Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 2011 begannen am 13. April 2011 und endeten am 15. Juni 2011 mit dem 4:3-Erfolg der Boston Bruins über die Vancouver Canucks. Die Bruins gewannen damit ihren sechsten Stanley Cup und zugleich ihren ersten seit 1972. Zudem stellten sie mit Tim Thomas ebenso den wertvollsten Spieler wie mit David Krejčí den besten Scorer der Playoffs. Die Canucks hingegen mussten nach 1982 und 1994 bei ihrer dritten Finalteilnahme die dritte Niederlage hinnehmen.

Zum ersten Mal in der Ligageschichte erreichten alle drei kalifornischen Teams (Anaheim, Los Angeles und San Jose) die Playoffs. Ferner verpassten die New Jersey Devils die post-season erstmals seit der Saison 1995/96, sodass mit 13 Spielzeiten die zweitlängste Serie an aufeinander folgenden Playoff-Teilnahmen aller aktiven Franchises endete.

Modus Nachdem sich aus jeder Conference die drei Divisionssieger sowie die fünf weiteren punktbesten Teams der Conference qualifiziert haben, starten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Dabei trifft der punktbeste Divisionssieger auf das achte und somit punktschlechteste qualifizierte Team, die Nummer 2 dieser Rangliste auf die Nummer 7 usw. Durch diesen Modus ist es möglich, dass eines oder mehrere qualifizierte Teams mehr Punkte als einer der Divisionssieger erzielt haben. Das gleiche Prinzip wird zur Bestimmung der Begegnungen der zweiten Playoff-Runde genutzt.

Jede Conference spielt in der Folge im Conference-Viertelfinale, Conference-Halbfinale und im Conference-Finale ihren Sieger aus, der dann im Finale um den Stanley Cup antritt. Alle Serien jeder Runde werden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigt. Das höher gesetzte Team hat dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger der Eastern Conference wird mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger der Western Conference mit der Clarence S. Campbell Bowl.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime, die im Gegensatz zur regulären Saison mit fünf Feldspielern gespielt wird. Zudem endet sie durch das erste Tor (Sudden Death) und nicht, wie in der regulären Saison üblich, mit einem Shootout.

Qualifizierte Teams Eastern Conference Atlantic Division (2) (4) (8)

Northeast Division (3) (6) (7)

Southeast Division (1) (5) Western Conference Central Division (3) (5) (8)

Northwest Division (1)

Pacific Division (2) (4) (6) (7)

Playoff-Baum

Conference-Viertelfinale Eastern Conference (1) Washington Capitals – (8) New York Rangers

(2) Philadelphia Flyers – (7) Buffalo Sabres

(3) Boston Bruins – (6) Canadiens de Montréal

(4) Pittsburgh Penguins – (5) Tampa Bay Lightning

Western Conference (1) Vancouver Canucks – (8) Chicago Blackhawks

(2) San Jose Sharks – (7) Los Angeles Kings

(3) Detroit Red Wings – (6) Phoenix Coyotes

(4) Anaheim Ducks – (5) Nashville Predators

Conference-Halbfinale Eastern Conference (1) Washington Capitals – (5) Tampa Bay Lightning

(2) Philadelphia Flyers – (3) Boston Bruins

Western Conference (1) Vancouver Canucks – (5) Nashville Predators

(2) San Jose Sharks – (3) Detroit Red Wings

Conference-Finale Eastern Conference (3) Boston Bruins – (5) Tampa Bay Lightning

Western Conference (1) Vancouver Canucks – (2) San Jose Sharks

Stanley-Cup-Finale (W1) Vancouver Canucks – (E3) Boston Bruins

Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger90px|Logo der Boston BruinsBoston BruinsTorhüter: Tuukka Rask, Tim Thomas

Verteidiger: Johnny Boychuk, Zdeno Chára (C), Andrew Ference, Tomáš Kaberle, Adam McQuaid, Dennis Seidenberg

Angreifer: Patrice Bergeron, Gregory Campbell, Nathan Horton, Chris Kelly, David Krejčí, Milan Lucic, Brad Marchand, Daniel Paille, Rich Peverley, Mark Recchi, Michael Ryder, Marc Savard, Tyler Seguin, Shawn Thornton Cheftrainer: Claude Julien  General Manager: Peter Chiarelli

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM David Krejčí 25 12 11 23 +8 10 Henrik Sedin 25 3 19 22 −11 16 Martin St. Louis 18 10 10 20 −8 4 Daniel Sedin 25 9 11 20 −9 32 Patrice Bergeron 23 6 14 20 +15 28 Brad Marchand 25 11 8 19 +12 40 Ryan Kesler 25 7 12 19 ±0 47 Vincent Lecavalier 18 6 13 19 +6 16 Alexandre Burrows 25 9 8 17 ±0 34 Nathan Horton 21 8 9 17 +11 35 Michael Ryder 25 8 9 17 +8 8 Die beste Plus/Minus-Statistik erreichte Zdeno Chára mit +16.

Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.

Abkürzungen: GP = Spiele, TOI = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, OTL = Overtime/Shootout-Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Saisonbestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt. Spieler Team GP TOI W L GA SO Sv% GAA Tim Thomas 25 1542 16 9 51 4 94,0 1,98 Carey Price 7 455 3 4 16 1 93,4 2,11 Corey Crawford 7 435 3 4 16 1 92,7 2,21 Roberto Luongo 25 1427 15 10 61 4 91,4 2,56

Weblinks

Stanley-Cup-Playoffs 2011 auf hockey-reference.com

Einzelnachweise

#2011 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 2011