Das Kogo Shūi (jap. , „Gesammelte Reste alter Geschichten“) ist eine historische Aufzeichnung des japanischen Inbe-Klan, welche in der frühen Heian-Periode (794–1185) geschrieben wurde. Es wurde 807 von Inbe no Hironari zusammengestellt, der dafür Material verwendete, welches vom Inbe-Klan mündlich über einige Generationen überliefert wurde."Kogo Shūi" in Encyclopedia of Japan (), Tokyo: Shogakukan, 2012. Abgerufen am 30. November 2012."斎部広成" (Inbe no Hironari) in Kokushi Daijiten (), Tokyo: Shogakukan, 2012. Abgerufen am 30. November 2012.

Hintergrund Historisch betrachtet haben sowohl der Inbe- als auch der Nakatomi-Klan lange Zeit religiöse Dienste für den japanischen Hof geleistet. Zu Beginn der Heian-Zeit, gewann der Fujiwara-Klan, der aus dem Nakatomi-Klan hervorging, politische Macht. Dies stärkte den Nakatomi-Klan während der Inbe-Klan geschwächt wurde, was zu Konflikten zwischen den beiden Klans führte.

Hironari, dessen Lebensdaten unbekannt sind, schrieb diesen Text, um die Geschichte zu klären und sowohl die Ansprüche des Inbe-Klans zu legitimieren als auch die Ungerechtigkeit des Nakatomi-Klans und den Niedergang der Inbe darzulegen. Im Jahr 807 präsentierte er das Werk dem Kaiser Heizei."古語拾遺" (Kogo Shūi) in Kokushi Daijiten () Tokyo: Shogakukan, 2012. Abgerufen am 30. November 2012.

Inhalt Der Text besteht aus drei Hauptabschnitten: Die historischen Ereignisse des Klan-Vorfahren Amenofutodama no Mikoto und seinem Enkel Amamito no Mikoto. Eine Beschreibung der nationalen Geschichte von Kaiser Jimmu bis Kaiser Temmu. Elf Punkte der Unzufriedenheit mit dem Nakatomi-Klan und dem Niedergang des Inbe-Klans.

Die ersten beiden Abschnitte dienen als Beweis und Referenz, um den dritten und wichtigsten Abschnitt zu legitimieren.

Wert Die im Kogo Shūi beschriebenen historischen Ereignisse sind nahezu identisch mit jenen, die im Kojiki und Nihon Shoki zu finden sind, den beiden ältesten schriftlichen Historien Japans. Es sind jedoch einige Ereignisse einzig in diesem Text beschrieben, so dass das Kogo Shūi als eine verlässliche Quelle jener japanischen Geschichte dient, die nicht in den nationalen Historien gefunden werden kann.

Linguistisch betrachtet enthält der Text eine große Anzahl von alten Wörtern, die in Man’yōgana geschrieben sind, was ihn zu einer wertvollen Studienquelle des Altjapanischen macht.

Weiterführende Literatur

Siehe auch Takahashi Ujibumi, die Aufzeichnungen des Takahashi-Clans

Weblinks Scans des Manuskripts, Bibliothek der Waseda-Universität Volltext und englische Übersetzung bei der Japanese Historical Text Initiative

Einzelnachweise

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