Merle Wasmuth (* 21. Januar 1988 in Manado, Indonesien) ist eine deutsche Schauspielerin und Sprecherin.

Leben Merle Wasmuth wuchs in Indonesien auf und kam im Alter von 8 Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland. Als 14-jährige Gymnasiastin absolvierte sie ein Berufspraktikum am Kölner Comedia Theater, das ihr Interesse an der Schauspielerei weckte.Interview mit Merle Wasmuth als neues Mitglied des Theaters Dortmund, abgerufen am 20. September 2015 Nachdem Wasmuth von 2004 bis 2007 am Schauspiel Köln gastiert hatte, besuchte sie von 2007 bis 2011 das Max Reinhardt Seminar in Wien, abgerufen am 17. Januar 2023 und wirkte am dortigen Burgtheater von 2009 bis 2011 als Elevin. Von 2013 bis 2019 war sie im Festengagement am Theater Dortmund. Wasmuth spielte in Köln u. a. die Hedwig in Ibsens Wildente, für deren Darstellung sie 2005 eine Nominierung zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres von der Zeitschrift Theater pur erhielt. In einem weiteren Ibsen-Stück verkörperte sie in Ein Volksfeind die Petra Stockmann. Am Burgtheater spielte sie unter anderem in Quai West von Koltès in der Regie von Andrea Breth. Darüber hinaus arbeitete sie unter anderem mit Luc Bondy und Matthias Hartmann, mit letzterem auch bei den Salzburger Festspielen. Bei den Festspielen in Reichenau war sie unter anderem in Arthur Schnitzlers Fräulein Else in der Titelrolle zu sehen. In Dortmund spielte Wasmuth neben anderen Inszenierungen in Der nackte Wahnsinn von Michael Frayn und in Glückliche Tage von Samuel Beckett. In Der Prozess nach Franz Kafka übernahm sie sämtliche Frauenrollen. Auch war sie als Barbara Fortham in Eine Familie (Regie: Sascha Hawemann) zu sehen und in sämtlichen Inszenierungen von Kay Voges, unter anderem in Psychose 4.48 von Sarah Kane und Das goldene Zeitalter.

Eine von Merle Wasmuths ersten Aufgaben vor der Kamera war 2005 eine Rolle in dem Kölner Tatort Erfroren. Weiter sah man sie gastweise bei der SOKO Köln oder den Pfefferkörnern. 2014 stand sie für den Dortmunder Tatort „Schwerelos“ vor der Kamera. Seit 2016 arbeitet sie immer wieder mit dem Regisseur Jan Bonny zusammen. Unter anderem in „Rheingold“, „Wintermärchen“ und in der vierteiligen Webserie „The Horror“, eine Produktion der Bildundtonfabrik. 2018 drehte sie für den neuen Film „All My Loving“ von Edward Berger, der 2019 auf der Berlinale „Panorama“ Premiere feierte. 2014 wirkte Merle Wasmuth unter anderem in dem vom Westdeutschen Rundfunk produzierten Hörspiel Auricula – Ohrwurm des Schreckens unter der Regie von Leonhard Koppelmann mit. Seit 2017 spricht sie vermehrt für das Zeitzeichen und den Stichtag des WDR und ist immer wieder in Features und Hörspielen vertreten. 2017 wirkte sie auch in der Produktion „Die Borderline Prozession“ (Regie: Kay Voges) mit, welche zum 54. Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. 2019 war sie erneut auf dem Berliner Theatertreffen mit der Produktion „Das Internat“ (Regie: Ersan Mondtag) vertreten. 2024 ist sie mit einer durchgehenden Rolle in der ARD-Serie Mord mit Aussicht zu sehen.

Wasmuth lebt in Berlin.

Filmografie (Auswahl) 2005: Das Gespenst von Canterville, Regie: Isabel Kleefeld 2005: Tatort – Erfroren, Regie: Züli Aladag 2006: Mein Leben & Ich – Familienbande, Regie: Richard Huber 2007: Lebenswandel (Kurzfilm), Regie: Stefan Kornatz 2007: Teufelsbraten, Regie: Hermine Hundgeburth 2008, 2016, 2020, 2022: SOKO Köln (Fernsehserie, vier Folgen) 2008: Der Weihnachtswessel (Kurzfilm), Regie: Matthias Müller 2014: Die Pfefferkörner – Kinderkram, Regie: Franziska Hörisch 2015: Tatort – Schwerelos, Regie: Züli Aladag 2016: Rheingold, Regie: Jan Bonny 2017: Heldt – Täuschungen, Regie: Sascha Thiel 2017: Fremde, Regie: Tim Dünschede 2018: Das Rote Rad, Regie: Nicolas Ehret 2018: Ein Anderer, Regie: Julia Schubeius 2018: I grew a statue, Regie: Aaron Arens 2018: Endlich Leben, Regie: Jan Bonny 2018: The Horror mit Get Well Soon (Fernsehserie, zwei Folgen), Regie: Jan Bonny 2018: Wintermärchen, Regie: Jan Bonny 2019: All My Loving, Regie: Edward Berger 2019: Wir wären andere Menschen, Regie: Jan Bonny 2020: WaPo Bodensee: Schande 2021: Merz gegen Merz (5 Episoden), Regie: Jan Markus Linhof, Felix Stienz 2022: Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei – Schutzlos, Regie: Darius Simaifar, Franco Tozza 2023: Der Staatsanwalt – Kontrollverlust, Regie: Martin Kinkel 2023: SOKO Hamburg – Die letzte Beichte 2023: WaPo Duisburg – Treibgut, Regie: Ozan Mermer 2023: Eher fliegen hier UFOs, Regie: Ingo Haeb, Gina Wenzel 2023: One for the Road 2024: Lange nicht gesehen (Kurzfilm) 2024: Mord mit Aussicht (Fernsehserie, 10 Folgen) 2026: Alpentod – Ein Bergland-Krimi: Tiefe Schluchten (Fernsehreihe)

Auszeichnungen und Nominierungen 2019: Einladung zum 56. Berliner Theatertreffen mit „Das Internat“ 2019: Nominierung bester mittellanger Film „I grew a statue“ auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2019: Nominierung bester mittellanger Film „Das rote Rad“ auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2017: Einladung zum 54. Berliner Theatertreffen mit „Die Borderline Prozession“ 2017: Schauspielerpreis Dortmund für herausragende Leistung 2016/2017 2016: Nominierung „beste Nachwuchsschauspielerin“ Theater heute 2016: Kritikerumfrage NRW „Die Welt“ beste Schauspielerin 2016: Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler in der Sparte Theater: Regie, Schauspiel, Gesang, Tanz, Bühnenbild 2015: Schauspielerpreis Dortmund

Weblinks

Merle Wasmuth Interview auf YouTube Internetseite von Merle Wasmuth

Einzelnachweise

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