mini|Die Ruine Erlkron im Jahr 2015. Die ursprünglich vorhandenen Burgzinnen blieben nicht erhalten. miniatur|Turmruine Erlkron, um 1910 Die Turmruine Erlkron (auch kurz: Erlkron), vom: 31. Juli 2014; abgerufen am: 4. Februar 2017Flensburger Tageblatt: Eine romantische Ruine und ein verwunschener Garten, vom: 14. September 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017 in Glücksburg bei Flensburg in der Schwennaustraße 46,, abgerufen am: 4. Februar 2017 ist eine alte Kunstruine, die zu den Kulturdenkmalen von Glücksburg gehört.

Errichtung und Benennung Als zum Ende des 19. Jahrhunderts letzte Reste der Duburg-Ruine im benachbarten Flensburg abgebrochen wurden, erwarb der romantisch veranlagte Glücksburger Heinrich Haß einige der handgefertigten Steine. Der ehemalige Einjährigfreiwillige des Deutsch-Französischen Krieges (1870–1871) errichtete im Jahr 1900 in seinem Garten auf einem Hügel am Schwenautal aus den Steinen die künstliche Ruine eines mittelalterlich wirkenden Burgturmes, mit auf unterschiedlicher Höhe angeordneten, spitzbogigen Fensteröffnungen und Söller in gotischer Art.Fritz Kruse: Glücksburg in alten Ansichten. Band 1, Nr. 31; abgerufen am: 4. Februar 2017 beziehungsweise , abgerufen am: 4. Februar 2017Flensburger Tageblatt: Eine romantische Ruine und ein verwunschener Garten, vom: 14. September 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017

Die Burgturmruine erhielt den Namen „Erlkron“. Es ist unklar, wie es zu dieser Benennung kam. Sie könnte mit den im Schwennautal verbreiteten Erlen-Bruchwäldern zusammenhängen.Hildebrandt: Bericht des Landesamtes für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein, Biotopkartierung 1996 Der Name lässt aber auch Assoziationen zur Ballade Erlkönig zu, dessen Stoff aus dem Dänischen übernommen wurde. Das dänische Wort „elletræ“ bedeutet Erle beziehungsweise wörtlich übersetzt „Erlenbaum“.Politikens Tysk Pocket Ordbog. Norwegen 2005, 2. Auflage, Artikel: Erle und Langenscheidts Taschenwörterbuch. Erster Teil. Dänisch-Deutsch. 1956, Artikel: ErleVgl. Duden.de. Wörterbuch, Eintrag: Eller; abgerufen am: 4. Februar 2017 Das dänische Wort „elle“ bezeichnet zudem einen Elf. Die kryptische deutsche Übertragung „Erlkönig“ vom dänischen Wort „ellekonge“ bedeutet daher „Elfenkönig“.Vgl. Duden.de. Wörterbuch, Eintrag: Erlkönig; abgerufen am: 4. Februar 2017 Beim Wort „Kron“ könnte, wie in der Ballade Erlenkönig, das Wort Krone gemeint sein.Das Wort Krone hat neben der Bedeutung Königskrone auch die Bedeutung Baumkrone usw., Vgl. Duden.de. Wörterbuch, Eintrag: Krone; abgerufen am: 4. Februar 2017 Es existieren verschiedene Burgen und Schlösser, deren Namen mit Kron- beginnen, beispielsweise die Ruine Burg Kronburg in Österreich, wie auch das Schloss Kronborg in Dänemark.

Entwicklungen nach dem Bau mini|Die Ruine von oberhalb des Schwennautales (2015)

Die Turmruine entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer nur mäßig bekannten Sehenswürdigkeit von Glücksburg. beziehungsweise , abgerufen am: 4. Februar 2017Glücksburg Ostsee, Edutainment in und um Glücksburg. Turmruine "Erlkron" in Glücksburg, abgerufen am: 4. Februar 2017 In Glücksburg steht bis heute primär das Schloss Glücksburg im Zentrum des Tourismus. Die Turmruine schaffte es dennoch schon in der Vergangenheit auf eine Ansichtskarte.Vgl. Ansichtskarte: , abgerufen am: 4. Februar 2017

1960 erwarb die Familie Zellermann das Grundstück mit dem Bauwerk. beziehungsweise , abgerufen am: 4. Februar 2017 Ein Architekt riet Jürgen Zellermann den Turm zu „sprengen“, es stehe auf dem schönsten Bauplatz,Flensburger Tageblatt: Eine romantische Ruine und ein verwunschener Garten, vom: 14. September 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017 Der aus Berlin stammende Künstler erhielt den Turm und baute sein modernes Wohnhaus daneben ().Vgl. Bild der Ruine rechts und Wohnhaus links, abgerufen am: 4. Februar 2017Flensburger Tageblatt: Eine romantische Ruine und ein verwunschener Garten, vom: 14. September 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017 Die Familie stellte die Gartenstruktur und die Ruine wieder her. Der Überrest des Landschaftsgartens und der Burgturm kamen unter Denkmalschutz. beziehungsweise , abgerufen am: 4. Februar 2017 Das neu errichtete Wohnhaus ist heute von Clematis und Efeu bewachsen und von großen Bäumen umgeben, so dass es sich in den Landschaftspark einpasst, in dem einige alte Obstbäume stehen.Flensburger Tageblatt: Eine romantische Ruine und ein verwunschener Garten, vom: 14. September 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017

Um 2000 sackte das massive Mauerwerk der Turmruine ab und wurde nach Anweisungen des Denkmalschutzes restauriert.Flensburger Tageblatt: Eine romantische Ruine und ein verwunschener Garten, vom: 14. September 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017 Die ursprünglich vorhandenen Burgzinnen des Turmes wurden bei der Restaurierung nicht wieder hergestellt.Vgl. Ansichtskarte: , abgerufen am: 4. Februar 2017

Heutige Nutzung mini|Blick vom Park bei der Ruine Erlkron (2004)

Um 2009 ermöglichte die Besitzerin Helga Windt, die mittlerweile verstorbene Lebensgefährtin von Jürgen Zellermann, in Absprache den Besuch der Ruine.Flensburger Tageblatt: Eine romantische Ruine und ein verwunschener Garten, vom: 14. September 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017, vom: 31. Juli 2014; abgerufen am: 4. Februar 2017 Im August 2009 stellte Carola Rasmussen, Expertin für afrikanische Kunst, Steinskulpturen aus Simbabwe im Landschaftsgarten aus. Es sollte dies das letzte Mal sein, dass sie eine ihrer traditionellen Ausstellungen mit Kunst aus Afrika in Glücksburg präsentierte.Flensburger Tageblatt: Kunst-Botschafterin mit Sehnsucht nach Afrika, vom: 22. August 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017 Zum Tag des offenen Denkmals 2009, im September des Jahres, besuchten hunderte Menschen das kleine Anwesen am Schwennautal. Zu diesem Anlass waren Gemälde von Jürgen Zellermann im Turmzimmer der Ruine ausgestellt. Im Garten standen zu dieser Zeit noch die afrikanischen Skulpturen.Flensburger Tageblatt: Eine romantische Ruine und ein verwunschener Garten, vom: 14. September 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017 Die 1932 geborene Helga Windt war Biologin. Sie verstarb im Jahr 2014.Flensburger Tageblatt: Eine romantische Ruine und ein verwunschener Garten, vom: 14. September 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017sh:z: Helga Windt: Traueranzeige, vom: 15. November 2014; abgerufen am: 4. Februar 2017

Vermutlich kann die Ruine auch weiterhin in Absprache besucht werden.Vgl. , abgerufen am: 4. Februar 2017 Die auf einem Hügel thronende Ruine Erlkron dient auch als Aussichtsturm über das darunterliegende Schwennautal. Zum einen existiert eine besteigbare Aussichtsplattform vor dem Turm und zum anderen existiert das Turmzimmer zum Verweilen, aus dem bei gutem Wetter die in der Flensburger Förde liegenden Ochseninseln zu sehen sind. beziehungsweise , abgerufen am: 4. Februar 2017Flensburger Tageblatt: Eine romantische Ruine und ein verwunschener Garten, vom: 14. September 2009; abgerufen am: 4. Februar 2017 Des Weiteren befindet sich im Wohnhaus bei der Ruine eine Ferienwohnung.Ferienwohnung Erlkron, abgerufen am: 4. Februar 2017 Der benachbarte Campingplatz Schwennau wurde 2016 geschlossen. Von dessen noch vorhandener Brücke ist die Ruine gut in naher Ferne erkennbar.Vgl. Flensburger Tageblatt: Schwennau: Dauerzoff um Campingplatz, vom: 22. Mai 2015 sowie Flensburger Tageblatt: Früheres Ferienheim in Glücksburg: Schwennauhof: Jetzt geht es los mit dem Abriss, vom: 9. März 2016; jeweils abgerufen am: 6. Februar 2017

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Einzelnachweise

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