mini|Johanna Magdalena von Schwendendörffer, geb. Beringer, Ehefrau von Bartholomäus Leonhard von Schwendendörffer, Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek mini|Fürstin Anna Eleonore von Anhalt-Köthen, geb. zu Stolberg-Wernigerode, Ehefrau von Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen und Tochter des Grafen Heinrich Ernst zu Stolberg, Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek mini|Anna Justina Cramer, geb. Bulaeus, Ehefrau von Peter Ernst Cramer und Tochter von Christophorus Bulaeus, LWL-Museum für Kunst und Kultur mini| Ehrengedächtnis für Herzogin Sophie Elisabeth von Sachsen-Zeitz, geb. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg, Witwe von Moritz von Sachsen-Zeitz, Tochter des Herzogs Philipp Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg und der Herzogin Anna Margarete von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg, geb. Prinzessin von Hessen-Homburg, Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek Christian Romstet (* 1640 in Weimar; † 21. November 1721 in Leipzig) war ein deutscher Zeichner und Kupferstecher des Barock.
Leben Christian Romstet (auch Rumstet, Romstedt oder Rombstedt) wurde 1640 in Weimar geboren und am 28. Februar 1640 in der Stadtkirche St. Peter und Paul evangelisch-lutherisch getauft. Sein Vater war Christian Wilhelm Rombstedt, der 1629 in die Weimarer Bürgerschaft aufgenommen wurde, 1647 Ratskämmerer und 1650 Stadtrichter von Weimar wurde.Angaben zu dem Vater Erst im Alter von 31 Jahren immatrikulierte Christian Romstet sich im Sommerhalbjahr 1671 an der Universität Leipzig. Eine Zeit lang wohnte er im Roten Kolleg. Er war ein Schüler von Johann Dürr und arbeitete zeitweilig mit Johann Caspar Höckner (1629–1671)Geburts- und Sterbedatum Höckners im Magazin der Sächsischen Geschichte, Johann Christian Hasche, 1887 zusammen. Auf den Drucken mit Höckner lautet in der Signatur sein Nachname Rumstet oder Rombstedt,Signatur Rombstedt während bei seinen alleinigen Arbeiten Romstet als Nachname steht. Romstet hat hauptsächlich Porträts gestochen. Am 21. November 1721 verstarb er in Leipzig.
Christian Romstet hat sämtliche Porträts der Leipziger Geistlichkeit gestochen. Diese Stiche waren für den Handel bestimmt und mussten billig sein, sodass er nicht viel Zeit für das künstlerische und verzierende Drumherum einsetzte. Er scheint sie für den eigenen Verlag gestochen zu haben und nicht für den Kupferstecher und Kupferstichverleger Johannes Frentzel, dessen verlegte und eigene Lithographien für ein aufwendiges Drumherum bekannt waren. Für Porträtstiche, die er als Privataufträge für Familien herstellte, wendete er mehr Zeit auf. Die Köpfe sind scharf modelliert und höchst charakteristisch. Ihre Umrahmung sind ab der Zeit, wo er nicht mehr im Banne Frentzels stand, relativ einfach gehalten. Vereinzelt hat Christian Romstet sich in der Schabkunst versucht, wie zum Beispiel bei dem Porträt von Franz Heinrich Höltich. Die meisten Porträts wurden nach Ölbildern gestochen oder geschabt, einzelne aber auch nach dem Leben.Quelle: Gustav Wustmann: Der Leipziger Kupferstich im 16., 17. und 18. Jahrhundert, Digitalisat unter Literatur
Werke (Auswahl)
Anmerkung zur Literatur Georg Kaspar Nagler ging 1843 in seinem Neuen allgemeinem Künstler-Lexicon davon aus, dass es zwei Romstets gäbe. 1860 schlussfolgerte er in seinem Lexikon Die Monogrammisten, dass es Vater und Sohn mit gleichem Namen sein müssen. Hermann Alexander Müller und Hans Wolfgang Singer benutzen 1921 Naglers Künstlerlexikon als Quelle für ihr Allgemeines Künstler-Lexicon. Der Erste, der tatsächlich etwas nachforschte, war der Leipziger Gustav Wustmann, der 1907 in seiner Schrift Der Leipziger Kupferstich im 16., 17. und 18. Jahrhundert bemerkte, dass es nur einen Romstet gegeben hat. Auch Ulrich Thieme und Felix Becker gingen 1934 in ihrem Allgemeinen Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart von einem Romstet aus.
Literatur Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon, Fleischmann, 1843 (Digitalisat) Georg Kaspar Nagler: Die Monogrammisten: und diejenigen bekannten und unbekannten Künstler aller Schulen..., Hirth, 1860 (Digitalisat) Gustav Wustmann: Der Leipziger Kupferstich im 16., 17. und 18. Jahrhundert. In: Neujahrsblätter der Bibliothek und des Archivs der Stadt Leipzig, Band III. J. B. Hirschfeld, Leipzig 1907, S. 22, 27, 38 und 44 () Hermann Alexander Müller und Hans Wolfgang Singer: Allgemeines Künstler-Lexicon. Band 5. Rütten & Loening, Frankfurt am Main, 1921, S. 102 ()
Weblinks
Christian Romstet im Digitalen Portraitindex Christian Romstet bei Tripota, der Trierer Porträtdatenbank Christian Romstet im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig (auf den Seiten 2 und 3 sind auch Bilder) Christian Romstet in der Deutschen Fotothek Christian Romstet bei den Fine Arts Museums of San Francisco Christian Romstet bei bildindex, dem Bildarchiv Foto Marburg Christian Romstet im Royal Collection Trust Christian Romstet in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (Romstet als Suchbegriff eingeben) Christian Romstet bei Museen Nord Christian Romstet bei Museum-Digital Christian Romstet in der Portraitsammlung der USB Köln Christian Romstet in der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste Lost Art
Einzelnachweise
Kategorie:Grafiker (Leipzig) Kategorie:Zeichner (Deutschland) Kategorie:Kupferstecher (Deutschland) Kategorie:Geboren 1640 Kategorie:Gestorben 1721 Kategorie:Mann