Diese Liste der Vertriebenendenkmale in Baden-Württemberg (R–Z) verzeichnet die Denkmale für die Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches und aus Siedlungsgebieten im östlichen Europa vertrieben wurden oder dort umkamen. Eingeschlossen sind Dankestafeln für die Aufnahme in Westdeutschland.
Liste
Bild Ort Lage Jahr Beschreibung Radolfzell am Bodensee Luisenplatz, Ostland-Gedenkplatte 1958 „Ob Kind dieser Stadt, ob heimatvertrieben, ob im Feld auf der Flucht in der Heimat gefallen, ob Mann, Frau oder Kind – vergesset sie nie!“ Rastatt Gedenkstein im Patientengarten des Kreiskrankenhauses 1977 „Ihr findet sie, wo ihr nach ihnen fragt: im Osten gefallen, im Westen beklagt.“ Rastatt Gedenktafel an der Aussegnungshalle des städtischen Friedhofs 1970 „Den Opfern der Gewalt und Vertreibung aus Schlackenwehrt 1945–1946.“ Siehe Ostrov nad Ohří. Rastatt Gedenkstein auf dem Waldfriedhof, Wappen von zehn Landsmannschaften und dem BdV. 1996 „Den Toten unserer Heimat. In Erinnerung an Deportation, Flucht und Vertreibung 1945–1996. Vergessen ist schlimmer als der Tod.“ Rastatt Gedenktafel im Rathaus „Am 7.6.1969 hat die Stadt Rastatt die Patenschaft über die 1945/46 vertriebenen Deutschen aus der Stadt Schlackenwerth/Böhmen, der Heimat unserer badischen Markgräfin Sibylla Augusta (1675-1733), übernommen. Seitdem ist Rastatt der Treffpunkt für die Schlackenwerther. Die Stadt Rastatt bemüht sich, geistiger Mittelpunkt der Schlackenwerther zu sein und deren deutsches Kulturerbe zu fördern und zu pflegen.“ Siehe Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg. Rastatt Mühlstein aus der Zeit von Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg 1975 Richtungen zu den Partnerstädten und zur Patenstadt Schlackenwerth in Böhmen Reilingen Ostkreuz auf dem Friedhof 1954 „Das sind die schwersten Stunden in der Welt, wenn einer ohne Heimat Heimkehr hält, wenn einer ohne Heimat im Gebet, ...“ 130px Remseck am Neckar Friedhof in Aldingen, Gedenkstein „Zum Gedenken ihrer Toten, denen die ihre Heimat verloren.“ Remshalden Gedenktafel in Geradstetten, 6 Landsmannschaftswappen. „Vertreibung aus dem Osten 1945. Recht auf Heimat.“ Reutlingen Römerschanz-Friedhof, Mahnmal: Wappen von Ostpreußen, Danzig, Westpreußen, Pommern, Schlesien, Oberschlesien, Memelland, Sudetenland, Donauschwaben und Brandenburg. 1984/2001 „Unvergessene Heimat.“ Reutlingen ebendort, Gedenkstein der Gemeinde Neu-Pasua 1976 „Unseren Toten Neu-Pasua 1790–1945. Vergesset unser nicht.“ – „Den Toten der Heimat, der Vertreibung, der neuen Heimat.“ Reutlingen ebendort, Gedenkstein der Gemeinde Sackelhausen 1980 „Sackelhausen Banat. Unseren Gefallenen, Vermißten, Verstorbenen zum Gedenken.“ Reutlingen ebendort, Gedenkstein der Gemeinde Franzfeld 1973 „Den Toten der Heimat (1940-1948).“ Von den 5793 Einwohnern kamen 1216 in Lagern um. Rheinfelden (Baden) Gedenktafel am Fuße des Ehrenmals für die Opfer beider Weltkriege auf dem Friedhof 1954 „Den Gefallenen und Vermißten unserer Bürger aus dem deutschen Osten.“ Rheinfelden Gedenkstein auf dem städtischen Friedhof 1955 „Zum Gedenken unserer Toten im deutschen Osten, derer Gräber für uns unerreichbar sind.“ Rheinfelden Gedenktafel neben dem Eingang zu St. Gallus (Rheinfelden-Warmbach) 1952/1954 „Den Gefallenen und Toten aus unserem deutschen Osten zum Gedenken. Den Lebenden zur Mahnung.“ Rosenberg (Württemberg) Gedenkkreuz in Hohenberg 1954 „Zur Ehre unserer Toten und Helden unserer verlassenen Heimat 1954.“ 130px Rottenburg am Neckar Gedächtniskapelle in der Kuranlage von Bad Niedernau, geweiht von Georg Moser: Donauschwaben, Vojvodina; Erde von Massengräbern (Hodschag, Filipowa, Gakovo) 1979 150px Rottenburg am Neckar Liebfrauenhöhe in Ergenzingen, Gedenkstein für die Kriegsopfer der Donauschwaben „Die LM Donauschwaben ihren Kriegsopfern 1939–1945.“ Salach Südmährer-Kreuz auf dem Friedhof 1950 Schelklingen Mahnmal auf dem Weg zum Hohlen Felsen 1955–1980 Inschrift auf dem zentralen Mahnstein: "Wir fordern unsere Heimat". Weitere Mahnsteine zeigen die Wappen und Namen ehemalig reichsdeutscher Gebiete. Hintergrund: „11 750 000 Deutsche wurden aus ihrer Heimat vertrieben. 2 200 000 verloren hierbei ihr Leben, darunter tausende Deutsche aus Russland. In Baden-Württemberg fanden 1 700 000 Vertriebene eine neue Heimat. Sie haben mitgewirkt am Wiederaufbau dieses Landes.“ Schönaich Friedhof, Gedenkstein für MiletitschTafel in Miletitsch (Donauschwäbische Kulturstiftung) 1973 Schorndorf Gedenkstätte hinter der Aussegnungshalle auf dem Neuen Friedhof: Auszug aus der Charta der deutschen Heimatvertriebenen 1981 Schramberg Gedenkkreuz am Bismarckplatz 1955 Schuttertal Modoscher GedenksteinSchuttertal, Patengemeinde der Modoscher Heimatortsgemeinschaft aus dem jugoslawischen Banat 1974 Schwäbisch Gmünd Brünner Gedenkbrunnen, ursprünglich in der Postgasse, seit 1999 in der Oberbettringer Straße (Eingang städtischer Bauhof) 1974 130px Schwäbisch Gmünd Gedenkstätte des BdV auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof 1989 130px Schwäbisch Gmünd Dreifaltigkeitsfriedhof 1955 Ostlandkreuz Schwäbisch Gmünd Gedenkstein am Rechberg in Rechberg (Schwäbisch Gmünd): Neueigen und Groß Dittersdorf im Landkreis Bärn, Oderquelle 1988 Schwäbisch Gmünd Ostlandkreuz, Friedhof in Großdeinbach 1962 Schwäbisch Gmünd Parkanlage in der Stadtmitte, Bildstock „Weiße Marterl von Brünn“ 1988 „Zum Dank an die Gottesmutter Maria für die Errettung aus der Not des Jahres 1945. Die Deutschen aus Brünn und der Sprachinsel.“ – „Dieser Bildstock ist ein Dank an die neue Heimat und die Patenstadt.“ , Schwäbisch Gmünd Gedenktafel im Heilig-Kreuz-Münster „Dem Gedenken unserer Toten in Brünn und den Opfern auf dem schweren Weg in eine neue Heimat. Bruna, Heimatverband der Brünner.“ 130px Schwäbisch Gmünd Gedenktafel am Kulturhaus „Prediger“, Patenschaft Brünn Schwäbisch Gmünd Friedhof in Herlikofen „Wir gedenken jener in Glaserhau-Slowakei am 21.9.1944 <von Partisanen erschossenen> 187 Männer“ Schwäbisch Hall Waldfriedhof an der B 14 Richtung Stuttgart, Gedenkstätte: Rondell mit Dornenkrone 1983 Schwieberdingen Aussegnungshalle des Friedhofs: Gedenktafel mit Relief „Den Toten der Heimat und in aller Welt, den Opfern der Kriege, Vertreibung und Gewalt aus Stanischitsch.“ Siehe Stanišić (Sombor). Sigmaringen Zollerfels, Ostlandkreuz und 8 Gedenkplatten 1953 „Danzig, Westpreußen–Baltikum, Wartheland–Memelland, Ostpreußen–Schlesien, Sudetenland–Pommern, Ostbrandenburg–Banat, Zips, Siebenbürgen–Batschka, Syrmien, Schwäbische Türkei, Buchenland–Bessarabien.“ Sigmaringen Brenzkofer Berg, Gedenkstein beim Ostlandkreuz 1976 „Der Heimat die Treue. 1945–1948 Vertreibung der Deutschen aus Baltikum, Danzig, Wartheland, Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Ostbrandenburg, Memelland, Schlesien, Sudetenland, Galizien, Zips, Buchenland, Bessarabien, Batschka, Banat, Siebenbürgen, Syrmien, Schwäbischer Türkei.“ Sindelfingen Haus und Gedenkstätte der Donauschwaben 1982 aller Donauschwaben Museum und Archiv Bibliothek
Ahnenforschung
sämtl. Gedenktafeln aller Heimatortsgemeinschaften
s. auch Ulm am Donauufer Sindelfingen Burghaldenfriedhof, Goldberg, St. Maria: Heimatgedächtniskapelle (1949), Holzkreuz (1953), Gedenktafel (1982) Sindelfingen Ehrenmal auf dem alten Friedhof in Darmsheim 1980 „Gefallene und Vermißte Neuhauer-Slowakei, des Zweiten Weltkrieges 1939-1945.“ Sinsheim Friedhof, Ostlandkreuz mit Stein 1949/1975 „Den Toten der fernen Heimat, sie ruhen in: Schlesien, Sudetenland, Ost- und Westpreußen, Danzig, Baltikum, Pommern, Weichsel-Warthe-Raum, Karpaten-Donau-Raum, Bessarabien, Schwarzmeerraum.“Speyer Spraitbach Friedhof bei der katholischen Kirche, Mahnmal 1964 Steinheim am Albuch Friedhof, Mahnkreuz der Gemeinde Neudorf (Batschka) Steinheim an der Murr Gedenkkreuz bei der Grund- und Hauptschule: Patenschaft für Kotenburg und Christianberg im Böhmerwald 1957 Steinheim an der Murr Gedenkstein auf dem Friedhof, Patenschaft Christianberg 1986 Steinheim an der Murr Gedenk- und Entfernungsstein für Sárvár und Christianberg bei der Blankensteinschule 1991 Stockach Loreto-Friedhof, Gedenkstein, Wappen von Ostpreußen, Schlesien, Danzig, Pommern, Sudetenland 1989 „Den Lebenden zur Mahnung. Den millionenfachen Opfern durch die Vertreibung Deutscher aus angestammten Heimat 1945–1946 zum ehrenden Gedenken.“ Stuttgart Neues Schloss, Gedenktafel 2002 „Verständigung statt Vertreibung, Versöhnung statt Vergeltung. Im Angesicht der Verheerungen von Krieg und Vertreibung wurde von den deutschen Heimatvertriebenen und Flüchtlingen am 06. August 1950 vor den Ruinen des Neuen Schlosses die Charta der deutschen Heimatvertriebenen öffentlich verkündet. Aus ihrer leidvollen Erfahrung soll künftigen Generationen ein geeintes Europa, weltweite Verständigung und ein international anerkanntes Menschen- und Heimatrecht erwachsen.“ 130px Stuttgart Kurpark Bad Cannstatt, Denkmal: Vollständiger Text der Charta der deutschen Heimatvertriebenen. Bronzeskulptur von Ingrid Seddig aus Stolp 1986 130px|rechts Stuttgart Büsnau, Gedenkstein 1982 „In Erinnerung an die im Jahre 1940 erfolgte Rückführung der im 18. und 19. Jahrhundert in die Bukowina ausgewanderten Deutschen, an das dort geleistete Aufbauwerk und an die Gründer der Siedlung der Buchenlanddeutschen in Stuttgart-Büsnau 1946. Zum Gedenken an die gefallenen Buchenländer beider Weltkriege, an die Toten und Vermißten der Vertreibung, Flucht und Verschleppung. Gestiftet von der Landsmannschaft der Buchenland-Deutschen.“ Stuttgart Rot, Erinnerungsstein Ecke Haldenrainstraße/Erlingheimer Straße, Wappen von Schlesien, Ostpreußen, Donauschwaben, Sudetenland, Deutsch-Balten, Russlanddeutschen, Oberschlesien, Memelland, Weichsel-Warthe, Bund der Danziger, Pommern, Karpaten, Siebenbürgen, Bessarabien, Buchenland 1994 „In Erinnerung an unsere alte Heimat danken wir für ein neues Zuhause in Stuttgart-Rot.“ Stuttgart Friedhof Zuffenhausen, Gedenkstätte: Wappentafeln von Schlesien, Ostpreußen, Sudetenland, Donauschwaben 1987 Triberg im Schwarzwald Gedenktafel in der Krypta des Ehrenmals auf dem Hoheneck. Wappen von Pommern, Westpreußen, Ostpreußen, Danzig; Sudetenland, Niederschlesien, Oberschlesien, Donauschwaben. 1961 „In den Kämpfen des 2.Weltkrieges 1939/45 und während der Besetzung der deutschen Ostgebiete, sowie bei der Verschleppung und Vertreibung aus der angestammten Heimat 1945/49 gaben 64 Angehörige der in Triberg ansässigen Heimatvertriebenen ihr Leben für Deutschland.“ Tuttlingen Alter Friedhof, Mahnmal der Vertriebenen (Memelland, Ostpreußen, Westpreußen, Danzig, Pommern, Brandenburg, Schlesien, Wartheland, Sudetenland, Donauschwaben, Siebenbürgen) 1956 „Wo unsere Toten ruhn liegt unsere Heimat. Wo wir unsere Toten ehren liegt unsere Würde. Unseren in der Heimat Verstorbenen und den Opfern der Vertreibung zum Gedächtnis. Die Heimatvertriebenen.“ Tuttlingen in der Nähe vom Bahnhof Tuttlingen, Wegweiser nach Königsberg (Preußen), Stettin, Breslau und Eger 130px Überlingen Gedenkstein in der Grünanlage gegenüber vom Rosengarten/Amtsgericht, Wappen von Ostpreußen, Pommern, Danzig, Schlesien, Sudetenland, Überlingen. 1976 „Die Toten mahnen die in Freiheit Lebenden zum Gedenken an die Toten der Vertreibung 1945/46 und die Opfer an Mauer und Stacheldraht.“ Uhingen Gedenkkreuz auf dem Friedhof 1956/1972 „Den Toten der Heimat.“UlmDonauschwäbisches Zentral Museum des Weltdachverbandes der Donauschwaben