rahmenlos|rechts|hochkant|Wappen derer von Goldacker. Goldacker ist der Name eines alten thüringischen Adelsgeschlechtes, das in Thüringen und der Neumark ansässig war.
Geschichte Erstmals wird das Geschlecht mit Siegmund 1119 zu Göttingen erwähnt, der einem Turnier beigewohnt haben soll. Die Stammreihe beginnt – der Sage nach – mit John von Goldacker, der 1221 mit der „heiligen Elisabeth“ aus Kärnten nach Thüringen kam. Mit dessen Enkel Hermann Goltakker, Hofmarschall beim Thüringer Landgrafen Friedrich, erscheint die Familie 1312 erstmals urkundlich, hier mit Herman Goldacker.Adolph Friedrich Riedel (Hrsg.): Codex diplomaticus Brandenburgensis. 2. Hauptteil, 1. Band, F. H. Morin, Berlin 1843, S. 330–331.CDB: CCCCXII. Friedrich, Landgraf zu Thüringen, übergiebt das Eigenthum von Torgau den Markgrafen von Brandenburg, Woldemar und Johann, am 26. Juli 1312.
Der Oberst Hartmann von Goldacker beschütze 1642 die Stadt Naumburg vor den Schwedischen Truppen. Friedrich Wilhelm Albert von Goldacker gehörte 1752 dem Naumburger Domkapitel an.
In der St. Ulrici Kirche von Weberstedt befinden sich sechs Epitaphe der Familie, darunter die des Georg Wolf v. Goldacker († 1596) und seiner Gemahlin Barbara, geb. von Nesselrod († 1584), sowie des Albrecht Goldacker († 1610).
Besitzungen mini|hochkant|Schloss Goldacker in Weberstedt. Die Familie hatte in Thüringen Güter in Alterstedt, Weberstedt, Tennstedt (1757) und Ufhoven (1725) und in der Neumark in Berlinchen (1639) und Clausdorf (1639). Über einige Generationen hielt das Adelsgeschlecht mit Görzke II und Mahlsdorf bei Wiesenburg auch Besitzungen im Hohen Fläming.
Wappen Das Wappen ist geteilt, oben in Gold ein aus der Teilung wachsender schwarzer steigender Bock mit goldenen Hörnern, unten von Silber und Rot gespalten. Auf dem Helm ein wachsender Mann mit goldenem Umhang, weißem Bart und silbern gestulpter roter Tatarenmütze. Die Decken sind rechts Schwarz-Gold und links Rot-Gold. Historische Wappenbilder
Personen Christoph von Goldacker (* um 1500), der Ältere, auf Weberstedt, war Amtmann zu Tenneberg und Schosser zu Reinhardsbrunn Hartmann von Goldacker, Obrist im 30-jährigen Krieg, Herr auf Weberstedt Hermann von Goldacker, Obrist im 30-jährigen Krieg, Kommandant von Peitz Julius Augustus von Goldacker (1673–1740), kursächsischer Generalmajor Albrecht von Goldacker († 1743), fürstl. sachsen-gothaischer Generalmajor zu Weberstedt Friedrich Wilhelm Albrecht von Goldacker (1740–1774), Oberhofgerichtsassessor in Leipzig und Domherr zu Naumburg (Saale) Otto von Goldacker (1792–1840), sächsischer Oberstleutnant Burchard Rudolf von Goldacker (1713–1783), braunschweig-lüneburgischer Generalmajor Christian Wilibald von Goldacker (1721–1801), kursächsischer Generalmajor Christian August von Goldacker (1753–1826), kursächsischer Generalmajor Hermann von Goldacker (?), Landrat vom Landkreis Langensalza (1838–1846)Vgl. Walther Hubatsch, Thomas Klein: Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Hrsg. Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn 1975, S. 178. Hans von Goldacker (1882 † 1957), deutscher Geschäftsmann, Rittergutsbesitzer u. Politiker (DNVP). mini|hochkant|Gutshaus Mahlsdorf b. Wiesenburg (Mark) um 1920. Weblinks
Familie und Literatur im Schlossarchiv Wildenfels Infos zur Familie von Goldacker auf die-Freidigen.de
Literatur Genealogisches Handbuch des Adels, (GHdA), Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn. : Walter von Hueck: GHdA, Adelslexikon, Band 67 der Gesamtreihe GHdA, 1978, S. 182. Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser Band 98 der Gesamtreihe GHdA, 1990, S. 195–199. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch, Justus Perthes, (Redaktion u. Druck jew. i. Vorjahr), Gotha (Auszug): Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1919. Jahrgang 20, Mit: Stammreihe v. Goldacker, Justus Perthes, Gotha 1918, S. 327 ff. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 1939. Jahrgang 38, Justus Perthes, Gotha 1938. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 3, Friedrich Voigt, Leipzig 1861, S. 583 f. August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz: Geschlechts-Erzählung derer in Sachsen florirenden Adelichen Familien, als eine Continuation. Band 1 (Ersten Theiles TAB. XXVII - LXIV), Georg Emanuel Berr, Leipzig 1787, Tab. LIII.
Einzelnachweise
Kategorie:Thüringer Adelsgeschlecht