mini|Aenne Nau (rechts) mit Monika Söhnel und Rolf-Dieter Wachsmuth in Der Parasit am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1973/74) Aenne Nau (* Dezember 1909 in Frankfurt am Main; † 31. Juli 1991Blog ihres Enkels, abgerufen am 14. September 2015) war eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.
Leben Aenne Nau verbrachte einen großen Teil ihrer Kindheit auf dem der Familie von Klitzing gehörenden Gut Dziembowo bei Schneidemühl, wo einer ihrer Großväter als Verwalter tätig war. Mit 16 Jahren begann sie ihre künstlerische Ausbildung an einer Schauspielschule in ihrer Geburtsstadt. Bis zur Schließung aller deutschen Theater während des Zweiten Weltkrieges trat Nau u. a. an einem Armeetheater in Metz auf und hatte Engagements an verschiedenen Bühnen im Osten Deutschlands, zuletzt in Rostock am dortigen Stadttheater. Eine Zeit lang arbeitete sie in einer Rostocker Arztpraxis, bis sie mit ihrer Mutter vor der heranrückenden Roten Armee zu Verwandten nach Nienburg an der Weser floh.
Nach dem Krieg spielte Nau am Theater Oberhausen, wo sie ihren späteren Ehemann, den Schauspieler Ludwig Hayn (1903–1954), kennenlernte, den sie 1952 heiratete. Hayn starb kurz vor der Geburt der gemeinsamen Tochter an Krebs. Ferner war sie am Hessischen Staatstheater Wiesbaden verpflichtet.Website von Hanno Lunin, abgerufen am 8. Oktober 2015
Bereits über 60-jährig gab Aenne Nau ihr Kameradebüt, nämlich 1970 in einer Folge der Dokumentarreihe Recht oder Unrecht. Es folgten weitere Rollen in Serien wie Anderland, Ein Fall für zwei oder Mit Leib und Seele. Einen größeren Bekanntheitsgrad erlangte Nau 1984 an der Seite von Liesel Christ in der Serie Bei Mudder Liesl, in der sie in allen Folgen spielte.
Ebenfalls ab den 1970er Jahren wirkte Aenne Nau darüber hinaus in mehreren Hörspielproduktionen verschiedener Rundfunksender mit.
Filmografie 1970: Recht oder Unrecht – Gerechtigkeit für Dettlinger 1973: Florian 1978: Vorsicht! Frisch gewachst! 1979: Liebe, Tod und Heringshäppchen 1979: Max und Traudl (Kurzfilm) 1979: Aktion Abendsonne 1982: Anderland – Oma, ich komme um zwölf Uhr zehn 1982: Unheimliche Geschichten – Der Gruß aus der Fürstengruft 1982: Schlaflose Tage 1983: Datenpanne – Das kann uns nicht passieren 1983: Ein Fall für zwei – Die große Wut des kleinen Paschirbe 1983: Hauptsache: Leben... 1983: Dibbegass Nummer Deckel 1984: Bei Mudder Liesl (13 Folgen) 1984: Tatort – Rubecks Traum 1987: Das runde Ding vom Odenwald 1989: Hessische Geschichten (1 Folge) 1989: Mit Leib und Seele – Die halbe Wahrheit
Hörspiele 1974: Das lachende Mädchen – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz 1978: Aus ungeklärter Ursache – Regie: Hein Bruehl 1979: Bei Notwehr sagt man Gott sei Dank – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz 1980: Trennung oder Ein Anfang von etwas – Regie: Horst H. Vollmer 1980: Keine Panik – Regie: Reiner Schmidt 1981: Ein Puzzlespiel oder Hechts werden besucht – Regie: Horst H. Vollmer 1981: Bettine von Arnim (Monolog als Goethes Mutter) – Regie: Horst H. Vollmer 1983: Das weiße Haus – Regie: Ursula Langrock 1983: Da hab ich aber Angst gehabt – Regie: Peter Liermann 1985: Falle – Regie: Horst H. Vollmer 1985: Sima Qian, Geschichtsschreiber – Regie: Götz Fritsch 1985: Frohe Weihnacht – Regie: Horst H. Vollmer 1986: Todesanzeige – Regie: Alfred Probst 1987: Nullmord – Regie: Walter Adler 1987: Troll-Kata und das vergessene Datum – Regie: Ursula Langrock 1988: Ruhiger Mieter – Regie: Burkhard Schmid 1989: Erzengel Gabriel (Monolog) – Regie: Karl Busch 1989: Die Namen nennen... – Regie: Ulrich Gerhardt 1989: Trilogie der Schuldlosen – Regie: Hans Gerd Krogmann 1989: Ruhestörung – Regie: Bernd Lau
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