Die 34. Tischtennis-Europameisterschaft fand vom 25. September bis 4. Oktober 2015 im russischen Jekaterinburg statt. Es wurden sowohl Einzel- und Doppel- als auch die Mannschaftswettbewerbe ausgetragen.
Titelverteidiger bei den Männern waren die portugiesische Nationalmannschaft, Dimitrij Ovtcharov im Einzel und Tan Ruiwu/Wang Zeng Yi im Doppel, bei den Frauen die deutsche Nationalmannschaft, Li Fen im Einzel und Petrissa Solja/Sabine Winter im Doppel.
Bei den Männern ging Gold an Österreich (Team), Dimitrij Ovtcharov (Einzel) und Stefan Fegerl/João Monteiro (Doppel), bei den Frauen an Deutschland, Elizabeta Samara und Melek Hu/Shen Yanfei. Elizabeta Samara war die einzige Teilnehmerin, die in allen drei Wettbewerben eine Medaille erringen konnte: Silber mit der Mannschaft sowie im Doppel mit Georgina Póta und Gold im Einzel. Als Einziger gewann Stefan Fegerl zwei Goldmedaillen, eine mit der Mannschaft und eine im Doppel.
Mannschaft Die Mannschaftswettbewerbe fanden vom 25. bis zum 29. September statt.
Die 39 teilnehmenden Mannschaften der Männer wurden auf die Championship Division, die Challenge Division (mit je 4 Gruppen à 4 Mannschaften) und die Standard Division (2 Gruppen mit 3 und 4 Mannschaften) aufgeteilt, wobei nur die Championship Division den Europameister ausspielte. Bei den Frauen nahmen 31 Mannschaften teil, 16 in der Championship Division (4 Gruppen à 4 Mannschaften) und 15 in der Challenge Division (1 Gruppe mit 3, 3 Gruppen mit je 4 Teams). Die Gruppenersten und -zweiten aus der Championship Division rückten ins Viertelfinale vor, wo es im K.-o.-Modus weiterging.
Bei den Männern schafften 2014 die Ukraine und Serbien den Aufstieg aus der Challenge in die Championship Division, während Italien und die Slowakei abstiegen.
Bei den Frauen stiegen 2014 die Türkei und Spanien aus der Championship Division ab, Serbien und die Slowakei aus der Challenge Division auf.
Jedes Spiel wurde im Best-of-Five-Modus ausgespielt und bestand somit aus 3 bis 5 Einzeln, die, wiederum als Best-of-Five ausgetragen, aus 3 bis 5 Sätzen bestanden.
Männer Platz Championship Division Platz Challenge Division Platz Standard Division 18px (11) 17 (20) 33 (36) 18px (2) 18 (15) 34 (-) 18px (6) 19 (16) 35 (35) (7) 20 (23) 36 (37) 5 (3) 21 (19) 37 (39) 6 (1) 22 (30) 38 (40) 7 (12) 23 (33) 39 (-) 8 (9) 24 (24) 9 (5) 25 (21) 10 (13) 26 (25) 11 (10) 27 (22) 12 (18) 28 (29) 13 (3) 29 (31) 14 (8) 30 (28) 15 (14) 31 (32) 16 (17) 32 (27) in Klammern die Platzierung des Vorjahres Als Favoriten gingen vor allem Titelverteidiger Portugal und der amtierende Vizemeister Deutschland in das Turnier, die sich in der Gruppenphase beide mit jeweils drei Siegen durchsetzen konnten. Im Viertelfinale wurde Portugal jedoch überraschend mit 3:2 von der österreichischen Mannschaft aus dem Turnier geworfen, die in Gruppe C nur knapp den zweiten Platz erreicht und auch dort jedes Spiel 3:2 bzw. 2:3 beendet hatte. Österreich besiegte dann Belarus, das durch den verletzungsbedingten Ausfall von Uladsimir Samsonau (engl. Vladimir Samsonov) geschwächt war, mit 3:1 und traf im Finale auf das deutsche Team, das – trotz des verletzungsbedingten Fehlens von Timo Boll – Griechenland und Frankreich ausgeschaltet hatte. Mitfavorit Frankreich, das allerdings wegen Differenzen zwischen Spieler und französischem Verband ohne den laut Weltrangliste zweitbesten Franzosen Adrien Mattenet angetreten war, beendete das Turnier somit genau wie Belarus mit der Bronzemedaille.
In einem dramatischen mehr als vierstündigen Finale, in dem die ersten drei Einzel erst im fünften Satz entschieden wurden und die Sieger der ersten beiden Einzel erst Matchbälle abwehren mussten, konnte Österreich – Elfter des Vorjahres – sich schließlich trotz zweier Siege von Dimitrij Ovtcharov (8:0-Bilanz in den Mannschaftswettkämpfen) durchsetzen und den ersten EM-Titel erringen, nachdem man zuletzt 2005 im Finale gescheitert war. Für Deutschland bedeutete das Spiel die zweite Finalniederlage in Folge, nachdem man in den sechs Turnieren davor immer die Goldmedaille hatte erringen können.
Schweden, Dritter des Vorjahres, scheiterte im Viertelfinale an Frankreich; Kroatien, der zweite Bronzemedaillengewinner von 2014, schied trotz eines starken Andrej Gaćina (6:0-Bilanz) schon in der Gruppenphase aus und belegte am Ende nur Platz 13.
Championship Division Gruppe A Ergebnis 3:0 Ungarn Frankreich 3:2 Serbien 3:2 Frankreich Ungarn 2:3 Serbien 3:0 Serbien Frankreich 3:0 Ungarn Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:2 29:16 6 2 8:5 31:26 5 3 5:8 21:26 4 4 2:9 16:29 3
Gruppe B Ergebnis Deutschland 3:1 Polen Spanien 3:2 Ukraine Deutschland 3:0 Spanien Polen 3:0 Ukraine Deutschland 3:2 Ukraine Spanien 1:3 Polen Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:3 31:15 6 2 7:4 22:19 5 3 4:8 18:25 4 4 4:9 20:32 3
Gruppe C Ergebnis Schweden 3:2 Österreich Russland 3:1 Rumänien Schweden 2:3 Russland Österreich 3:2 Rumänien Schweden 3:0 Rumänien Russland 2:3 Österreich Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 8:5 33:19 5 2 8:7 32:28 5 3 8:6 27:28 5 4 3:9 14:31 3
Gruppe D Ergebnis Kroatien 2:3 Griechenland Belarus 3:2 Tschechien Kroatien 3:1 Belarus Griechenland 3:1 Tschechien Kroatien 2:3 Tschechien Belarus 3:1 Griechenland Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 7:6 26:25 5 2 7:6 30:25 5 3 6:8 25:28 4 4 7:7 28:31 4
Hauptrunde Ergebnis Robert Gardos 3:2 Patrick Baum Stefan Fegerl 2:3 Dimitrij Ovtcharov Daniel Habesohn 3:2 Patrick Franziska Robert Gardos 1:3 Dimitrij Ovtcharov Stefan Fegerl 3:0 Patrick Baum
Platzierungsspiele um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 5–6 Griechenland 1:3 Schweden 5 Portugal 1:3 Schweden Portugal 3:1 Polen 7 Polen 1:3 Griechenland 9–12 Ungarn 3:1 Spanien 9–10 Serbien 2:3 Russland 9 Russland 3:2 Tschechien Rumänien 0:3 Tschechien Ungarn 2:3 Tschechien 11 Ungarn 3:2 Serbien Serbien 3:2 Ukraine 13–14 Spanien 3:1 Rumänien 13 Kroatien 3:2 Spanien Kroatien 1:3 Russland Kroatien 3:2 Ukraine 15 Ukraine 1:3 Rumänien
Challenge Division Gruppe E Ergebnis Slowakei 3:0 Norwegen Türkei 3:0 Irland Slowakei 3:2 Türkei Norwegen 0:3 Irland Slowakei 3:0 Irland Türkei 3:0 Norwegen Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:2 29:11 6 2 8:3 28:13 5 3 3:6 11:22 4 4 0:9 5:27 3
Gruppe F Ergebnis Italien 3:0 Bulgarien England 3:0 Estland Italien 1:3 England Bulgarien 3:1 Estland England 3:0 Bulgarien Italien 3:0 Estland Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:1 28:10 6 2 7:3 24:15 5 3 3:7 16:23 4 4 1:9 8:28 3
Gruppe G Ergebnis Dänemark 3:0 Luxemburg Slowenien 2:3 Litauen Dänemark 3:1 Slowenien Luxemburg 2:3 Litauen Dänemark 3:1 Litauen Slowenien 3:0 Luxemburg Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:2 29:11 6 2 7:7 25:25 5 3 6:6 20:22 4 4 2:9 12:28 3
Gruppe H Ergebnis Belgien 3:0 Finnland Schweiz 3:2 Israel Belgien 3:1 Schweiz Finnland 0:3 Israel Belgien 2:3 Israel Schweiz 3:0 Finnland Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 8:4 29:16 5 2 8:5 28:23 5 3 7:5 25:21 5 4 0:9 5:27 3
Platzierungsspiele um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 17–20 England 3:1 Litauen 17–18 Italien 1:3 Slowakei 17 Slowakei 2:3 Belgien Slowakei 3:1 Israel England 1:3 Belgien 19 England 0:3 Italien Dänemark 2:3 Italien 21–22 Dänemark 3:2 Israel 21 Dänemark 3:0 Litauen Türkei 2:3 Belgien Türkei 1:3 Litauen 23 Israel 3:0 Türkei 25–28 Luxemburg 1:3 Bulgarien 25–26 Schweiz 1:3 Bulgarien 25 Bulgarien 0:3 Slowenien Schweiz 3:1 Norwegen Finnland 2:3 Slowenien 27 Finnland 1:3 Schweiz Slowenien 3:0 Estland 29–30 Norwegen 2:3 Luxemburg 29 Luxemburg 2:3 Estland Irland 1:3 Finnland Estland 3:2 Irland 31 Irland 3:2 Norwegen
Standard Division Gruppe I Ergebnis Niederlande 3:0 Zypern Niederlande 3:0 Aserbaidschan Aserbaidschan 2:3 Zypern Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 6:0 18:1 4 2 3:5 12:18 3 3 2:6 9:20 2
Gruppe J Ergebnis Moldau 3:0 Kosovo Schottland 3:1 Malta Malta 3:2 Kosovo Schottland 1:3 Moldau Moldau 3:0 Malta Schottland 3:– (Walkover) Kosovo Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:1 27:8 6 2 7:4 24:12 5 3 4:8 16:26 4 4 2:9 9:30 2
Platzierungsspiele um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 33–36 Kosovo 1:3 Niederlande 33–34 Schottland 0:3 Niederlande 33 Moldau 0:3 Niederlande Aserbaidschan 0:3 Schottland Moldau 3:1 Zypern 35 Zypern 2:3 Schottland Zypern 3:2 Malta 37–38 Aserbaidschan 3:2 Kosovo 37 Aserbaidschan 3:0 Malta
Frauen Platz Championship Division Platz Challenge Division 18px (1) 17 (16) 18px (7) 18 (15) 18px (11) 19 (22) (14) 20 (19) 5 (3) 21 (24) 6 (2) 22 (21) 7 (9) 23 (25) 8 (12) 24 (20) 9 (10) 25 (33) 10 (5) 26 (27) 11 (17) 27 (23) 12 (6) 28 (32) 13 (13) 29 (-) 14 (3) 30 (30) 15 (8) 31 (36) 16 (18) in Klammern die Platzierung des Vorjahres
Championship Division Gruppe A Ergebnis Deutschland 3:0 Tschechien Belarus 3:1 Slowakei Deutschland 3:0 Belarus Tschechien 3:1 Slowakei Deutschland 3:1 Slowakei Belarus 0:3 Tschechien Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:1 26:6 6 2 6:4 21:15 5 3 3:7 15:24 4 4 3:9 12:29 3
Gruppe B Ergebnis Österreich 3:1 Frankreich Rumänien 3:1 Serbien Österreich 1:3 Rumänien Frankreich 3:2 Serbien Österreich 3:1 Serbien Rumänien 3:0 Frankreich Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:2 29:17 6 2 7:5 26:22 5 3 4:8 23:26 4 4 4:9 18:31 3
Gruppe C Ergebnis Polen 1:3 Russland Ungarn 3:2 Luxemburg Polen 3:1 Ungarn Russland 3:1 Luxemburg Polen 3:1 Luxemburg Ungarn 1:3 Russland Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:3 31:16 6 2 7:5 25:19 5 3 5:8 20:27 4 4 4:9 14:28 3
Gruppe D Ergebnis Schweden 1:3 Portugal Niederlande 2:3 Ukraine Schweden 3:2 Niederlande Portugal 0:3 Ukraine Schweden 2:3 Ukraine Niederlande 2:3 Portugal Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:4 30:16 6 2 6:6 21:19 5 3 6:8 22:27 4 4 6:9 19:30 3
Hauptrunde Ergebnis Han Ying 3:0 Bernadette Szőcs Shan Xiaona 3:0 Elizabeta Samara Petrissa Solja 3:2 Daniela Dodean
Platzierungsspiele um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 5–6 Tschechien 1:3 Polen 5 Polen 3:2 Österreich Österreich 3:0 Portugal 7 Portugal 1:3 Tschechien 9–12 Frankreich 3:1 Luxemburg 9–10 Ungarn 3:0 Serbien 9 Ungarn 0:3 Frankreich Belarus 0:3 Niederlande Frankreich 3:2 Niederlande 11 Niederlande 2:3 Serbien Ungarn 3:1 Slowakei 13–14 Belarus 2:3 Luxemburg 13 Luxemburg 3:2 Schweden Serbien 3:0 Schweden Slowakei 1:3 Schweden 15 Belarus 3:2 Slowakei
Challenge Division Gruppe E Ergebnis Türkei 3:0 Italien Türkei 3:1 Bulgarien Bulgarien 2:3 Italien Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 6:1 19:5 4 2 4:5 16:18 3 3 2:6 9:21 2
Gruppe F Ergebnis Litauen 3:1 Estland Spanien 3:0 Schweiz Spanien 3:0 Litauen Schweiz 3:0 Estland Spanien 3:0 Estland Litauen 3:1 Schweiz Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:0 27:7 6 2 6:5 21:18 5 3 4:6 17:21 4 4 1:9 8:27 3
Gruppe G Ergebnis Kroatien 3:0 Aserbaidschan Slowenien 3:0 Kosovo Kroatien 1:3 Slowenien Aserbaidschan 3:– (W.O.) Kosovo Kroatien 3:0 Kosovo Slowenien 3:0 Aserbaidschan Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:1 27:7 6 2 7:3 25:10 5 3 3:6 10:18 4 4 0:9 0:27 2
Gruppe H Ergebnis England 3:0 Finnland Griechenland 3:1 Belgien Belgien 3:0 Finnland Griechenland 3:2 England England 3:1 Belgien Griechenland 3:0 Finnland Rang Land Spiele Sätze Punkte 1 9:3 31:17 6 2 8:4 27:20 5 3 5:6 22:23 4 4 0:9 7:27 3
Platzierungsspiele um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 um Platz Team 1 Ergebnis Team 2 17–20 Türkei 3:2 Litauen 17–18 Slowenien 0:3 Spanien 17 Spanien 3:0 Türkei Kroatien 3:0 Griechenland Türkei 3:2 Kroatien 19 Slowenien 3:1 Kroatien England 1:3 Slowenien 21–22 Griechenland 2:3 Litauen 21 England 1:3 Litauen Spanien 3:0 Italien Italien 2:3 England 23 Italien 3:2 Griechenland 25–28 Finnland 3:0 Aserbaidschan 25–26 Schweiz 3:0 Finnland 25 Schweiz 2:3 Belgien Belgien 3:0 Kosovo Belgien 3:0 Bulgarien 27 Finnland 0:3 Bulgarien Estland 0:3 Bulgarien 29–30 Kosovo 0:3 Estland 29 Aserbaidschan 1:3 Estland
Einzel