In der Liste der Stolpersteine in Alken werden die vorhandenen Gedenksteine aufgeführt, die im Rahmen des Projektes Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig in Alken bisher verlegt worden sind.
Stolpersteine Adresse Name Inschrift Verlegedatum Bild / Anmerkung Moselstraße 10 () Hier wohnte Erich Jonas Jg. 1897 deportiert 1942 Izbica ermordet zentriert|mini|Stolperstein für Erich Jonas Erich Jonas (geb. 14. März 1897 in Alken; gest. vermutlich 1942) war der Sohn des jüdischen Ehepaars Albert Jonas und Sybilla (Lina) Jonas, geborene Oster. Die Eltern betrieben in Alken ein Textil- und Kolonialwarengeschäft. Albert Jonas war seit etwa 1906 Vorsteher der Synagogengemeinde im benachbarten Brodenbach gewesen. Erich Jonas arbeitete 1939 als Hilfspfleger in der jüdischen Heil- und Pflegeanstalt in Bendorf-Sayn und wohnte auch dort (Hindenburgstraße 49, heute Koblenz-Olper-Straße 39). In Vorbereitung zur Schließung der Anstalt erfolgte zwischen März und November 1942 die Deportation aller Patienten sowie der dort Beschäftigten mit ihren Angehörigen in die Vernichtungslager im damals vom Deutschen Reich besetzten Polen. Am 14. Juni 1942 wurde Erich Jonas zusammen mit 330 weiteren Personen von der Gestapo in bereitstehende Güterwaggons auf dem Bahnhof in Bendorf-Sayn eingesperrt. Nachts wurde der Zug zum Bahnhof Koblenz-Lützel rangiert, wo die Gestapo weitere Personen in die Waggons verbrachte. Der Zug verließ in den frühen Morgenstunden des 15. Juni Koblenz und fuhr weiter über Köln, Düsseldorf, Duisburg und Essen in den Osten. Das Deportationsziel ist bis heute nicht mit letzter Sicherheit bekannt. Nachweisbar hielt der Zug in Lublin. Dort überstellten die SS-Wachmannschaften mindestens 88 arbeitsfähige Männer aus dem Transport ins Vernichtungslager Majdanek. Danach fuhr er sehr wahrscheinlich weiter ins Vernichtungslager Sobibor, wo alle weiteren Personen direkt nach ihrer Ankunft ermordet wurden. Hier wohnte Sibylla Jonas geb. Oster Jg. 1871 deportiert 1942 Minsk ermordet zentriert|mini|Stolperstein für Sibylla Jonas Sibylla (Lina) Jonas, geborene Oster, (geb. am 5. Juli 1871 in Oberfell; gest. nach dem 20. September 1942 im Vernichtungslager Treblinka) war die Tochter des jüdischen Ehepaars Nathan Oster und Jetta Oster, geborene Bär, aus Oberfell. Ihr Ehemann Albert Jonas verstarb am 24. Oktober 1924 in Alken. Gemeinsam hatten sie dort ein Textil- und Kolonialwarengeschäft betrieben. 1938 wohnte sie in Alken, Moselstraße 54. Sibylla Jonas wurde mit dem Transport III/2 (Personentransportnummer 149) von Koblenz aus am 27. Juli 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Als letzte Wohnadresse ist in der Transportliste für sie Burgen, Dorfstraße 121, vermerkt. Bereits am 19. September 1942 erfolgte ihre weitere Deportation mit dem Transport Bo, Zug Da 83 (Personentransportnummer 1675). Der Zug erreichte am 21. oder 22. September 1942 das Vernichtungslager Treblinka, wo sie wahrscheinlich noch am selben Tag ermordet wurde.
Weblinks
stolpersteine.eu – Projektseite des Künstlers Gunter Demnig
Einzelnachweise
Stolpersteine Alken (Untermosel) Kategorie:Judentum im Landkreis Mayen-Koblenz