John Anderson Kay (geboren 3. August 1948 in Edinburgh) ist ein britischer Ökonom.

Leben John Kay besuchte die Royal High School in Edinburgh. Er studierte Wirtschaftswissenschaft an der University of Edinburgh und am Nuffield College und war von 1971 bis 1978 Tutor für Ökonomie und Fellow an der Universität Oxford.

Kay wurde 1979 Mitarbeiter und dann Direktor des Institute for Fiscal Studies als Nachfolger von Dick Taverne. 1986 gründete er die Beratungsfirma London Economics und lehrte an der London Business School. 1997 wurde er Direktor der Neugründung Saïd Business School, trat aber 1999 von der Funktion zurück. Kay lehrt als Gastprofessor an der London School of Economics. Kay ist mehrfach vernetzt, so bei den Think Tanks Policy Network, im Institute for New Economic Thinking und bei Re-Define.

Kay schreibt populärwissenschaftliche Bücher über aktuelle Wirtschaftsprobleme und hat eine regelmäßige Kolumne in der Financial Times. 2015 stellte er die These auf, dass die Finanzindustrie sich seit 40 Jahren nur mit sich selbst beschäftige und nichts zum Funktionieren der Realökonomie beitrage.

Ehrungen Kay ist seit 2014 Commander des Order of the British Empire. Seit 2010 Honorary Fellow des , seit 2009 Honorary Fellow der , seit 2008 Ehrendoktor der Heriot-Watt University in Edinburgh und Fellow der Royal Society of Edinburgh. 1999 wurde er zum Fellow der Royal Society of Arts und 1997 Fellow der British Academy.

Daneben erhielt Kay verschiedene Auszeichnungen, so 2012 den Viipuri Preis der Technischen Universität Lappeenranta und 2013 den „Advocacy Award for Responsible Capitalism“ des FIRST Magazine (Forum For Decision Makers).

Schriften (Auswahl) mit Paul Collier: Greed is Dead. Politics After Individualism. Allen Lane, 2020. deutsch: Das Ende der Gier. Wie der Individualismus unsere Gesellschaft zerreißt und warum die Politik wieder dem Zusammenhalt dienen muss. Siedler, München 2021, ISBN 978-3-8275-0142-4 (mit Anmerkungen und Bibliografie). Other People's Money. London : Profile, 2015 Obliquity: Why our goals are best achieved indirectly. London : Profile, 2010 Obliquity : die Kunst des Umwegs oder wie man am besten sein Ziel erreicht. Aus dem Engl. von Franka Reinhart. München : Dt. Taschenbuch-Verl., 2011 The long and the Short of it: Finance and investment for normally intelligent people who are not in the industry. 2009 Everlasting Light Bulbs. London : Erasmus, 2004 The Truth About Markets: Why Some Nations are Rich but Most Remain Poor. New York, N.Y. : HarperBusiness, 2004 The Business of Economics. Oxford : Oxford University Press, 1996 Why Firms Succeed. New York : Oxford University Press, 1995 Foundations of Corporate Success. Oxford : Oxford University Press, 1993 mit Dieter Helm, David Thompson (Hrsg.): The Market for Energy, 1989 mit Mervyn King: The British Tax System. 1979

Weblinks

John Kay, website John Kay, Beiträge in der Financial Times Professor John Kay, bei Oxford University

Einzelnachweise Lebenslauf von John Anderson Kay auf seiner Webseite; abgerufen am 6. Oktober 2015.

Pietra Rivoli: The real financial bubble, Rezension, in: Financial Times, 26. September 2015, S. 9

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