mini|Einer der sieben Weisen mit BegleiterIm Besitz des Kennin-ji. mini|Aus den „Vier Künsten“ Kaihō Yūshō (; 1533–1615, eigentlicher Name Shōeki ()) war ein japanischer Maler der Momoyama-Zeit, gleich bedeutend wie Kanō Eitoku und Hasegawa Tōhaku.
Leben und Wirken Yūshō war der fünfte Sohn von Kaihō Zen’emon-no-jō, einem bedeutenden Samurai des Azai-Klans, welcher große Teile der Provinz Ōmi beherrschte. Als Jugendlicher wurde er dem bedeutenden Tempel in Kyōto, dem Tōfuku-ji, für eine religiöse Ausbildung übergeben. Als aber 1573 der Asai-Klan in den Kämpfen der Sengoku-Zeit ausgelöscht wurde, kehrte er in das zivile Leben zurück, um das Ansehen der Kaihō-Familie zu verteidigen. Er fühlte sich Zeit seines Lebens als Krieger, auch als er später als Maler arbeitete. Er soll unter Kanō Motonobu studiert haben, einem der führenden Maler der Kanō-Schule; zumindest weist sein Stil in diese Richtung. Im Alter von 41 kam er in die Dienste des Abts des Tōfuku-ji und verkehrte nun auch mit anderen führenden Zen-Priestern der Stadt.
Zu Yūshōs frühesten gesicherten Arbeiten gehören 1599 die Werke im Kennin-ji, einem der bedeutenden Zen-Tempel in Kyōto. Er war zu dem Zeitpunkt über 60 und hatte seinen Stil gefunden. Menschliche Figuren skizzierte er sparsam mit ausholenden Strichen, eine Malweise, die an Liang Kai erinnert, einen Maler aus der Südlichen Song-Zeit. Dabei entstanden „Beutel-Personen“ (, fukuro-jimbutsu), wie zum Beispiel die „Sieben Weisen im Bambushain“ (, Chikurin shichiken-zu; 16 Hängerollen) als Ausschmückung eines Vorraumes zu einem Altar. Weitere Ausschmückungen im Kennin-ji sind „Blumen und Vögel“ (, Kachō-zu; 8 Hängerollen) „Drache in Wolken“ (, Unryū-zu; 8 Hängerollen) „Vier Künste (Koto, Go, Kalligraphie und Malen)“ (, Kin-ki-sho-ga-zu; 10 Hängerollen) „Landschaften“ (, Sansui-zu; 8 Hängerollen) Alle Werke aus dem Räumen des Kennin-ji sind dem Nationalmuseum Kyōto zur Aufbewahrung übergeben worden.
Das Gemälde „Kiefern, Bambus und Pflaumen“ (, Shō-chiku-bai-zu)Kiefer, Bambus und Pflaume sind die „Drei Freunde in der kalten Jahreszeit“. befindet sich im Zenkyō-an, einem Untertempel des Kennin-ji.
Yūshō malte auch stark farbig auf goldenem Untergrund, so die drei Stellschirm-Paare „Blumen und Gräser“ (, Kaki-zu), die „Vier Künste“, das Stellschirm-Paar „Die drei Sauren – Kanzan und Jittoku“ (, Sanzan - Kanzan Jittoku zu), alle im Besitz des Myōshin-ji. – In seinen letzten Jahren nach 1610 scheint sich Yūshō hauptsächlich mit Tuschmalerei beschäftigt zu haben, die auf Stellschirme geklebt wurden.
Das MOA-Kunstmuseum besitzt neben dem Stellschirm-Paar „Landschaft“ ein weiteres mit dem Titel „Landschaft in den vier Jahreszeiten“ (, Shiki sansui), das aus jeweils 8 Paneelen besteht.
Bilder
Einzelnachweise
Anmerkungen
Literatur Tazawa Yutaka: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha International, 1981. ISBN 0-87011-488-3. Laurence P. Roberts: A Dictionary of Japanese Artists. Weatherhill, 1976. ISBN 0-8348-0113-2. Mainichi Shimbun-sha (Hrsg.): Juyo bunkasai 10 (Kaiga IV) Mainichi Shimbun, 1974 S. Noma (Hrsg.): Kaihō Yūshō. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 713.
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Kategorie:Maler (Japan) Kategorie:Pseudonym Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1533 Kategorie:Gestorben 1615 Kategorie:Mann