mini|hochkant|Das Wappen der Ritter von Stettenberg Die Ritter von Stettenberg waren ein ministeriales Adelsgeschlecht mit Sitz auf der Stettenburg bei Obervolkach. Später residierte die Familie in Gamburg an der Tauber. Das Geschlecht ist vom 13. Jahrhundert bis um 1500 nachgewiesen.

Geschichte Die Geschichte des Adelsgeschlechts der Ritter von Stettenberg beginnt mit dem Jahr 1237. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Ludwig von Stettenberg als Burgmann auf Burg Stollberg bei Oberschwarzach erstmals genannt. Es folgte eine zweite Nennung des Namens im Jahr 1247. Auch im ältesten Lehensbuch des Hochstifts Würzburg von 1303 bis 1345 tauchen Ritter des Geschlechts auf. So ist ein „Hartmudus de Steteberg“ ab 1304 nachgewiesen, ebenso sein Bruder Konrad. Sie finden bis 1339 Erwähnung.

Die zweite Linie des Geschlechts, die ihre Güter im Taubertal hatte, wurde 1305 erstmals genannt. Bis 1397 sind mehrere Persönlichkeiten der Stettenberger nachgewiesen. So unter anderem ein Albertus, ein Fritz und ein Johann, der als Vikar im Kollegiatstift Haug in Würzburg tätig war. Letztmals findet das Geschlecht um 1500 in den Quellen Erwähnung. So saßen zu dieser Zeit noch Mitglieder der Familie als castellische Ministeriale in und um Volkach.Krauß, Rudi: Burgstall Stettenburg. S. 35.

Besitzungen

mini|Stettenburg bei Obervolkach Ursprünglicher Stammsitz der Familie war die Stettenburg oberhalb von Obervolkach. Diese war allerdings bereits zu Beginn des 13. Jahrhunderts weitgehend abgegangen.

Als Ministeriale hatte das Geschlecht über längere Zeit das Amt des Burgmanns auf der Stollburg inne. Die Besitzungen der Stettenberger waren zumeist Lehen des Hochstifts Würzburg bzw. der Grafen von Wertheim im Raum um Tauberbischofsheim und des Hochstifts bzw. der Grafen von Castell im Steigerwaldvorland. Ebenso besaßen die Ritter wenige Allodialgüter.

1304: Lehen in Düttingsfeld, Oberschwarzach, Stollburg, Gerolzhofen 1304: Lehen in Dingolshausen, Karbach 1308–1310: Verzicht auf Besitzungen in Gerolzhofen, Neudorf, Wildfest, Mühle bei Oberschwarzach 1319: Lehen in Oberschwarzach, Düttingsfeld, Prüßberg, Rügshofen, Gerolzhofen, Schallfeld 1320: Lehen in Theilheim 1359 anteiliger Pfandbesitz der Burg Gamburg 1372: Lehen in WerbachRudi Krauß: Burgstall Stettenburg. S. 34.

Grablegen Mehrere Mitglieder des Adelsgeschlechts wurden im Kloster Bronnbach beigesetzt. Die Grabplatten sind eingemauert in die Wand des Kreuzgangs bis heute erhalten. Herausstechend ist das figürlich ausgearbeitete Epitaph des Peter von Stettenberg, welches sich in der Klosterkirche an einem Pfeiler befindet.Epitaph Peter von Stettenberg in der Klosterkirche Bronnbach, auf deutsche-digitale-bibliothek.de In der Evangelischen Kirche Niklashausen befinden sich die Grabplatten des Kirchenstifters Philipp Eucharius von Stettenberg, die des Johannes von Stettenberg, die der Regina von Stettenberg und die eines weiteren Stettenbergers.

Bekannte Namensträger Eberhard von Stettenberg († 1443), Bischof von Worms

Wappen mini|hochkant|Wappen derer von Riedern, Stetenberg und Fuchs von Kannenberg Blasonierung: In Silber ein rotes Weihrauchfass. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein rot gekleideter wachsender, linksgewendeter, bärtiger Mann.

Die Stettenberg sind wappen- und stammesverwandt mit den von Riedern und den Fuchs von Kannenberg.

Literatur Rudi Krauß: Burgstall Stettenburg. Bestandsaufnahme und Rekonstruktion einer verfallenen Wehranlage auf dem Stettenberg bei Obervolkach. Volkach 1982. Karl Treutwein: Von Abtswind bis Zeilitzheim. Geschichtliches, Sehenswertes, Sagen. Volkach 1987. Anton P. Rahrbach, Hilmann von Halem: Reichsritter in Mainfranken: zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien (= Die Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen. Nr. 2). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 2003, ISBN 978-3-87947-113-3. S. 255 f. Biedermann, Johann Gottfried: Geschlechts-Register Der Reichs Frey unmittelbaren Ritterschafft Landes zu Francken Löblichen Orts Ottenwald Tabula CCCCXV. ff. Digitalisat

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Fränkisches Rittergeschlecht Kategorie:Geschichte (Volkach)