Dieter Jaßlauk (* 4. März 1934 in Dresden; † 9. Oktober 2019 in Leipzig)Traueranzeige auf trauer-anzeigen.de. Abgerufen am 15. Oktober 2019. war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben Dieter Jaßlauk studierte in Leipzig und begann seine Theaterlaufbahn 1958 in Meiningen, wo er zunächst auf der dortigen Freilichtbühne wirkte und später an das Meininger Theater wechselte. 1970 trat er ein 8-jähriges Engagement am Theater Stralsund an, von wo aus er 1978 an das Schauspiel Leipzig verpflichtet wurde. Dort feierte Jaßlauk 2008 sowohl sein 50-jähriges Bühnenjubiläum als auch seine 30-jährige Zugehörigkeit zum Leipziger Haus. In Leipzig sah man ihn u. a. in Sławomir Mrożeks Tango, er war Paulet in Maria Stuart von Friedrich Schiller und spielte eine Reihe von Shakespearschen Figuren, so den Pater Lorenzo in Romeo und Julia, den Narren in Was ihr wollt, er war Schauspieler und Totengräber in Hamlet oder Nestor in Troilus und Cressida. In Zement von Heiner Müller war er ebenso zu sehen wie in Calderóns Die Tochter der Luft.Pressemitteilung des Schauspiels Leipzig, abgerufen am 17. September 2015

Neben seiner umfangreichen Bühnentätigkeit arbeitete Jaßlauk auch gelegentlich für das Fernsehen. Er spielte Gastrollen in Serien wie SOKO Leipzig, In aller Freundschaft oder Polizeiruf 110. Einen größeren Bekanntheitsgrad erzielte Jaßlauk zwischen 2001 und 2013 in zwölf Tatort-Folgen, in denen er seit 2008 den Inhaber der Pension spielte, in der der Leipziger Kommissar Keppler alias Martin Wuttke sein Domizil hatte.

Daneben war Jaßlauk auch ein gefragter Sprecher in Hörspielen. Zunächst für den Rundfunk der DDR tätig, wirkte er später in zahlreichen Produktionen des Mitteldeutschen Rundfunks mit, u. a. im Jahr 2000 in einer Hörfunkbearbeitung des Romans Die Päpstin von Donna Woolfolk Cross.

Jaßlauk starb im Oktober 2019 im Alter von 85 Jahren in Leipzig.Leipziger Schauspieler Dieter Jaßlauk gestorben mdr.de, abgerufen am 15. Oktober 2019

Filmografie 1974: Polizeiruf 110 – Der Tod des Professors 1993: Morlock – Die Verflechtung 2001: SOKO Leipzig – Flucht nach Fahrplan 2002: In aller Freundschaft – Zwei Mütter – eine Tochter 2002: Weg! 2003: Der Verdacht (Kurzfilm) 2006: Polizeiruf 110 – Bis dass der Tod euch scheidet Tatort 2001: Trübe Wasser 2003: Atlantis 2004: Abseits 2008: Todesstrafe 2008: Ausweglos 2008: Unbestechlich 2009: Mauerblümchen 2009: Falsches Leben 2010: Heimwärts 2010: Schön ist anders 2011: Rendezvous mit dem Tod 2012: Todesschütze 2013: Die Wahrheit stirbt zuerst

Hörspiele 1983: Untersuchungsbefund – Regie: Annegret Berger 1984: Ines kommt nicht nach Hause – Regie: Annegret Berger 1984: Willi und die anderen – Regie: Walter Niklaus 1988: Steckkontakte – Regie: Günter Bormann 1989: Playback – Regie: Günter Bormann 1989: Die Puppe – Regie: Günter Bormann 1993: Die Außenstelle – Regie: Peter Groeger 1993: Die Umbenennung des Feuers – Regie: Walter Niklaus 1995: Frauentags Ende oder Die Rückkehr nach Ubliaduh – Regie: Wolfgang Rindfleisch 1996: Der verschwundene Maestro – Regie: Klaus Zippel 1997: Bauern, Bonzen und Bomben (10. Folge: Verbrannte Finger) – Regie: Jürgen Dluzniewski 1998: Inspektor Jury lichtet den Nebel – Regie: Hans Gerd Krogmann 1999: Gute Genossen – Regie: Peter Groeger 2000: Die Päpstin (5 Teile) – Regie: Walter Niklaus 2002: Wie ich mir Bernd Kirschkes Kopf zerbrach – Regie: Rainer Schwarz 2002: House of God (1. u. 4. Teil) – Regie: Norbert Schaeffer 2005: Der berüchtigte Christian Sporn – Regie: Jörg Jannings 2006: Ein Bär will nach oben – Regie: Irene Schuck 2010: Abschied am Fluss – Regie: Walter Niklaus

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Einzelnachweise

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