Otto Rouvel (* 25. August 1902 in Güstrow; † August 1974Kurzbiographie beim Kulturamt Landeshauptstadt Düsseldorf, zitiert nach einem Nachruf von Emil Fischer in den Düsseldorfer Heften, abgerufen am 10. September 2015) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben Otto Rouvel spielte zu Beginn seiner Laufbahn Schülertheater, später arbeitete er an der Volksbühne Köln. Nach einem Studium der Germanistik sowie der Kunst- und Theaterwissenschaften hatte Rouvel Engagements an den Theatern in Nordhausen und Neuss, sowie 18 Jahre lang an den Städtischen Bühnen FrankfurtOtto Rouvel gestorben, Hamburger Abendblatt vom 23. August 1974, abgerufen am 10. September 2015, wo er u. a. 1971 die Titelfigur in Lessings Nathan der Weise spielte.Christian Huther: Ein Vorurteil gerät ins Wanken, Südkurier vom 1. Juli 2013, abgerufen am 10. September 2015 1958 verpflichtete sich Rouvel ans Schauspielhaus Düsseldorf, wo er neben vielen anderen Inszenierungen in der deutschen Erstaufführung des Musicals Hello, Dolly! und der Uraufführung von Eugène Ionescos Hunger und Durst auf der Bühne standOtto Rouvel in der Datenbank des Deutschen Historischen Museums, abgerufen am 10. September 2015, ferner in der Titelrolle von Harold Pinters Der Hausmeister in der deutschsprachigen Erstaufführung am 29. Oktober 1960. Anfang der 1970er Jahre wechselte Rouvel an das Hamburger Thalia Theater, wo er bis zu seinem Tod unter Vertrag stand. Hier war er u. a. in Tschechows Drama Drei Schwestern und Elektra von Jean Giraudoux zu sehen.

Neben einigen wenigen Arbeiten vor der Kamera war Otto Rouvel seit 1946 ein vielbeschäftigter Sprecher in zahlreichen Hörspielen, überwiegend produziert vom Hessischen und vom Westdeutschen Rundfunk. Hier sprach er wie am Theater die Titelfigur in Nathan der Weise, er war Duncan I. in Macbeth, Orgon in Molières Tartuffe oder John Gabriel Borkman nach Henrik Ibsens gleichnamigem Theaterstück.

Als Rentner in Karl Otto Mühls Rheinpromenade stand Otto Rouvel am 30. Juli 1974 zum letzten Mal auf der Bühne. Er starb im August 1974 an Kreislaufschwäche in Folge einer Operation, kurz bevor das Thalia Theater mit besagtem Stück die Spielzeit 1974/75 eröffnen wollte.

Filmografie 1957: Montserrat 1965: Nun singen sie wieder 1966: Das heilige Experiment 1970: Wie ein Träne im Ozean – Nutzlose Reise 1970: Triumph des Todes oder Das große Massakerspiel

Hörspiele (Auswahl) 1946: Ein Spiel von Tod und Liebe – Regie: Theodor Steiner 1947: Nathan der Weise – Regie: Theodor Steiner 1947: Die Schlacht im Warschauer Ghetto – Regie: Theodor Steiner 1948: Leo Nikolajewitsch Tolstoi – Regie: Alfred Schulz-Escher 1949: Tartuffe – Regie: Theodor Steiner 1949: Das Jahrmarktsfest zu Plundersweiler – Regie: Rudolf Rieth 1950: John Gabriel Borkmann – Regie: Hans Kettler 1950: Und Pippa tanzt! – Regie: Irene Kürschner 1950: Geh nicht nach El Kuwehd oder Der zweifache Tod des Kaufmanns Mohallab – Regie: Fränze Roloff 1950: Afrikanische Hochzeit – Regie: Karlheinz Schilling 1951: Kirschen für Rom – Regie: Theodor Steiner 1951: Lawrence von Arabien – Regie: Karlheinz Schilling 1951: Das starke Dreieck(1. – 3. Teil) – Regie: Hans Kettler 1951: Das Heiligenhafener Sternsingerspiel – Regie: Hans Kettler 1952: Das verschlossene Haus – Regie: Ulrich Lauterbach 1952: Der Stoß nach Ssogrebitsche – Regie: Hans Kettler 1952: Die Bürger von Calais – Regie: Wilm ten Haaf 1952: Lok 1414 geht auf Urlaub – Regie: Josefine Klee-Helmdach 1952: Kaspar Hauser – Regie: Theodor Steiner 1953: Der Idiot – Regie: Theodor Steiner 1953: Der Tiger Jussuf – Regie: Irmfried Wilimzig 1953: Der Eifersüchtige – Regie: Wolf Schmidt 1953: Macbeth – Regie: Hans Kettler 1953: Die das Unmögliche lieben – Regie: Hermann Wenninger 1953: Michael Kohlhaas – Regie: Ulrich Lauterbach 1954: Schlafwagen Pegasus – Regie: Hermann Wenninger 1954: Die Räuber – Regie: Carlheinz Riepenhausen 1954: Johann der Letzte – Regie: Theodor Steiner 1954: Monsieur Topaze – Regie: Arno Assmann 1955: Das Kloster – Regie: Kurt Reiss 1955: Candide oder Die beste aller Welten – Regie: Theodor Steiner 1955: Wilhelm Tell – Regie: Gustav Rudolf Sellner 1955: Barfuß in Athen – Regie: Fränze Roloff 1956: Revolte der Jungfrauen – Regie: Wilm ten Haaf 1956: Isabella von Ägypten – Regie: Carl Nagel 1957: Schulmeister Klopfstock und seine fünf Söhne – Regie: Fränze Roloff 1958: Mr. Popple greift in die Tasche – Regie: Otto Kurth 1958: Hermann und Dorothea – Regie: Wilhelm Semmelroth 1959: Das Leben nach dem Tode – Regie: Otto Kurth 1961: Bastian Müller: Madame Curie: Ein unbeirrbares Leben – Regie: Ludwig Cremer 1961: Onkel Willis Hüte – Regie: Otto Düben 1961: Der Mann, der die Zeit tötete – Regie: Otto Kurth 1962: Einer, der fremd blieb – Regie: Otto Kurth 1962: Revision – Regie: Heinz Dieter Köhler 1962: Die höhere Schule – Regie: Oswald Döpke 1962: Clyde Fenton: Der fliegende Doktor (1. – 3. Teil u. 5. und 6. Teil) – Regie: Heinz Dieter Köhler 1963: Das Dilemma – Regie: Edward Rothe 1963: Zehn, zwanzig, dreißig… – Regie: Otto Kurth 1963: Paris schweigt – Regie: Jörg Franz 1963: Gerlind Reinshagen: Ramona oder Die Maschine – Regie: Otto Kurth 1964: Die Wallfahrt nach Jerusalem – Regie: Manfred Brückner 1964: Gespräche und Schweigen – Regie: Miklós Konkoly 1964: Das unsichtbare Gepäck – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz 1965: Das ist nicht in Tedeles Sinn – Regie: Manfred Brückner 1965: Der göttliche Aretino – Regie: Otto Kurth 1965: Miserere – Regie: Oswald Döpke 1966: Jaromir Ptácek: Schnecke am Trapez – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1967: Hunger – Regie: Ludwig Cremer 1968: Arthur Sellings: In Vertretung... (Sabin) – Regie: Hans Gerd Krogmann (WDR) 1968: Türhütergleichnis und Palaver – Regie: Dieter Hasselblatt 1968: Präparation eines Opfers – Regie: Oswald Döpke 1968: Narren des Glücks – Regie: Edward Rothe 1969: Gäste – Regie: Otto Kurth 1970: Auf Wiedersehen, Genosse, auf Wiedersehen – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz 1971: Kein Mann steigt zweimal in denselben Fluß (1. – 6. Teil) – Regie: Heiner Schmidt 1973: Die Schwalbe – Regie: Otto Düben 1973: Die Hauptsache – Regie: Fritz Schröder-Jahn

Weblinks

Otto Rouvel Foto in der Rolle des Nathan, 1971

Einzelnachweise

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