Schüllenbusch er Name eines Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Schildgen von Bergisch Gladbach.

Geschichte Der Siedlungsname Schüllenbusch ist aus einer Gewannenbezeichnung hervorgegangen, die das Urkataster in der Form Schönenbusch verzeichnet. Wahrscheinlich wurde der Name fälschlich aus der mundartlichen Bezeichnung Schöllenbösch abgeleitet.Andree Schulte, Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, herausgegeben vom Stadtarchiv Bergisch Gladbach, Band 3, und vom Bergischen Geschichtsverein Abteilung Rhein-Berg e. V., Band 11, Bergisch Gladbach 1995, S. 34, ISBN 3-9804448-0-5

Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als ein Hof kategorisiert wurde und mit Schüllersbrug bezeichnet wurde. Aus Carl Friedrich von Wiebekings Charte des Herzogthums Berg 1789 geht hervor, dass Schüllenbusch zu dieser Zeit Teil der Honschaft Paffrath im gleichnamigen Kirchspiel war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Schüllenbusch wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Schüllerbusch und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 ohne Namen verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Schüllerbusch, später Schüllenbusch verzeichnet.

Aufgrund des Köln-Gesetzes wurde der Odenthaler Ortsteil Schildgen mit Wirkung zum 1. Januar 1975 Teil von Bergisch Gladbach. Später wurde das ursprünglich zu Paffrath gehörende Schüllenbusch Teil des Stadtteils Schildgen.

+ Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn- gebäude Kategorie 1822 7 Hofstelle 1830 11 Hofstelle 1845 18 2 Hofstelle 1871 10 2 Hofstelle 1885 10 2 Wohnplatz 1895 17 2 Wohnplatz 1905 9 1 Wohnplatz

Etymologie Hinter dem Bestimmungswort Schüllen/Schöllen verbirgt sich möglicherweise der Personenname Schüller. Es kann aber auch aus dem althochdeutschen scollo (= Erd-; Ackerscholle) abstammen, so dass es sich um eine landwirtschaftliche Nutzungsfläche gehandelt hat.

Siehe auch Liste der Straßen im Bergisch Gladbacher Stadtteil Schildgen. Literatur Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964 Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Schildgen Kategorie:Straße in Bergisch Gladbach