Evi Romen (* 26. April 1967 in Bozen, Südtirol) ist eine italienische Filmschaffende. Sie arbeitete viele Jahre als Filmeditorin und Drehbuchautorin, seit 2020 auch als Regisseurin.

Leben Evi Romen ist in Südtirol aufgewachsen. Sie spielte Cello und Klavier, studierte am Konservatorium „Claudio Monteverdi“ in Bozen und „sollte Konzertpianistin werden“. Auch fotografierte sie: Beim Besuch einer Sommerakademie für Fotografie sei einer der Unterrichtenden auf ihre Arbeiten aufmerksam geworden und habe für diese den Begriff „filmische Montage“ gewählt. So sei ihr Interesse für Film geweckt worden, und sie habe „neben der Schule in einem Programm-Kino gearbeitet“, bevor sie an der Filmakademie Wien Kamera und Schnitt studierte. Sie ist seit Anfang der 1990er Jahre für Film- und Fernsehproduktionen tätig und zählt 2021 „zu Österreichs bedeutendsten Film-Editorinnen“, ihre Werkliste umfasst u. a. Das ewige Leben, Der Knochenmann, Silentium und Komm, süßer Tod von Wolfgang Murnberger, Casanova Variations (Regie: Michael Sturminger) und Blutrausch (Regie: Thomas Roth).

Romens Regiedebüt war der Spielfilm Hochwald (2020). In dem „modernen Heimatfilm“ werden „komplexe Fragen von Identität und Sinnsuche, Provinzialismus und Zugehörigkeit verhandelt“.

Sie arbeitete an ihrem zweiten Film Happyland. Über das Projekt wurde 2020 publik, der Film widme sich einer Frau um die Fünfzig „who returns to her village following a short career as an alternative pop singer in London“.

Evi Romen war mit David Schalko verheiratet. Sie lebt im Sommer in einem denkmalgeschützten Strandhaus in Kritzendorf an der Donau. Es wurde 1929 nach einem Entwurf von Fritz Keller und Anton Potyka, die beide im Dunstkreis von Adolf Loos tätig waren, errichtet und 1961 von Hannes Lintl, dem Architekten des Donauturms, aufgestockt und erweitert. Die Wintermonate wird sie, nach Auflösung ihrer Wohnung in Wien-Margareten, in Rom leben, wo sie arbeitet und an der Geschichte ihrer Familie forscht:

Auszeichnungen 2011: Diagonale-Preis Schnitt für Mein bester FeindPreisträger bei diagonale.at 2016: Österreichischer Filmpreis – Bester Schnitt für Casanova Variations 2017: Carl-Mayer-DrehbuchpreisDiagonale: Drehbuchpreise an Evi Romen und Händl Klaus. In: Der Standard, 31. März 2017, abgerufen am 1. April 2017. 2020: Goldenes Auge beim Zurich Film Festival 2021: Diagonale-Preis (Bester Spielfilm) für Hochwald

Filmografie (Auswahl)

Als Drehbuchautorin 1999: Eine ehrbare Frau 2001: Ich und die großen Tiere vom Film 2017: Abgetaucht 2019: M – eine Stadt sucht einen Mörder (Fernsehserie, 6 Folgen, gemeinsam mit David Schalko) 2020: Hochwald 2025: Happyland

Als Regisseurin 2020: Hochwald 2023: Tatort: Was ist das für eine Welt 2025: Happyland

Als Filmeditorin (Auswahl)

1993: Es war doch Liebe (Kino) 1997: Blutrausch (Kino) 1998: Helden in Tirol (Kino) 1999–2003: Julia – Eine ungewöhnliche Frau (Fernsehserie, 25 Folgen) 2000: Die Nichte und der Tod (Fernsehfilm) 2000: Kaliber Deluxe (Kino) 2000: Komm, süßer Tod (Kino) 2002: Brüder 2002: Taxi für eine Leiche 2004: Silentium (Kino) 2005: Vier Frauen und ein Todesfall (Fernsehserie) 2007: Tatort: Tödliche Habgier 2008: Der schwarze Löwe 2008: Der Knochenmann (Kino) 2009: Aufschneider 2010: Mein bester Feind (Kino) 2011: Wie man leben soll (Kino) 2011: Braunschlag (Fernsehserie) 2013: Casanova Variations (Kino) 2014: Der stille Berg (Kino) 2014: Das ewige Leben (Kino) 2014: Steirerblut 2015: Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit 2016: Kästner und der kleine Dienstag 2018: Steirerkind 2018: Achterbahn

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Einzelnachweise

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