mini|Panzerabwehrbunker «Challhöchi Ost» A 3574 Die Sperrstelle Unter Hauenstein war eine Grenzbefestigung der Schweizer Armee. Sie liegt auf dem Gemeindegebiet von Läufelfingen und Hauenstein-Ifenthal. Sie gehörte zu den drei Hauptachsen (Unterer Hauenstein, Oberer Hauenstein, Birstal), die von der Grenzbrigade 4 der Schweizer Armee verteidigt werden mussten.

Die Sperrstelle wurde 1994 mit der Auflösung der Grenzbrigade 4 ausser Dienst gestellt. Sie gilt als militärhistorisches Denkmal von nationaler Bedeutung.Silvio Keller, Maurice Lovisa, Thomas Bitterli: Militärhistorische Denkmäler in den Kantonen Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Landschaft, VBS 2001

Sperrstelle Unter Hauenstein mini|Artilleriebunker «Reisen West» A 3553 mini|Infanteriewerk «Pulfisei» A 3554 mini|Artilleriebunker «Gsal» A 3560 Die Fortifikation Hauenstein war die wichtigste Armeestellung während des Ersten Weltkriegs gegen Norden.

Während des Zweiten Weltkriegs war die Sperrstelle Hauenstein eine von mehreren hintereinander angelegten Sperrstellen (Diepflingen, Tschattnau, Läufelfingen, Pulfisei, Hauenstein, Trimbach) auf der zentralen Achse Sissach-Hauenstein-Olten. Der gut befahrbare Pass war von grosser strategischer Bedeutung, da der Gegner von dort direkt ins Schweizer Mittelland und dem Verkehrsknotenpunkt Olten gelangen konnte.

Die fünf Schwerpunkte der Sperrstelle befinden sich beim GPH Adliken an der Strasse nach Wisen, auf der Passhöhe nördlich und westlich (bei der Artilleriestellung Gsal) des Dorfes Hauenstein sowie bei Pulfisei (auch Pulvisei) und Bitzenfeld. Das Infanteriewerk Pulfisei sowie die Artilleriestellungen Gsal und Reisen-Pulfisei unterstützten die Sperren mit ihrem Feuer.

Zur Sperrstelle gehörten folgende Anlagen:

Als Schopf getarnter Tankbüchsen-/Panzerabwehrstand (umgebauter Feldkanonenschild) (Armeebezeichnung A 3550) bei Adliken Christian Schwager: Falsche Chalets. 134 Farbbilder, Edition Patrick Frey c/o Scalo, Zürich 2004, 7,5 cm Feldkanonenschild südlich des Dorfes Hauenstein (heute abgebrochen). Das bestehende GPH bei Adliken wurde im Mai 1941 verstärkt und ergänzt.Festung Oberland: Sperrstelle Unterer Hauenstein

Artilleriestellung Reisen-Pulfisei Im Raum beidseits der Sperrstelle Pulfisei bei Muregg und Reisen wurden vier Bunker für alte 8,4-cm-Kanonen erstellt, die behelfsmässig die fehlende moderne Artillerie ausgleichen sollten. Im Dezember 1940 wurde mit dem Bau auf der Muregg oberhalb Pulfisei begonnen.Festung Oberland: Artilleriestellung Reisen-Pulfisei

Die Stellung besteht aus den vier Artilleriebunkern «Reisen Ost» A 3551 , «Reisen Mitte» A 3552 , «Reisen West» A 3553 und «Muregg» A 3556 .

Sperrstelle Pulfisei Die Sperrstelle Pulfisei befindet sich kurz vor der Passhöhe auf der Nordseite und sperrt die Hauensteinstrasse durch zwei Werke (A 3554, A 3555). Sie wurde 1944 gebaut. In der Nähe und auf beiden Talseiten der Sperrstelle befindet sich die Artilleriestellung Reisen-Pulfisei.

Zur Sperrstelle gehören das Infanteriewerk «Pulfisei» A 3554 , das sich in der Nähe des Hofes Pulvisei an der alten Hauensteinstrasse befindet, dem Feldkanonenschild A 3555 (neben dem Hof Pulvisei ), einem Atomschutzunterstand (ASU) sowie Strassenbarrikaden über die alte und neue Hauensteinstrasse.Festung Oberland: Sperrstelle Pulfisei

Artilleriestellung Gsal Die Artilleriestellung befindet sich auf dem östlichen Grat des Kesselbergs südlich des Weilers Gsal. Es handelt sich um eine Batterie mit vier Geschützständen für 12-cm-Kanonen der mobilen Artillerie. Die Stellung wurde 1940 vom Baudetachement Renfer erstellt.

Die Stellung besteht aus den vier Artilleriebunkern (von Ost nach West) «Gsal» A 3557 , A 3558 , A 3559 , A 3560 .Festung Oberland: Artilleriestellung Gsal

Sperrstelle Challhöchi mini|Panzerabwehrbunker «Challhöchi West» A 3575 Eine Westumgehung des Hauensteins über Challhöchi wurde mit der dortigen Sperrstelle «Belchen Challhöchi» gesichert. Sie bestand aus den zwei Geländepanzerhindernissen (GPH) «Challhöchi Ost» und «Challhöchi», einer Strassenbarrikade (vor A 3575) sowie den sich dahinter befindenden Infanteriebunkern «Challhöchi Ost» A 3574 , «Challhöchi West» A 3575 , «Challhöchi Südwest» A 3576 mit Unterstand A 3577 .

Die Flankierbunker «Challhöchi Ost» und «Challhöchi West» konnten sich gegenseitig Feuerschutz geben. Beide wurden während der Armee 61 mit einer 9 cm Panzerabwehrkanone 50/57, einem 7,5-mm-Maschinengewehr 51 und einer Kollektivgasschutzanlage modernisiert.

Die 9 cm Panzerabwehrkanonen hatten eine Schusskadenz von 10–12 Schuss pro Minute (Hohlpanzergranaten, Stahlgranaten) und eine Reichweite von 500 (fahrender Panzer) bis 1200 (Personen) Meter. Sie wurden von vier Mann (Richter, Lader, Zuträger, Beobachter) bedient. Das Maschinengewehr mit Rückstosslader hatte eine Kadenz von 1000 Schuss pro Minute und eine Reichweite von 1000 Meter.

Sperrstelle Magden Zeinigen Mumpf Beobachter A 2597 Zeiningen Infanteriebunker Pak A 2601 Mumpf Infanteriebunker A 2602 Mumpf Infanteriebunker Mg A 2603 Mumpf Beobachtungsbunker A 2604 Mumpferflue Pt 511 Artilleriebunker A 2631 Obermumpf Infanteriebunker A 2638 Zeiningen Infanteriebunker A 2645 Zeiningen Infanteriebunker A 2647 Zeiningen Infanteriebunker A 2658 Steppberg Infanteriebunker A 2659 Steppberg Infanteriebunker A 2660 Steppberg Unterstand/Waffenstellung A 2666 Steppberg Permanente Waffenstellung A 2667 Steppberg Unterstand A 2669 Steppberg Permanente Waffenstellung A 2670 Steppberg Permanente Waffenstellung A 2674 Enge Ost Permanente Waffenstellung A 2675 Enge Ost Infanteriewerk Fels Pak A 2676 Enge Ost Infanteriewerk Pak A 2677 Enge West Infanteriewerk Pak Enge West Permanente Waffenstellung A 2680 Enge West Infanteriewerk Mg A 2681 Enge West Permanente Waffenstellung A 2682 Enge West

Sperrstellen Oberfrick Schupfart Infanteriebunker A 2901 Tiersteinberg Nordrand Infanteriebunker A 2902 Tiersteinberg Nordrand Infanteriebunker A 2903 Tiersteinberg Nordrand Infanteriebunker Mg A 2904 Tiersteinberg Mitte Unterstand A 2906 Tiersteinberg Mitte Unterstand A 2907 Tiersteinberg Mitte Unterstand A 2909 Tiersteinberg Mitte Infanteriebunker Artilleriebeobachter A 2910 Tiersteinberg Mitte Unterstand A 2911 Tiersteinberg Mitte KP und Beobachter Batterie 107 A 2912 Tiersteinberg Mitte Artilleriebeobachter Kp 4 A 2914 Tiersteinberg Mitte Infanteriebunker A 2915 Fazedelle Infanteriebunker A 2918 Fazedelle Infanteriebunker A 2919 Fazedelle Unterstand A 2920 Fazedelle

Sperrstellen Wegenstetten Wittnau Infanteriebunker A 2921 Fazedelle Infanteriebunker Lmg A 2922 Sandacher Infanteriebunker Lmg A 2923 Sandacher Infanteriebunker Lmg A 2924 Sandacher Infanteriebunker Lmg A 2925 Winterholden Unterstand A 2926 Buschberg Infanteriebunker A 2927 Buschberg Infanteriebunker A 2928 Buschberg Infanteriebunker Lmg A 2929 Wegenstetter Flue Infanteriebunker Lmg A 2930 Wegenstetter Flue Art Beob Werk A 2931 Wegenstetter Flue Infanteriebunker Mg A 2932 Wegenstetter Flue Infanteriebunker Mg A 2933 Wegenstetter Flue Artilleriebeobachter A 2934 Wegenstetter Flue Infanteriebunker A 2935 Wegenstetter Flue Infanteriebunker Lmg A 2936 Wegenstetter Flue Artilleriestellung A 2937 Limperg N 1 Artilleriestellung A 2938 Limperg N 2 Infanteriebunker A 2939 Limperg N 3 Infanteriebunker A 2940 Limperg N 4 Unterstand A 2941 Limperg Unterstand A 2942 Limperg Infanteriebunker A 2943 Limperg Unterstand Art Tel Zen A 2944 Mülistet Infanteriebunker A 2945 Limperg SE Infanteriebunker A 2946 Limperg SE Infanteriebunker A 2947 Limperg S 1 Infanteriebunker A 2948 Limperg S 2 Infanteriebunker A 2949 Limperg S 3 Infanteriebunker A 2950 Ebnet 4 Artilleriebeobachter Batterie 35 A 2951 Ruebholden Artilleriebeobachter Kp 4 A 2952 Ruebholden Infanteriebunker Mg Batterie 99 A 2953 Ruebholden Infanteriebunker Lmg Batterie 99 A 2954 Ruebholden

Sperrstellen Buuseregg Farnsburg mini|Artilleriebeobachter Ruine Farnsburg A 3075 Die Sperrstelle Farnsburg und die benachbarte Sperrstelle Buuseregg hatten die Aufgabe, eine grossräumige Umgehung der Sperrstelle Hülftenschanze für einen weiteren Vorstoss über den Unteren Hauenstein oder die Schafmatt zu verhindern. Die Sperrstelle Farnsburg gilt als militärhistorisches Denkmal von nationaler Bedeutung. KP Beobachter Batterie 108 A 3075 Farnsburg Buuseregg Infanteriebunker A 3091 Unterstand A 3092 Infanteriebunker A 3094 Infanteriebunker Giesslete A 3095 Wintersingen Infanteriebunker Giesslete A 3096 Wintersingen Infanteriebunker A 3097 Infanteriebunker A 3098 Infanteriebunker A 3099 Infanteriebunker A 3100 Infanteriebunker A 3101 Infanteriebunker A 3198 Magden-Talhof GPH Tankmauer Hemmiken mit 5 Lmg

Artilleriestellung Ormalingen Unterstand Zen Art Rgt 4 A 3500 Brühl Ormalingen Infanteriebunker (Ik/Mg) A 3501 Rothenfluh N Rothenfluh Infanteriebunker (Ik/Mg) A 3502 Rothenfluh S Rothenfluh Unterstand A 3503 Weierhof Ormalingen Artilleriebunker 7,5cm A 3504 Weierhof Ormalingen Artilleriebunker 7,5cm A 3505 Weierhof Ormalingen Artilleriebunker 7,5cm A 3506 Weierhof Ormalingen Artilleriebunker 7,5cm A 3507 Weierhof Ormalingen Artilleriestellung Gelterkinden Artilleriebunker 7,5cm A 3508 Arntholen Gelterkinden Artilleriebunker 7,5cm A 3509 Arntholen 1 Gelterkinden Artilleriebunker 7,5cm A 3510 Arntholen 2 Gelterkinden Artilleriebunker 7,5cm A 3511 Arntholen 3 Gelterkinden Unterstand A 3512 Arntholen Art Gelterkinden Artilleriebunker 7,5cm A 3513 Wolfensteigen 1 Gelterkinden Artilleriebunker 7,5cm A 3514 Wolfensteigen 2 Gelterkinden Artilleriebunker 7,5cm A 3515 Wolfensteigen 3 Gelterkinden Artilleriebunker 7,5cm A 3516 Wolfensteigen 4 Gelterkinden Wolfensteigen A 3517 Gelterkinden Unterstand A 3518 Wolfensteigen Gelterkinden Unterstand A 3519 Wolfensteigen Gelterkinden

Sperrstellen Tecknau Rünenberg Kilchberg Oltingen Infanteriebunker A 3520 Tecknau Ost Tecknau Infanteriebunker A 3521 Tecknau West Tecknau Art Bkr 10,5cm A 3522 Steinholz E Steinholz Mitte-E Rünenberg Art Bkr 10,5cm A 3523 Steinholz Mitte W Rünenberg Art Bkr 10,5cm A 3524 Steinholz W Rünenberg Art Bkr 10,5cm A 3525 Steinholz 1 Rünenberg ex Mun Mag A 3526 Steinholz 2 Rünenberg Unterstand A 3527 Steinholz 3 Rünenberg ex Mun Mag A 3528 Rünenberg Art Bkr 10,5cm A 3529 Chilchstüdeli E Kilchberg Art Bkr 10,5cm A 3530 Chilchstüdeli M-E Kilchberg Art Bkr 10,5cm A 3531 Chilchstüdeli M-W Kilchberg Art Bkr 10,5cm A 3532 Chilchstüdeli W Kilchberg Unterstand A 3533 Chilchstüdeli 1 Kilchberg ex Mun Mag A 3534 Chilchstüdeli 2 Kilchberg Artilleriekaverne A 3535 Wenslingen Infanteriebunker A 3536 Oltingen Oltingen Infanteriebunker A 3537 Oltingen Oltingen Infanteriebunker A 3538 Blauenstein Stüsslingen Schild 7,5cm A 3539 Wolfacker Zeglingen Schild 7,5cm A 3540 Murblen Zeglingen Schild 7,5cm A 3541 Zwillmatt Wisen

Bunkerverein Die «Infanterievereinigung Baselland» betreut zusammen mit der «Infanterie-Stiftung» die Festungswerke Hülftenschanze, Farnsburg und Rümlingen. Die Stiftung bezweckt die Förderung des Wehrgedankens, unter anderem durch Besinnung auf Tradition und Geschichte der Truppen des Kantons Basel-Landschaft.Infanterievereinigung Baselland Literatur Christian Schwager: Falsche Chalets. 134 Farbbilder, Edition Patrick Frey c/o Scalo, Zürich 2004, ISBN 3-905509-49-0

Weblinks

Silvio Keller, Maurice Lovisa, Thomas Bitterli: Militärische Denkmäler in den Kantonen Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Inventar der Kampf- und Führungsbauten. Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, 2001 Festung Oberland: Challhöchi SO/BL

Einzelnachweise

Kategorie:Befestigungsanlage im Zweiten Weltkrieg Kategorie:Schweizer Réduit Unter Hauenstein Unter Hauenstein Kategorie:Befestigungsanlage im Kanton Solothurn Kategorie:Bauwerk im Kanton Solothurn