Die griechische Kykladen-Insel Kimolos ( ) bildet zusammen mit Polyegos und einigen unbewohnten Inselchen eine Gemeinde innerhalb der Region Südliche Ägäis.

Lage Kimolos liegt in der südwestlichen Ägäis und wird durch die etwas mehr als einen Kilometer schmale Meerenge von Pollonia (στενό Πολύνι) von der südwestlichen Nachbarinsel Milos getrennt. Die Entfernung nach Sifnos beträgt 12 km nach Nordosten. Die Küstenlinie von Kimolos ist stark zerklüftet, in unmittelbarer Nähe liegen zahlreiche Kleinstinseln und Felsen. Die größte zur Gemeinde Kimolos zählende Insel Polyegos liegt rund 2 km östlich der Meerenge von Pyrgi (στενό Πυργί). Die maximale Länge der nahezu runden Insel beträgt von Südwest nach Nordost 8,5 km, die maximale Breite von Nordwest nach Südost fast 7 km. Die Fläche beträgt 37,426 km². Die höchste Erhebung der Insel bildet der 365 m hohe Paleokastro.Milos, Kimolos, Polyegos/Polyaigos. 10.45. 1:32.000, Anavasi Topo Island Map, 2015, ISBN 978-9-6094-1240-7. (englisch, griechisch) In der Antike wurde die „kimolische Erde“ als HeilmittelJutta Kollesch, Diethard Nickel: Antike Heilkunst. Ausgewählte Texte aus dem medizinischen Schrifttum der Griechen und Römer. Philipp Reclam jun., Leipzig 1979 (= Reclams Universal-Bibliothek. Band 771); 6. Auflage ebenda 1989, ISBN 3-379-00411-1, S. 163 und 203, Anm. 3 (zu Dioskurides, Über Arzneistoffe, Buch II, Kap. 126). verwendet.

Kimolos heute Im Südwesten liegen die Reste einer alten, teilweise versunkenen antiken Stadt auf der jetzigen Insel Agios Andreas.

Die meisten Einwohner der sehr wasserarmen Insel leben immer noch vom Fischfang und der Landwirtschaft. 2007 wurde aufgrund der Wasserarmut höchste Alarmstufe gegeben. Die Insel wurde durch Wasserschiffe versorgt.

Der Tourismus hat auf Kimolos zwar Fuß gefasst, wird aber fast nur im innergriechischen Rahmen betrieben. In den Monaten Juli und August bestehen Unterkunftsengpässe. Vor einigen Jahren wurde die Anlegestelle für die großen Fährschiffe aus Piräus erweitert, so dass die Insel recht zuverlässig angefahren werden kann. Die Verbindung nach Milos (Apollonia) mit einer kleinen Fähre fällt bei höherem Seegang oft aus.

Siedlungen Die Gemeinde zählt 910 Einwohner, die fast ausschließlich im Dorf Kimolos oder Chorio leben.Chorio & the Settlements of Kimolos, Internetpräsenz der Gemeinde Kimolos, englisch Nicht alle der kleineren Siedlungen sind ganzjährig bewohnt.

Einwohnerentwicklung von KimolosEinwohnerzahlen von Kimolos 1920–2001, Griechisches Statistisches Amt ELSTAT, Digitale Bibliothek (griechisch) Name griechischer Name Code 1920 1928 1940 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011 Kimolos 6502000001 1859 1959 1900 1536 1412 1049 740 687 769 837 Agios Nikolaos 6502000004 - 1 0 2 Alyki 6502000005 5 5 18 17 Goupa-Kara 6502000006 - 1 6 11 14 Kalamitsi 6502000007 - 5 7 6 Polyegos 6502000008 10 14 6 4 1 - 0 2 Prassa 6502000010 - 17 4 4 13 Psathi 6502000011 37 23 20 14 19 Gesamt 6502 1859 1959 1911* 1551* 1418 1090 787 728 769 910 * 1940 und 1951: für die Insel Agios Efstathios 1 Bewohner

Zur Gemeinde Kimolos zählen auch die unbewohnten Inseln Agios Georgios, Agios Efstathios und Prasonisi.

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Einzelnachweise

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