Siegrid Hackenberg (* 15. Januar 1936 in Berlin; † 9. Juni 1980 in Hamburg) war eine deutsche Schauspielerin und Kabarettistin.

Leben Siegrid Hackenberg spielte zunächst in Berlin Theater, so 1956 im Renaissance-Theater in der Uraufführung von Joachim Wichmanns Stück Wenn der Weg endetHermann Wanderscheck: Wenn der Weg endet, Hamburger Abendblatt vom 23. März 1956, abgerufen am 27. September 2015 oder 1959 in einer Freilichtinszenierung von Schillers Jungfrau von Orleans auf der Freilichtbühne Rehberge.Programmheft des Naturtheaters Volkspark Hasenheide, 1959, abgerufen am 27. September 2015 1965 gründete sie mit ihrem Ehemann, dem Schauspieler Alexander Welbat, sowie Dieter Kursawe, Doris Bierett und dem Autor Volker Ludwig das Berliner Reichskabarett, an dem sie auftrat und Regie führte.Willi Paetsch: Neues aus der Welt der Bühne, Hamburger Abendblatt vom 25. Juni 1977, abgerufen am 27. September 2015 Ab Ende der 1960er Jahre stand sie auch auf Hamburger Bühnen, wie z. B. 1969 im Jungen Theater, dem späteren Ernst-Deutsch-Theater, in den Stücken Der Floh im Ohr von Georges Feydeau unter der Regie von Eberhard MöbiusIlse Höger: Liebe und Insektenstiche, Hamburger Abendblatt vom 21. November 1969, abgerufen am 27. September 2015 oder Blues für Mister Charlie von James Baldwin.Programmheft des Jungen Theaters, 1969, abgerufen am 27. September 2015 1974 kam sie ans Deutsche Schauspielhaus, dem Hackenberg bis zu ihrem frühen Tod verbunden blieb. Hier spielte sie u. a. in Shakespeares Wie es euch gefällt, in der Kleinbürgerhochzeit von Bertolt Brecht oder Dario Fos Komödie Bezahlt wird nicht!. 1975 sah man sie neben Will Quadflieg, Maria Wimmer, Uwe Friedrichsen und Gerd Böckmann in Rudolf Noeltes Inszenierung von Eines langen Tages Reise in die Nacht von Eugene O’NeillProgrammheft des Deutschen Schauspielhauses, 1975, abgerufen am 27. September 2015, ferner in Gogols Revisor und der Offenbach-Operette La Périchole.Bis zuletzt stand sie auf der Bühne, Hamburger Abendblatt vom 11. Juni 1980, abgerufen am 27. September 2015

Gelegentlich arbeitete Siegrid Hackenberg auch für das Fernsehen. Nachdem sie 1956 in einer Märchenverfilmung vom Tischlein deck dich ihr Debüt vor der Kamera gegeben hatte, war sie insbesondere in den 1970er Jahren in bekannten Serien wie Dem Täter auf der Spur, Hamburg Transit oder St. Pauli-Landungsbrücken zu sehen. Eine ihrer letzten Arbeiten war die Rolle einer Haushälterin in der Reihe Operetten-Cocktail, in der Elfie von Kalckreuth und Fritz Muliar Melodien aus Opern und Operetten präsentierten.Operetten-Cocktail bei Fernsehserien.de

Siegrid Hackenberg erlag 44-jährig in Hamburg einer Krebserkrankung. Sie hatte mit Alexander Welbat einen gemeinsamen Sohn, den Schauspieler, Regisseur und Filmproduzenten Douglas Welbat.

Filmografie 1956: Tischlein deck dich 1958: Gestehen Sie, Dr. Corda! 1961: Morgen – vielleicht 1963: Kleine Störung 1964: Die Schneekönigin 1965: Unser Pauker – Der Ausflug 1966: Hurra, die Rattles kommen 1966: Wie lernt man Reisen 1967: Der Revisor 1967: Kaviar und Linsen 1967: Tragödie in einer Wohnwagenstadt 1969: Die Unverbesserlichen – ...und ihre Menschenkenntnis 1969: Nachrichten aus der Provinz 1969: Party-Geschichten 1969: Ein Jahr ohne Sonntag 1970: Mit Vollgas ins Glück – gehupt wie gesungen 1972: Tatort – Kennwort Gute Reise 1973: Dem Täter auf der Spur – Stellwerk 3 1973: Hamburg Transit – Camping mit doppeltem Boden 1975: Tadellöser & Wolff (Ep. #1.1) 1977: Lokalseite unten links – Nichts geht mehr 1978: Die schöne Marianne – Die Leute aus dem Wald 1978: Gesucht wird … – Ole Jansen 1978: Der Geist der Mirabelle 1979: Périchole 1979: St. Pauli-Landungsbrücken – Kleine Hexe 1980: Ein Kapitel für sich (Ep. #1.3) 1980: Tatort – Hände hoch, Herr Trimmel! 1980: Operetten-Cocktail 1981: Mit Gewissenhaftigkeit und Würde

Hörspiele 1949: Schloß Gripsholm – Regie: Friedrich Joloff 1949: Reklamationen zwecklos – Regie: Nicht bekannt 1957: Die Reise nach Italien – Autor und Regie: Heinz von Cramer 1957: Macbeth – Übersetzung, Bearbeitung und Regie: Ludwig Berger 1960: Der zerbrochene Krug – Regie: Carlheinz Riepenhausen 1963: Kasimir und Karoline – Bearbeitung und Regie: Hans Lietzau 1973: Der Bettler und die Schöne – Regie: Günter Siebert 1973: Ballade von einer Straßenkehrerin – Regie: Matija Koletic 1975: Der Bonze – Regie: Gerlach Fiedler 1978: Dichten und Trachten (10. Folge: Der deutsche Schäferhund) – Realisation: Heinz Hostnig; Gerlach Fiedler 1978: Hausbesichtigung – Regie: Hans Rosenhauer 1979: Knuff – Regie: Hans Rosenhauer 1980: Das Indiz – Regie: Gottfried von Einem 1980: Morgenluft – Regie: Jörg Jannings

Weblinks

Siegrid Hackenberg Verzeichnis der Hörspiele bei hoerspielland.de

Einzelnachweise

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