Christoph Gottlob Heinrich auch irrig: Christian Gottlieb Heinrich (* 14. August 1748 in Dahlen (Sachsen); † 24. Mai 1810 in Jena) war ein deutscher Historiker.

Leben Christoph Gottlob war der Sohn des Lehrers der Stadtschule in Dahlen Johann Christoph Heinrich.Johann Christian Jacob Spangenberg: Handbuch der in Jena seit beinahe fünfhundert Jahren dahingeschiedenen Gelehrten, Künstler, Studenten und anderen bemerkenswerthen Personen, theils aus den alten Kirchenbüchern, theils aus anderen Hilfsquellen gezogen und nach dem Jahre 1819 geordnet. August Schmid, Jena 1819, S. 98 (Online). Möglicherweise hatte er wie sein Bruder, der evangelische Geistliche Christian Gottfried Heinrich, die Kreuzschule in Dresden besucht. Am 18. Mai 1767 immatrikulierte er sich an der Universität Leipzig, wo er beabsichtigte die Rechte zu studieren. Jedoch widmete er sich den geschichtlichen Studien und erwarb am 14. August 1778 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie.Georg Erler: Die jüngere Matrikel der Universität Leipzig. Giesecke & Devrient, Leipzig 1909, Bd. 3, S. 148. Danach wurde er außerordentlicher Professor der Philosophie in Leipzig und erhielt am 19. Januar 1782 einen Ruf als Professor der Geschichte an der Universität Jena. Diese Aufgabe trat er 9. März 1782 mit einer Abhandlung über die Struktur Deutschlands an.Johann Ernst Basilius Wiedeburg: Beschreibung der Stadt Jena nach ihrer Topographisch- Politisch- und Akademischen Verfassung. Jena 1785, S. 607 (Online). Während seiner achtundzwanzigjährigen Jenaer Wirkungsphase, wurde er 1790 zum Hofrat von Sachsen-Weimar-Eisenach ernannt und beteiligte sich an den organisatorischen Aufgaben der Hochschule. So war er einige Male Dekan der philosophischen Fakultät und in den Sommersemestern 1791, 1800, 1808 Rektor der Universität. Heinrich hatte seine Studien auf die Geschichte von Deutschland und die Geschichte einiger europäischer Staaten beschränkt.

Werke (Auswahl) Geschichte des teutschen Reichs. Riga 1778–1779, 3 Bde. (1. Bd. (Online); 2. Bd. (Online); 3. Bd. (Online)). Sächsische Geschichte. Leipzig 1780–1782, 2 Bde. (Bd. 1 (Online); Bd. 2 (Online)). Diss. de forma Imperii Rom. Germ. Pro Loco. Jena 1782 (Online). Teutsche Reichsgeschichte. Leipzig 1787–1805, 9 Bde. (1. Bd., 1787, (Online), 2. Bd., 1787 (Online); 3. Bd., 1789 (Online); 4. Bd., 1791 (Online); 5. Bd., 1793 (Online); 6. Bd., 1795 (Online); 7. Bd., 1797 (Online); 8. Bd., 1799 (Online); 9. Bd., 1805 (Online)). Handbuch der deutschen Reichsgeschichte. Leipzig 1800 (Online); 1818. Geschichte von Frankreich. Leipzig 1802–1804, 3 Bde. (1. Bd., 1802 (Online); 2. Bd., 1803 (Online); 3. Bd., 1804 (Online)); Hamburg 1807. Geschichte von England. Leipzig 1806–1810, 4 Bde. (1. Bd., 1806, (Online); 2. Bd., 1807 (Online); 3. Bd., 1808 (Online); 4. Bd., 1810 (Online)). Handbuch der sächsischen Geschichte. Leipzig 1810–1812, 2 Bde. (1. Bd., 1810 (Online); 2. Bd., 1812 (Online)).

Literatur Georg Christoph Hamberger, Johann Georg Meusel: Das gelehrte Teutschland oder Lexikon der jetzt lebenden teutschen Schriftsteller. Meyer, 5. Ausgabe, Lemgo 1797, Bd. 3, S. 167 (Online); 1801, Bd. 9, S. 544 (Online); 1810, Bd. 14, S. 78 (Online); Bd. 18, S. 93 (Online); Christoph Weidlich: Biographische Nachrichten von den jetzlebenden Rechts-Gelehrten in Teutschland. Hemmerdeisch, Halle 1785, Bd. 4, S. 94 (Online). Johann Samuel Ersch, Johann Gottfried Gruber: Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste. Johann Friedrich Gleditsch, Leipzig 1829, 2. Sektion, Bd. 5, S. 9 (Online). Samuel Baur: Neues Historisch-Biographisch-Literarisches Handwörterbuch, von der Schöpfung der Welt bis zum Schlusse des Jahres 1810. Ulm 1816, Bd. 6, S. 634 (Online). Johann Georg Meusel: Historisch und Litterarische Unterhaltungen. Coburg 1818, S. 31 (Online).

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Einzelnachweise

Kategorie:Historiker Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Kategorie:Rektor (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1748 Kategorie:Gestorben 1810 Kategorie:Mann