mini|Kinderkunstschule in Glushkowo. Früher befand sich in diesem Gebäude das Krankenhaus von S. A. Tereshchenko. Architekturdenkmal aus dem 19. Jahrhundert. Gluschkowo (, /Hluschkowe) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Kursk in Russland mit Einwohnern (Stand ).

Geographie Der Ort liegt gut 110 km Luftlinie westsüdwestlich des Oblastverwaltungszentrums Kursk, etwa 10 km von der Staatsgrenze zur Ukraine entfernt. Er befindet sich am linken Ufer des Flusses Seim.

Gluschkowo ist Verwaltungszentrum des Rajons Gluschkowski sowie Sitz und einzige Ortschaft der Stadtgemeinde (gorodskoje posselenije) Possjolok Gluschkowo.

Geschichte Der Ort wurde 1647 gegründet und erlangte bereits im 18. Jahrhundert wirtschaftliche Bedeutung, nachdem dort 1719 eine Weberei für Walkstoffe als einer der ersten Industriebetriebe der Region eröffnet worden war. Gluschkowo wurde Sitz einer Wolost des Ujesds Rylsk im Gouvernement Kursk, und am 30. Juli 1928 Verwaltungssitz eines neu geschaffenen, nach ihm benannten Rajons.

Im Zweiten Weltkrieg war der Ort vom 8. Oktober 1941 bis 2. September 1943 von der deutschen Wehrmacht besetzt. Während der Kampfhandlungen im Rahmen der Gegenoffensive der Roten Armee nach dem Scheitern des deutschen Unternehmens Zitadelle wurde die Siedlung stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Einwohnerzahl nach dem Krieg um fast zwei Drittel zurückging.

1959 erhielt der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs.

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 besetzte die 95. ukrainische Polissia-Luftlandebrigade im September 2024 während der Kursk-Offensive 2024 bis 2025 auch russisches Territorium im Gebiet Gluschkowo.Patrick Mayer: Ukrainische Truppen erneut in Russland einmarschiert. Frankfurter Rundschau, 25. September 2024. Abruf am selben TagSimon Schröder: Offensive in Kursk: Ukraine besetzt weiteren russischen Bezirk. Münchner Merkur, 20. September 2024. Abruf am 25. September 2024

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1897 7179 1939 7082 1959 2647 1970 3990 1979 4953 1989 5578 2002 5050 2010 5349 2021 4785 Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr Durch Gluschkowo verläuft die Regionalstraße 38K-040, die in der 25 km nördlich gelegenen Kleinstadt Rylsk von der aus Kursk kommenden 38K-017 abzweigt und weiter in die im äußersten Westen des Rajons an der ukrainischen Grenze gelegene Siedlung Tjotkino führt.

Knapp zehn Kilometer südöstlich der Siedlung befindet sich der gleichnamige Bahnhof bei Kilometer 335 der 1868 eröffneten Eisenbahnstrecke Kiew – Konotop (Ukraine) – Kursk, der russische Grenzbahnhof auf dieser Strecke.

Söhne und Töchter der Ortschaft Heorhij Tkatschenko (1898–1993), ukrainischer Kobsar und Künstler

Weblinks Offizielle Webpräsenz der Rajonverwaltung (russisch)

Einzelnachweise

Gluschkowo Kategorie:Ort am Seim