Lattenschuppe war eine Fundgrube im Bergrevier Johanngeorgenstadt am Hinteren Fastenberg zwischen Johanngeorgenstadt und Erlabrunn, oberhalb des Täumerhauses und des Steinbaches.
Dieses Bergwerk war im 17. bis ins 19. Jahrhundert in Betrieb und wurde auf der Suche nach Zinn aufgefahren. Der zugehörige tiefe Stolln wurde im Steinbachtal bei 685 m NN angeschlagen. Nach 470 m schaart der zinnführende Gang, auf dem der Stolln aufgefahren wurde, an die Ausläufer des Michael Spates an. Auf diesem baute später die 1,5 km westlich liegende Himmelfahrt Fundgrube Wismut ab. Ab 1823 war sie mit der Grube Neu Oberhaus Sachsen am Rabenberg (Erzgebirge) konsolidiert, ab 1826 zusätzlich mit der Fortuna-Fundgrube bei Breitenbrunn/Erzgeb. In dieser Gemeinde wurde zusätzlich der Kaltwasser-Stolln angekauft.
Die Grube verfügte über ein eigenes Zechenhaus, das jedoch abbrannte. Zusätzlich wurde das Pochwerk der Grube Drei Brüder Gesinnung erworben, das durch Wasser aus dem Überlauf vom Walts-Gotter Pochwerk angetrieben und nach kurzem Gebrauch abgerissen wurde.
In der Grube verunglückten der Steiger Johann Christian Leicht sowie die beiden Bergleute Gottlob Friedrich Unger und Carl Heinrich Förster durch einen Schlammdurchbruch nach einem Gewitter.
Von 1674 bis 1688 wurde neben dem Pochwerk der Lattenschuppe-Fundgrube die Christoph Fundgrube betrieben, in der Zinn abgebaut wurde.
Der frühere Kunstgraben wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert von der Kellerschleiferei genutzt. Die beiden Stolln sowie beide Tagesschächte sind aufgrund ungünstiger geologischer Verhältnisse verbrochen.
Quellen Akten im Bergarchiv Freiberg Grubenrisse im Bergarchiv Freiberg Meilenblätter von Sachsen, Berliner Ausgabe, Bl. 248 von 1791.
Kategorie:Breitenbrunn/Erzgeb. Kategorie:Bergbau (Erzgebirge)