1773 in Dobrilugk; † 1826Deutsches Literaturarchiv Marbach), Pseudonym Lotte Berthold, war eine deutsche Schriftstellerin.
Familie Charlotte Kanitz war die Schwester von Henriette Heun (1765–1850), der Frau Georg Joachim Göschens, sowie Schwester des Schriftstellers Carl Gottlieb Samuel Heun (* 1771 in Dobrilugk; † 1854 in Berlin). Ihre Mutter war Karoline Christiane Elisabeth Heun (1743–1776).
Leben Charlotte Heun wurde von einem Privatlehrer unterrichtet sowie von ihrer Stiefmutter im Französischen.
Sie heiratete in erster Ehe 1792 in Leipzig den evangelischen Buchhändler und Bibliographen Johann Wilhelm Immanuel Heinsius (* 28. Juli 1768 in Leipzig; † 1. Oktober 1817 in Gera).Göschenhaus-Jourmal. Ausgabe 1/2015 (Januar, Februar und März 2015), S. 9 (goeschenhaus.de PDF). Dazu erschien das Werk Hochzeitsgedichte (mit Melodie) und Hochzeitsscherze zur Vermählungsfeier von Wilhelm Heinsius mit Charlotte Heun, Dobrilugk und Leipzig 1792.Antiquariats-Katalog 180 von Bernhard Liebisch, Leipzig 1910.
Seit 1801 sind von ihr Geschichten für Kinder überliefert, die anfangs zusammen mit Karl August Gottlieb Seidel (1754–1822) veröffentlicht wurden. Im Untertitel sind die Namen ihrer Kinder Julius, Carl, Louise und Betti genannt.World Cat Werkverzeichnis
Kanitz trennte sich 1805 von Wilhelm Heinsius und heiratete 1807 den Regierungssekretär Friedrich Carl Kanitz († 25. März 1826 in Merseburg) und lebte zuletzt im Hause ihres Schwiegersohnes Schimpf in Merseburg.
Werke mit Karl August Gottlieb Seidel: Erste Nahrung für den keimenden Verstand guter Kinder: insbesondere für Julius, Carl, Louise, Betti. Leipzig, 1801; Friedrich August Leo. Zweyte Nahrung für den zunehmenden Verstand guter Kinder: insbesondere für Julius, Carl, Louise, Betti von ihrer Mutter. Leipzig, 1801; Friedrich August Leo Das Kränzchen – Erzählungen für Kinder. Dresden, 1818; Arnold’sche Buchhandlung, 126 Seiten.
Literatur
Christian Gottlob Kayser: Vollständiges Bücher-Lexicon […]. 1750–1910, Bände 3–4, 1835. Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. Stuttgart 1947–1958, erscheint seit 1968 in dritter Auflage, seit 1999 auch die Reihe „Das 20. Jahrhundert“ Friedrich Rassmann: Kurzgefaßtes Lexicon deutscher pseudonymer Schriftsteller. Leipzig 1830, .
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Einzelnachweise
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