Diese Teilliste enthält die Denkmäler im Gebiet der ehemaligen Immunität Michaelsberg gemäß der Aufteilung der Buchreihe Die Kunstdenkmäler von Bayern. Die ehemalige Immunität Michaelsberg umfasst folgende Plätze und Straßen: Abtsberg, Abt-Wolfram-Ring, Am Leintritt, An der Kettenstraße, Andreas-Lang-Steig, Bamberger Weg, Buttenweg, Ethalweg, Ezzostraße, Frutolfstraße, Gumboldsleite, Maienbrunnen, Michelsberg, Multerweg, Ottobrunnen, Ottoplatz, Peter-Schneider-Straße, Rothofweg, Sankt-Getreu-Straße, Schweinfurter Straße, Storchsgasse, Ziegelhof.

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Baudenkmäler in der ehemaligen Immunität Michaelsberg Ehemalige Benediktinerabtei St. Michael mini|250px|Kloster Michaelsberg, Ansicht von der Altenburg 2014 mini|250px|Kloster Michaelsberg, Ansicht von der Villa Remeis 2015 Die Ehemalige Benediktinerabtei St. Michael () (Bilder) wurde 1015 gegründet und 1803 säkularisiert. Darin befindet sich jetzt ein städtisches Altersheim. Die auf ein Hügelkuppe errichtete Anlage mit Sandsteinquaderbauten besteht aus Kirche, Konventsgebäuden, Wirtschaftshof und Gartenanlagen. Ehemalige Klosterkirche (Bilder), dreischiffige Basilika über Kreuzgrundriss, mit Satteldach und Pultdächern über den Seitenschiffen, nach Westen Doppelturmfront mit Spitzhelmen und vorgeblendeter Fassade in frühbarocken Formen über Freitreppe mit aufwendiger hochbarocker Terrasse, nach Osten Querhaus, mit südlich vorgelagerter ehem. Sepultur unter abgewalmtem Mansarddach (jetzt Heilig-Grab-Kapelle) und von zweigeschossigen Nebenchören flankierter Hauptchor mit polygonalem Abschluss, älteste sichtbare Bauteile Querhaus mit chorus major und chorus minor, romanisch, 1117ff., nachgotischer Chorschluss wohl 1583, Umgestaltung nach Brand (1610) bis 1614 Wiederaufbau der Turmfront durch Georg Niedermaier und Einwölbung des Langhauses durch Lazaro Agostino, Westfassade 1697/98 von Johann Leonhard Dientzenhofer, Freitreppe mit Terrasse 1723/24 von Johann Dientzenhofer nach Model von Johann Ulrich Moesel mit Figuren von Leonhard Gollwitzer, Chorseitenbauten 1725, Sepultur 1729, mit Ausstattung Konventsgebäude, vierflügelige, den annähernd quadratischen Kreuzhof bildende Anlage, dem Nordseitenschiff angefügter zweigeschossiger Novizenflügel, mit Westfront und Querhaus fluchtende Seitenflügel, dreigeschossig mit Satteldächern, nördlicher Hauptflügel dreigeschossig mit Walmdach, 1696–1702 von Johann Leonhard und ab 1707–1713 von Johann Dientzenhofer Vorhofumbauung mit Hof- und Wirtschaftsgebäuden auf zur Kirche hin ansteigendem Gelände: sog. Neue Abtei- und Kanzlei, südlich an die Turmfront der Kirche gefügt, kurzer dreigeschossiger Verbindungsbau mit Satteldach und dreigeschossiger Pavillon mit Mansardwalmdach, rechtwinklig daran anschließend Dreiflügelanlage aus südlichem Kanzleiflügel, westlichem Torhausflügel und nördlichem Brauereiflügel, zweigeschossige Satteldachbauten, im Westen auf hohem Sockelgeschoss, Pavillon 1726/27, übrige Bauten mit Satteldach und Ziegeldeckung 1739–1743/44 nach Plänen von Justus Heinrich Dientzenhofer (mit Korrekturen durch Balthasar Neumann 1742), Bildhauerarbeiten von Johann Peter Benkert Merkurbrunnen, im Vorhof, Sandsteinbecken, 1710 von Johann Dientzenhofer, Brunnenfigur, Merkur, Werkstatt des Nikolaus Resch 1699 Mittelalterliche Klosterbefestigung, Rest eines Mauerturms mit einem kurzen Mauerstück, nordöstlich der Stirnseite des nördlichen Wirtschaftsflügels Konventsgarten und obere Abteigärten 1711–1731 neu gestaltet bzw. angelegt, durch Mauern und Terrassierung gegeneinander und zum Ostplateau und zur Orangerieterrasse abgegrenzt Unterer Abtsgarten, Reuthersberggarten, Orangerieterrasse und Ostplateau mit Einbauten vgl. Erweiterung der Gartenanlagen von St. Michael bis zur Unteren Sandstraße Ehemals zugehöriger Ziegelhof mit Nebengebäuden siehe Michaelsberg 37, Ziegelhof und Ottobrunnen 1 Adresse: Michelsberg 10, 10b, 10 c, 10 d, 10e, 10f. Aktennummer: D-4-61-000-1012.

Erweiterung der Gartenanlagen des Klosters Michaelsberg mini|250px|Benediktinerweg, südöstlicher Pavillon, Delfinbrunnen, 2015 Erweiterung der Gartenanlagen von St. Michael (Michaelsberg 10) () (Bilder) bis zur Unteren Sandstraße, Orangerieterrasse, Unterer Abtsgarten und Reuthersberggarten, mit Terrassierung, Mauern, Pavillons und Brunnen, Umfassungsmauern und drei Gartenpavillons am späteren Unteren Abteigarten und am Reuthersberg unter Abt Ludwig Dietz durch Balthasar Neumann, Johann Jakob Michael Küchel und Conrad Fink 1745–1752 errichtet, Gartenterrassen und hangparalleler Lindenallee auf dem Ostplateau unter Abt Gallus Brockard zwischen 1759 und 1767 von Gärtner Leopold Lieseneck vollendet, Plateaugarten im 19. Jahrhundert mehrfach umgestaltet Umgrenzungsmauer des Unteren Abtsgartens über der Unteren Sandstraße durch Gartenpavillons an den Ecken nach Norden und Süden betont, 1745–1752 Sogenanntes Glashaus, Gewächshaus bzw. Orangerie, Sandsteinquaderbau mit Walmdächern aus hohem, breitem Mittelbau und niedrigen kurzen Seitenflügeln, Südfront verglast, 1746/47 Südöstlicher Pavillon am Unteren Abtsberg, zweigeschossiger oktogonaler Sandsteinquaderbau mit Schweifkuppel, 1744, Conrad Fink zugeschrieben Vom gleichen Architekten im gleichen Typus der nordöstliche Pavillon am Unteren Abtsberg, 1745/46 Unterer Pavillon im Reuthersberggarten, Sandsteinquaderbau auf querrechteckigem Grundriss, geschweiftes Walmdach, gartenseitig eingeschossig, durch Aufsetzern auf die Böschungsmauer zum Sand zweigeschossig, 1751/52, Conrad Fink zugeschrieben, Wappen des Abts Ludwig Dietz von Johann Ludwig Reuß Delphinbrunnen, auf der Mittelachse der Terrassen des Unteren Abtsgartens, Sandsteinbecken, Brunnensockel mit Delphinskulptur, spätestens 1767 Trennmauer zwischen Unterem Abts- und Reuthersberggarten, vom nördlichen Gartenpavillon zum Ostplateau, Mitte 18. Jahrhundert Mauer mit Tor vom Ostplateau zum Orangerieterrassen bzw. zum Konventsgarten und zum Oberen Abtsgarten, Mitte 18. Jahrhundert Abschrankung zwischen ehemaligem Küchengarten und Ostplateau, sechs Sandsteinpfeiler mit gusseisernem Tor, um 1800 Künstliche Ruine vor der Südmauer (siehe Ottoplatz 1) Klassizistischer Brunnen zur Unteren Sandstraße vor der Gartenmauer (siehe Hofwaschbrunnen) Adresse: Michelsberg 10 d, 10e, Untere Sandstraße 51, 52. Aktennummer: D-4-61-000-700.

Ziegelhof Das ehemalige Gut Bubengereuth war später Ziegelhof () (Bilder) von St. Michael. Der Altbestand der Ziegelhofumbauung auf Winkelgrundriss, 15.–18. Jahrhundert umfasst folgende Gebäude. Ehemaliger Torbau (Michaelsberg 37), zweigeschossiger Satteldachbau, mit Durchfahrt, südlich Ladeneinbau, massiv und Fachwerk, verputzt, Erdgeschoss im Kern spätmittelalterlich, Obergeschoss um 1600 und Ende 17. Jahrhundert beim Neubau von Ziegelhof 1 mit dessen straßenseitiger Erdgeschossmauer 1956 stark überformt Im Winkel angebautes Eckwohnhaus (St.-Getreu-Straße 2), langgestreckter zweigeschossiger Putzbau, traufständig mit Satteldach, Massivbau, zweite Hälfte 17. Jahrhundert. Am Eck Figurennische mit Darstellung des Schmerzensmanns, Typus des Erbärmdechristus in rechteckiger Stabwerkrahmennische, Sandstein, spätgotisch, frühes 16. Jahrhundert, darunter in gleicher Breite rechteckige Schrifttafel mit Rollwerkrahmung, bezeichnet „1649“ Wohl gleichzeitig und vom gleichen Bautyp das in der gleichen Straßenflucht anschließende Wohnhaus (St.-Getreu-Straße 4) Ehemalige Schafscheune, eingeschossiger Satteldachbau, mit traufseitiger Einfahrt unter Aufzugsgaube, Bruchstein verputzt, mit Fachwerkgiebeln, 1731 Ehemaliges klösterliches Waschhaus (Ziegelhof 4), auf der Stützmauer zum Ottobrunnen aufsitzender Bau, zweigeschossig, Nordseite als Sandsteinquaderfront mit Mansarddach, Südseite massiv mit Fachwerkobergeschoss und Satteldach, 1718, 1951/52 Einbau von Wohnungen Scheune unterhalb des Ziegelhofs siehe Ottobrunnen 1 Adresse: Michelsberg 37, St.-Getreu-Straße 4, 2, Nähe Ziegelhof, Ziegelhof 4. Aktennummer: D-4-61-000-1020.

Kreuzweg des Heinrich Marschalk von Ebneth zu Rauheneck von St. Elisabeth nach St. Getreu Acht Stationen von der Elisabethkirche über die Aufseßstraße zur Benediktinerpropstei St. Getreu, sechs querrechteckige Sandsteinreliefs, die siebte Station in der als Heilig-Grab-Kapelle ausgestatteten ersten, nördlichen Langhauskapelle der Propsteikirche St. Getreu, 1503 von Heinrich Marschalk von Ebneth zu Raueneck gestiftet, Kreuzigungsgruppe und Heiliges Grab heute in der Kirche St. Getreu; vgl. ferner das in enger Beziehung zum Kreuzweg stehende Schmerzensmannrelief an St.-Getreu-Straße 2. Die erste Kreuzwegstation befindet sich im Gebiet der ehemaligen Bürgerlichen Bergstadt.

Abtsberg

Aufseßstraße

Gumboldsleite

Maienbrunnen

Michelsberg

Ottobrunnen

Ottoplatz

Sankt-Getreu-Straße

Schweinfurter Straße

Storchsgasse

Ziegelhof

Anmerkungen

Literatur

Die Kunstdenkmäler von Oberfranken in Die Kunstdenkmäler von Bayern 5,2: Stadt Bamberg 3, Immunitäten der Bergstadt, 2. Viertelband: Kaulberg, Matern und Sutte. Bearbeitet von Tilmann Breuer, Reinhard Gutbier und Christine Kippes-Bösche, 2003, ISBN 3-422-03090-5

Weblinks

Denkmal Bamberg – Mobil nutzbare Seite mit detaillierten Informationen zu Bambergs Denkmälern In dieser Kartenansicht sind Baudenkmäler ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmäler ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Baudenkmäler mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.

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