Schwarzach ist ein Gemeindeteil des Marktes Pyrbaum im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Schwarzach liegt in der Gemarkung Seligenporten.
Geographie Das Dorf befindet sich etwa 4 km südlich von Pyrbaum und rund 500 m südlich von Seligenporten. Die hintere Schwarzach umfließt den Ort von Norden kommend in einem weiten Bogen östlich des Ortes. Im Osten tangiert der Fluss auch die Bebauungsgrenze des Dorfes.
Die Kreisstraße NM 17 verläuft rund 400 m östlich von Schwarzach.
Geschichte Schwarzach wird erstmals in einer Urkunde des Klosters Seligenporten im Jahre 1266 in der Schreibform "in Swarza" genannt. In einer Kurbayerischen Urkunde des Jahres 1285 ist der Ort in der Schreibweise "aput Swartzach" festgehalten.
Die Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat auch die Namensherkunft näher erforscht. Danach setzt sich der Ortsnamen aus dem althochdeutschen Grundwort "aha" für Wasser(lauf) / Fluss und dem althochdeutschen Adjektiv "swarz" für dunkelfarbig / schwarz zusammen. Somit ergibt dies die Namensbedeutung: "(Siedlung am) Fluss, dessen Wasser eine dunkle Farbe aufweist".
Im Jahre 1317 schenkte Kaiser Ludwig der Bayer das Dorf Schwarzach der Deutschordenskommende Nürnberg. Bis dahin war der Ort in Händen von Heinrich von Stein und seines Sohnes Hilpolt. Der Rechtstitel, der dieser Schenkung zu Grunde liegt, war allem Anschein nicht völlig klar, denn in den Jahren 1321 und 1331 musste der Anspruch des Deutschordensamts Postbauer noch von dritter Seite bestätigt werden. Letztmals wurden im Jahre 1429 die Deutschordischen Besitztitel durch die Wolfsteiner bestritten. mini|186x186px|Wappenstein 630 m nordwestlich von Schwarzach Anders als in den Nachbarorten kam es im Jahre 1848 in Schwarzach – im Rahmen der Deutschen Revolution – zu einem größeren Volksaufstand, der u. a. zum Tod des Seligenportner Forstaufsehers führte. Der Aufstand wurde durch eine Schwadron Kgl. Bayrischer Chevauleger, die in Neumarkt stationiert war, niedergeschlagen.
Die mit dem königlichen Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 entstandene Ruralgemeinde Seligenporten, der auch Schwarzach angehörte, wurde am 1. Oktober 1970 – im Rahmen der Bayerischen Gemeindegebietsreform – nach Pyrbaum eingegliedert.
Religion mini|279x279px|Flurkreuz bei Schwarzach Ein erstes Gotteshaus wird durch einen Eintrag in den Kirchenbüchern der Pfarrei Möning des Jahres 1778 nachgewiesen. Dort wird die Anschaffung eines Kreuzwegzyklus erwähnt. Die heute im Ort befindliche katholische Filialkirche Patrona Bavariae wurde im Jahre 1975 errichtet und am 28. September 1975 geweiht. Sie ist als Teil der Pfarrei Möning nunmehr dem Pfarrverband Freystadt zugehörig. Die evangelischen Christen sind der Kirchengemeinde Pyrbaum zugeordnet.
Einwohnerzahl 1871: 230 Einwohner 1925: 258 Einwohner 1950: 266 Einwohner 1987: 296 Einwohner 2015: 311 Einwohner
Vereinsleben Die kleine Ortschaft verfügt (Stand: 2026) über zwei Vereine. Dies sind die Freiwillige Feuerwehr Schwarzach und der Obst- und Gartenbauverein Schwarzach.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ortsteil von Pyrbaum Kategorie:Ersterwähnung 1267 Kategorie:Ort an der Schwarzach (Altmühl)