Thierach ist ein Gemeindeteil der Stadt Rödental im oberfränkischen Landkreis Coburg.

Lage Das Dorf liegt an einem Waldrand, etwa neun Kilometer östlich von Coburg, am Nordrand des Sonnefelder Hügellandes unweit der „Einberger Schweiz“. Eine Stichstraße verbindet Thierach mit der unweit östlich verlaufenden Verbindungsstraße von Kipfendorf nach Blumenrod.

Geschichte Die Siedlung wurde erstmals 1492 als „Tireich“ urkundlich erwähnt.Walter Schneier: Coburg im Spiegel der Geschichte. Neue Presse Coburg, 1985, S. 111. Der Ortsname geht wohl auf das mittelhochdeutsche Wort „tier“ zurück, das vor allem Rehwild bezeichnete. Thierach gehörte zum Rothenhofer Rittergut.

1837 zählte die Siedlung 18 Einwohner.Adreß-Handbuch des Herzogthums Sachsen-Coburg und Gotha: 1837, S. 73 Am 21. Juli 1869 wurde Thierach mit damals vier Familien und 26 Einwohnern zwangsweise nach Kipfendorf eingegliedert.Siegfried Zeltner: 500 Jahre Thierach 1925 umfasste die Siedlung 19 Einwohner und drei Wohngebäude. Die Schule befand sich im 1,7 Kilometer entfernten Kipfendorf und die evangelische Kirche im 2,6 Kilometer entfernten Einberg.Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925, München, 1928 Auf der Thieracher Ebene gibt es größere Tonvorkommen. Die zum Oberen Keuper gehörenden Tone wurden 1930 durch das Annawerk mit einer Grube erschlossen und bis 1959 abgebaut. Im Jahr 1950 lebten 14 Personen in drei Wohngebäuden in Thierach.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München, 1952 1970 waren es 18 Personen.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, München, 1973 Am 1. Januar 1971 schloss sich Kipfendorf mit den Gemeinden Einberg, Mönchröden, Oeslau, Rothenhof und Unterwohlsbach zur Einheitsgemeinde Rödental zusammen. Seitdem gehört Thierach zu Rödental. 1987 umfasste das Dorf 29 Personen, 16 Wohngebäude und 17 Wohnungen.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991 Es wurde in der Folge um ein großes Ferienhausgebiet erweitert.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohnerzahl 1837 17 1870 21Ortschafts-Verzeichniss der Herzogthümer Coburg und Gotha, aufgestellt auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1871, S. 13 1925 19 1950 14 1970 18 1987 29

Weblinks

Siegfried Zeltner: 500 Jahre Thierach

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Coburg Kategorie:Geographie (Rödental) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Coburg) Kategorie:Ersterwähnung 1492