Silke Sommer (* 24. August in Dortmund) ist eine deutsche Kostümbildnerin, die seit den 1990er Jahren sowohl Kino- und Fernsehfilme als auch Theater- und Kunstprojekte ausstattet.
Leben Silke Sommer wuchs in Dortmund auf. Ihre Eltern waren Geschäftsinhaber von Kostümwerkstätten, die seit 1864 in Familientradition geführt wurden, und internationale Ausstattungen für Oper und Film kreierten. Sie absolvierte Ausbildungen als Schneiderin und Hutmacherin und volontierte in der Kostümdirektion der Deutschen Oper Berlin. Später absolvierte sie ihr Diplom an der Universität der Künste Berlin. Unter anderem arbeitete sie mit Stefan Krohmer, Marc Rothemund, Omer Fast, Maleonn und Maurice Bejart. Mit dem Regisseur Dustin Loose verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit. Sie drehte bisher unter anderem in China, Russland, Iran, Italien, Spanien, Frankreich, Österreich, Niederlande, Belgien und der Schweiz.
Den Deutschen Fernsehpreis für Kostümbild erhielt sie 1999 für ihre Arbeit bei dem Film Die Bubi-Scholz-Story. Weitere Filme, in denen sie für das Kostümbild verantwortlich war, wurden ausgezeichnet, u. a. mit dem Bernd Burgemeister Fernsehpreis (Die Nichte des Polizisten, 2026 und Riskante Patienten, 2012), dem Goldenen Spatz (Groupies bleiben nicht zum Frühstück, 2011), dem Grimme-Preis in Gold (Die Nichte des Polizisten, 2026; Familienkreise, 2004 und Ende der Saison, 2002) sowie dem Filmfestival Max-Ophüls-Preis (Mein erstes Wunder, 2003).
2015 wurde Silke Sommer in die Wettbewerbsjury des Internationalen Studentenfilmfestival Sehsüchte an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg berufen. Silke Sommer ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und lebt in Berlin.
Filmografie
Weblinks Homepage
Einzelnachweise
Kategorie:Kostümbildner (Deutschland) Kategorie:Person (Film, Dortmund) Kategorie:Frau Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert