Hecht ist eine Schweizer Rockpopband, die im Jahr 2000 unter dem Namen Seng gegründet wurde und in Mundart (Schweizerdeutsch) singt.

Bandgeschichte Stefan Buck und Christoph Schröter stammen aus dem Luzerner Seetal und kennen sich von Jugend an. Zusammen mit Rolf Furrer gründeten sie um 2000 die Band Seng. Lange Zeit spielten sie englische Musik, die sie selbst schrieben. Anfang der 2010er begannen sie, es mit Schweizer Mundart zu probieren. Die Band gründeten sie in Luzern, wobei die Bandmitglieder inzwischen in Zürich leben.Stefan Buck von Hecht: «Oasis haben uns extrem geprägt». In: Schaffhauser Nachrichten. 6. April 2018.

2011 wurde die Band um Philipp Morscher und Daniel Gisler erweitert und in Hecht umbenannt. Ihr erster Mundartsong, Tänzer, und das Lied 24 Bilder erschienen noch im selben Jahr, ebenso die EP Revier Songs. Als Support von Baschi und 77 Bombay Street erlangten sie weitere Bekanntheit. Sie produzierten das Debütalbum Wer zerscht s’Meer gsehd, das im Mai 2012 veröffentlicht wurde. Es erreichte Platz 72 der Schweizer Hitparade. Bei den Swiss Music Awards wurden sie daraufhin als Best Talent National ausgezeichnet.

2015 lieferten sie den offiziellen Song für SRF bewegt, eine einwöchige Gesundheitsaktion des Schweizer Radios (SRF 1 und SRF 3) mit den Schweizer Bundesämtern für Gesundheit, Sport und Energie.

Am 28. August 2015 veröffentlichten Hecht ihr zweites Album, Adam + Eva. Es stieg auf Platz 5 der Albumcharts ein. Am 9. März 2018 erschien mit Oh Boy das dritte Album der Band, das Platz 2 der Hitparade erreichte. Radio Pilatus schrieb dazu: «Trockene Riffs, eingängige Mundart-Texte und dazu Melodien, die sich unweigerlich im Gedächtnis festkrallen … das gilt auch auf ihrem neuesten Werk ‹Oh Boy›.». In: Radio Pilatus. 22. März 2018.

Als Markenzeichen von Hecht gelten ihre originell gestalteten Musikvideos und energiegeladenen Konzert-Recap-Videos. Weiter fallen die Bandmitglieder durch ihre Tanzeinlagen und einstudierten Choreografien auf Konzerten und in Musikvideos auf. Unter anderem arbeitet Hecht mit dem Zürcher Filmproduzenten Claude Gabriel zusammen, welcher auch die letzten zwei Musikvideos zum Song Heicho und Kawasaki realisiert hat.

Am 28. Oktober 2019 spielten sie ihr bis dahin grösstes Konzert im Zürcher Hallenstadion. Die Vorbereitung wurde in einer Filmdokumentation begleitet, die am 24. November 2019 auf dem Fernsehsender SRF 1 ausgestrahlt wurde.Hecht – Abenteuer Hallenstadion. Dokumentation, SRF 1, 2019, 82 Min.

Am Abend des 1. August 2022 traten Hecht im Rahmen der Feier zum Bundesfeiertag im Bundeslager der Pfadibewegung Schweiz im Goms auf. Sie spielten dabei vor einem Publikum mit rund 30'000 Personen.Hecht am BuLa 2022: Das Konzert unseres Lebens. SRF, abgerufen am 6. August 2022

Am 19. und 20. Dezember 2024 spielten Hecht zwei ausverkaufte Shows im Zürcher X-TRA und luden zu einer festlichen Weihnachtsshow ein. Im Jahr zuvor gaben sie bereits eine Show im X-TRA Weihnachten mit Hecht.

Im März 2023 absolvierte die Band eine kurze Konzerttournee in Deutschland mit Auftritten in München und Stuttgart. Anlässlich dieser ersten Konzerte ausserhalb der Schweiz veröffentlichte die Gruppe die Single Tontauben, deren Liedtext im Gegensatz zu den bisherigen Mundart-Produktionen auf Hochdeutsch verfasst ist.

Mitglieder Stefan Buck komponiert und schreibt alle Lieder der Band und ist deren Frontman und Sänger und spielt Gitarre. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt in Albisrieden. Christoph Schröter ist der Gitarrist der Band. Er ist mit Stefan Buck im selben Dorf im Luzerner Seetal aufgewachsen. Er hat an der ETH Zürich Maschinenbau und Biomedizintechnik studiert und arbeitet in diesem Beruf. Daniel Gisler (* 1981 in Zürich) wohnt in Winterthur und ist der Keyboarder. Er hat in Zürich Geografie studiert, mit einem Masterdiplom abgeschlossen und arbeitet als Consultant in diesem Beruf. Daneben ist er auch seit deren Gründung 2003 der Keyboarder der Winterthurer Indie-Pop-Band My Name Is George. Chris Filter ist der Schlagzeuger, und Philipp Morscher ist Lehrer und der Bassist.

Diskografie

Alben

EP Revier Songs (2011)

Singles

Weitere Singles Tänzer (2011) 24 Bilder (2011) Tanze tanze (2012) See springe (2012) Gymnastique (2015) Adam + Eva (2015) Brissago (2016) Fiji (2016) Min Name (2024) Tontauben (2025)

Auszeichnungen 2013: Swiss Music Award für Best Talent National 2017: Swiss Music Award für Best Live Act 2020: Swiss Music Award für Best Live Act 2023: Swiss Music Award für Best Group 2026: Vier Swiss Music Awards für Best Group, Best Live Act, Best Hit (für das Lied «Mon Amour») und Best Streaming Artist

Nominierungen 2018: MTV Europe Music Awards für Best Swiss Act 2019: Swiss Music Awards für Best Group 2023: Swiss Music Awards für Best Live Act und Best Hit für das Lied Sommervögel 2024: Swiss Music Awards für Best Streaming Act und Best Hit für das Lied Amigo

Quellen Michael Graber: Sie müssen nicht – sie wollen. In: Neue Luzerner Zeitung online, 24. August 2015.

Aurelia Forrer: In: Schweizer Illustrierte. 31. Mai 2013

Hecht bei mx3 (Eintrag inklusive Biografie), abgerufen am 13. September 2015.

In: SRF bewegt. 10. Juni 2015.

. In: Radio NRJ. 12. Mai 2015.

Weblinks Website von Hecht

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