Adolphus J. Alsbrook Jr. (* 21. Februar 1912 in Kansas City (Kansas); † 2. Juni 1988 in Kanada) war ein amerikanischer Jazz- und Rhythm-&-Blues-Musiker (Kontrabass, Bassgitarre, auch Harfe), Arrangeur und Komponist.
Leben und Wirken Alsbrook besuchte die Sumner Highschool und studierte klassischen Kontrabass und Harfe an der University of Kansas, University of Minnesota und am Chicago Conservatory of Music. Von 1933 bis 1954 lebte er mit Unterbrechungen in Minneapolis, wo er unterrichtete und auch als Arrangeur arbeitete. In den frühen 1930er-Jahren spielte er bei Boyd Atkins;Jay Goetting: Joined at the Hip: A History of Jazz in the Twin Cities. Minnesota Historical Society, 2011. außerdem trat er im Cotton Club der Stadt mit Jo Jones in der Band von Rook Ganz auf.Hillard „Rook“ Ganz, geboren 1906 in Kansas; vgl. 1940 U.S. censusFrank Büchmann-Møller: You Just Fight for Your Life: The Story of Lester Young. 1990, S. 57. In dieser Zeit spielte er auch mit Lester YoungDouglas Henry Daniels: North Side Jazz: Lester „Pres“ Young in Minneapolis (PDF; 683 kB) und Count Basie. Alsbrook spielte außer seinem Hauptinstrument, dem Kontrabass, auch Bassgeige, Harfe, Akkordeon und Gitarre; er schrieb außerdem mehrere Novelty Songs. Als Arrangeur arbeitete er in Minneapolis für die Orchester von Red Nichols und Paul Pendarvis.Another little known Ellingtonian (Portraitfragmente der Duke Ellington Music Society) Daneben unterrichtete er an einem Polizei-Department Judo.
1939 gehörte Alsbrook (als Nachfolger von Billy TaylorRobert George Reisner: The Jazz Titans, Including „The Parlance of Hip“. Da Capo Press, 1960.) kurze Zeit dem Duke Ellington Orchestra an, wo ihm dann Jimmy Blanton folgte.Robin Kelley: Thelonious Monk: The Life and Times of an American Original. Es entstanden jedoch keine Aufnahmen mit dem Orchester.
In den 1940er-Jahren arbeitete Alsbrook vorwiegend in der Musikszene von Seattle,Before Seattle Rocked: A City and Its Music von Kurt E. Armbruster wo er u. a. mit Ernestine Anderson spielte. Ab Mitte der 1950er-Jahre spielte er in der R&B-Band von Earl Bostic,Roy Porter: There And Back. 1995, S. 198. ferner mit Fats Domino („Country Boy“, Imperial 1960) und Amos Milburn. Weitere Aufnahmen entstanden in Los Angeles mit Jesse Belvin („Where’s My Girl“, mit Bumps Blackwell), Sam Cooke (1957),Radio Recorders – Santa Monica CAPeter Guralnick: Dream Boogie: The Triumph of Sam Cooke.- 2015 Ernie Freeman und Sugarcane Harris. Tom Lord listet seine Beteiligung an acht Aufnahmesessions 1956/57.Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 25. September 2015)
1972 trat Alsbrook mit dem in Seattle gastierenden Thelonious Monk auf.Chris Sheridan: Brilliant Corners: A Bio-Discography of Thelonious Monk. S. 215. Zuletzt lebte Alsbrook in Vancouver.
Sein Sohn ist der Musiker Darryl Alsbrook.
Würdigung Der junge Oscar Pettiford war von Alsbrooks Bassspiel beeindruckt,International Society of Bassists, 1985, Bände 12–13, Seite lxxxviii. auch Milt Hinton erwähnt Alsbrook in seinen Erinnerungen.Zitat: And there was another unbelievable bass player from Minneapolis, Adolphus Alsbrook, who I’d met in Chicago before I went with Cab. I first got to know him in the early ’30s when I was working at the Savoy Ballroom with Erskine Tate. Zit. nach Milt Hinton, David Garett Berger, Holly Maxson: Playing the Changes: Milt Hinton’s Life in Stories. 2008, S. 144.Down Beat, 1966, Band 33, S. 26. Charles Mingus und Gene Ramey lobten Alsbrooks Talent als Musiker und Arrangeur.
Weblinks Another little known Ellingtonian: Portraitfragmente der Duke Ellington Music Society
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