Der Raddampfer Pirna wurde 1861 in der Schiffswerft Blasewitz gebaut. Das Schiff wurde mit der Baunummer 3 auf Kiel gelegt. gelegt. Die Schiffstaufe fand am 17. Oktober 1861 statt.

Die Zeit bis 1919 Nach der Indienststellung als Glattdeckdampfer fuhr das Schiff für die Vereinigte Sächsisch-Böhmische Dampfschiffahrt, die im März 1867 in die Sächsisch-Böhmische Dampfschiffahrts-Gesellschaft (SBDG) umgewandelt wurde. Es war das erste Schiff mit doppelten Fenstern.

Um es dem Zugriff des Königreiches Preußen zu entziehen, wurde das Schiff im Preußisch-Österreichischen Krieg im Mai 1866 nach Theresienstadt verlegt.

Im Winter 1881/82 wurde das Schiff einer Überholung unterzogen. Es wurde ein neuer Zwei-Flammrohr-Kofferkessel der Sächsischen Dampfschiffs- und Maschinenbauanstalt eingebaut und die Schaufelräder verbreitert. Im Winter 1913/14 wurde das Schiff einer Generalreparatur unterzogen. Im Herbst 1917 wurde das Schiff aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen im Ersten Weltkrieg aufgelegt und am 1. April 1919 für 20.000 Mark an die Reederei Otto Krietsch in Magdeburg verkauft. Hier kam das Schiff unter dem Namen Rosslau zum Einsatz.

Die Zeit nach dem Verkauf mini|links|Raddampfer Laisve vor der Jungfrau-Maria-Himmelfahrt-Kirche in Kaunas Im Mai 1920 wurde das Schiff an die Werft A. & W. Wojan in Danzig weiterveräußert und kam unter dem Namen Svoboda zum Einsatz. 1923 wurde es an den in Jurbarkas ansässigen Rotblatas Levenbergas verkauft und unter dem Namen Laisve eingesetzt. Nach dem Einmarsch der Roten Armee am 5. Juli 1940 wurden alle Schiffe verstaatlicht. Kurz nach dem Ausbruch des Deutsch-Sowjetischen Kriegs wurde es noch im Juni 1941 durch die vorrückenden deutschen Truppen sichergestellt und im Oktober 1941 durch die Verwaltung des Reichskommissariats Ostland, dem Generalkommissar in Kaunas, in Treuhandverwaltung genommen. Nach der Besetzung von Kaunas durch die Rote Armee im Juli 1944 wurde das Schiff Richtung Westen verlegt. Im Oktober 1944 wurde das Schiff der Kriegsmarine, Dienststelle Danzig (KMD), überstellt und kam als Lazarettschiff im Kurischen Haff zum Einsatz. Hier wurde es 1944 als Verlust gemeldet.

Die Dampfmaschine Die Dampfmaschine war eine oszillierende Niederdruck-Zweizylinder-Zwillings-Dampfmaschine mit Einspritzkondensation und einer Leistung von 180 PS. Die Dampfmaschine und der Zwei-Flammrohr-Kofferkessel wurden von der englischen Maschinenbauanstalt John Penn and Sons gebaut.

Kapitäne des Schiffes Protze 1862–1863 Friedrich Ignatz Beckel 1864–1865 F.A. Petzold 1866–1869 Friedrich Ignatz Beckel 1870–1872 Carl Gottlob Thieme 1873–1880 Wilhelm Hübel 1881–1887 Carl August Helm 1888–1892 Carl August Bräunling 1893 Carl August Helm 1894 Carl August Bräunling 1898–1897 Wenzel Stolz 1898 August Wilhelm Günther 1899–1900 Josef Hübel 1901–1902 Gustav Eduard Fischer 1903–1904 Karl Otto Viehrig 1905–1908 Gustav Eduard Fischer 1909–1910 Robert Ferdinand Leinweber 1911–1912 Josef Hille 1913–1917

Literatur Hans Rindt: Die Weisse Flotte Dresden. Deutsches Schiffahrtsarchiv 3, Seiten 69–114 Frank Müller, Wolfgang Quinger: Mit Dampf und Schaufelrad auf der Oberelbe. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin, 1988, ISBN 3-344-00286-4. Adreß und Geschäftshandbuch der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden 1862 bis 1884 Schifffahrts-Kalender für das Elbe-Gebiet 1885 bis 1914 Schiffahrts-Kalender für das Elbe-Gebiet und die Märkischen Wasserstrassen 1915 bis 1918

Weblinks

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