Franz Riegersperger (* 28. Oktober 1920 im Dürrnfellern/Suché Vrbné, Tschechoslowakei; † Juni 2015 in SalzburgA. W. (2015): Künstler Franz Riegersperger verstorben. Bastei – Magazin des Stadtvereins Salzburg, 64. Jahrgang, S. 29.) war ein österreichischer Maler und Graphiker, der sich auch als Schriftsteller betätigte.

Leben Franz Riegersperger besuchte die Volks-, Haupt- und Handelsschule in Salzburg. Den Salzburger Festspielen war er seit seiner Jugendzeit verbunden, da er mit seinen Freunden 1931 auf der Bühne vor dem Salzburger Dom den KinderjedermannGeschichte der Salzburger Festspiele 1931 aufführen konnte, eine Aufführung, die auch Max Reinhardt beeindruckte. Er spielte in dieser Aufführung den Dämon Mammon Franz Riegersperger: Erinnerungen an den „Kinderjedermann“ vor 75 Jahren. Bastei, F. 2/2006, S. 35–36.; 2004 übergab er sein damals getragenes goldenes Kostüm dem Salzburg Museum.

Im August 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und verbrachte nach Kriegsende vier Jahre in jugoslawischer Kriegsgefangenschaft. Im Januar 1949 kehrte er nach Salzburg zurück und ging als Brotberuf einer Arbeit als Sachbearbeiter bei der Gebietskrankenkasse nach. Seit 14. Juli 1952 war er mit seiner Frau Gertrude verheiratet.

Künstlerisches Wirken Unterricht im Freihandzeichnen erhielt er von Schulrat Friedrich Büchsner. Ansonsten ist er als Autodidakt einzuschätzen. Bei seinen Zeichnungen bediente er sich der Rohrfedertechnik, auf die er aufgrund von Materialmangel in seiner Kriegsgefangenschaft gekommen war. Die ersten Bilder waren in Sepia ausgeführt, gefolgt von Schwarz-Weiß-Studien und schließlich solche mit farbigen Rohrfederzeichnungen. Des Weiteren ist er für Linolschnitte bekannt, mit denen er etwa eine Fototapete für das Hotel Elefant in Salzburg gestaltete.

Zudem verfasste Riegerperger Prosatexte, Drehbücher für das Fernsehen, Features und Hörspiele. Franz Riegerperger auf Literaturnetz.at

Riegersperger war im Vorstand der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs und auch im Vorstand der Camerata Academica tätig. Er war ebenso Mitglied im Salzburger Museumsverein und im Stadtverein Salzburg; zu dessen Zeitschrift „Bastei (Blätter des Stadtvereins Salzburgs zur Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft)“ hat er eine Vielzahl von Illustrationen und Artikel beigetragen.Franz Riegersperger (2004): Weihnachtswunder – Autobiographische Erzählung. Bastei, 53. Jg., 4. Folge, S. 27–39.Franz Riegersberger (2005): Salzburger Fürstenwappen. Bastei, 54. Jg., S. 33–34.Franz Riegersperger (2008): Epitaphe im Salzburger Dom. Bastei, 57 Jg., S. 25–28. Franz Riegersperger (2008): Mem’ento [Epitaphe]. Bastei, 57 Jg., S. 32–35.

Ehrungen Goldenes Verdienstzeichen der Republik ÖsterreichA. W., 2015, S. 29. 1966: Ehrenpreis für Graphik des Salzburger Kunstvereins Franz Riegersperger auf literaturnetz.atEhrenpreis für Graphik des Salzburger Kunstvereins 1963: Förderpreis der Stadt Wien Förderpreis der Stadt Wien. 1958: Förderpreis der Stadt Wien 1957: Förderung der Stadt SalzburgFörderung der Stadt Salzburg

Der Komponist Jakob Gruchmann widmete Riegersperger zu dessen 94. Geburtstag das Werk Im Schatten der Sterne. Ein Weihnachtsepos, ein Musikstück zu zehn Handdrucken des Künstlers. Im Schatten der Sterne. Ein Weihnachtsepos

Publikationen Peter Coryllis; Franz Riegersperger (Graphik) (1970). Salzburg, das Wunder einer Stadt. Steyr, Ennsthaler (mit 50 ganzseitigen Federzeichnungen). ISBN 3-921446-18-X. Josef Bernegger (Texte); Franz Riegersperger (Graphik); Josef Gruber (Komposition) (1976): Und überall ist Bethlehem (Erzählungen). Linz, Oberösterreichischer Landesverlag. Kulturamt der Stadt Wiener Neustadt (Hrsg.): Franz Riegersperger: Hommage an Salzburg. Grafik-Zyklus. Ausstellung 21. Oktober bis 15. November 1981. Wiener Neustadt, 1981. Franz Riegersperger (1982). Kinderaugen sehen Salzburg. Stadtverein Salzburg (50 ganzseitige Federzeichnungen).

Nach Angaben von Literaturnetz.atFranz Riegersperger auf Literaturnetz.at hat er noch die Bücher Die Neugebauer (1988), Der weiße Prinz (1987) Die Gryphius-Legende (1986) und Der Schnürlregen (1985) verfasst.

Literatur A. W. (2015): Künstler Franz Riegersperger verstorben. Bastei – Magazin des Stadtvereins Salzburg, 64. Jahrgang, S. 29.

Weblinks Vernissage von Franz Riegersperger im Zipfer Brauhaus Ostergeschenk von Franz Riegersperger, Osterausstellung im Musikum in Hallein Einladung zur Finissage der Ausstellung „Jedermann. Von Moissi bis Simonischek“ 23. Februar 2012: „Kreuzweg“ im Musikum Hallein

Einzelnachweise

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