mini|Abt Johannes Eckert in der Benediktinerabtei St. Bonifaz, München (2008) Johannes Eckert OSB (* 23. März 1969 in Mosbach; eigentlich Claudius Josef Eckert) ist ein deutscher Benediktiner, Ordenspriester und seit 2003 Abt der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs.
Leben Claudius Eckert studierte nach Abitur und Zivildienst an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Katholische Theologie. Im Herbst 1993 trat er in die Abtei St. Bonifaz ein und bekam den Ordensnamen Johannes. 1999 wurde Johannes Eckert mit einer Arbeit zum Thema: Dienen statt Herrschen. Unternehmenskultur und Ordensspiritualität: Begegnungen, Herausforderungen, Anregungen zum Doktor der katholischen Theologie promoviert. In dieser Arbeit vergleicht er die Unternehmenskultur bei BMW, wo er als Werkstudent arbeitete, mit der Ordensspiritualität der Bayerischen Benediktinerkongregation.
Am 10. Juni 2000 wurde Johannes Eckert in Andechs durch den Bischof von Augsburg, Viktor Josef Dammertz, OSB, zum Priester geweiht. Bis 2002 war er Kaplan der Pfarreien St. Vitus (Erling – Andechs) und St. Johann Baptist (Machtlfing), wo er am 1. Dezember 2002 Pfarrer wurde.
Am 23. Juli 2003 wurde Johannes Eckert durch die Konvente der Klöster St. Bonifaz und Andechs zum Abt mit einer Amtszeit von zwölf Jahren gewählt. Er trat die Nachfolge von Odilo Lechner an, der aus Altersgründen zurückgetreten war. Dabei setzte er sich gegen den in der Öffentlichkeit bekannteren damaligen Prior von Andechs und Cellerar von St. Bonifaz, Anselm Bilgri, durch. Nach seiner Wahl zum Abt kam es zu Auseinandersetzungen um die Führung der Wirtschaftsbetriebe in und um Kloster Andechs. In Folge bat Bilgri um ein Sabbatjahr, von dem er allerdings nicht mehr ins Kloster zurückkehrte.Eintrag zu Anselm Bilgri auf orden-online.de Am 10. Februar 2015 wurde Eckert für weitere zwölf Jahre als Abt bestätigt.Johannes Eckert bleibt Abt von St. Bonifaz und Kloster Andechs, Welt Online, 10. Februar 2015, abgerufen am 11. Februar 2015.
Sein Wahlspruch als Abt lautet Diligere ex toto corde (lateinisch: Aus ganzem Herzen lieben).
2009 wurde Eckert vom Generalkapitel der Bayerischen Benediktinerkongregation zu einem der beiden Consiliaräbte des Abtpräses Barnabas Bögle gewählt.
Johannes Eckert ist Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindungen KDStV Tuiskonia München im CV, K.B.St.V. Rhaetia München und K.St.V. Ottonia München im KV.
Eckert sprach sich trotz der kirchlichen Klarstellung in Ordinatio sacerdotalis wiederholt für die Einführung des Frauenpriestertums in der römisch-katholischen Kirche aus.
2019 wurde er vom Bayerischen Ministerpräsidenten mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Werke
; Taschenbuchausgabe: Im Heute leben. Kraft schöpfen aus dem Lukas-Evangelium. Herder, Freiburg im Breisgau 2020, ISBN 978-3-451-03190-8.
Johannes Eckert: Grenzenlos frei. Ermutigungen aus der Apostelgeschichte. Herder, Freiburg im Breisgau 2024, ISBN 978-3-451-39566-6. Johannes Eckert: Suche Frieden und jage ihm nach. Die Botschaft des heiligen Benedikt für uns heute. Herder, Freiburg im Breisgau 2025, ISBN 978-3-451-03588-3.
Weblinks
Abt Johannes Eckert auf www.sankt-bonifaz.de
Einzelnachweise
Kategorie:Abt (St. Bonifaz München) Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (21. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert) Kategorie:Korporierter im CV Kategorie:Korporierter im KV Kategorie:Korporierter in der K.B.St.V. Rhaetia zu München Kategorie:Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1969 Kategorie:Mann