Willi Hoselmann (* 27. Januar 1890 in Duisburg; † 11. März 1978 in Düsseldorf) war ein deutscher Bildhauer.
Leben An der Kunstakademie Düsseldorf studierte Hoselmann Bildhauerei. Dort war er Meisterschüler von Hubert Netzer. Seit 1933 war er Mitglied des Künstlervereins Malkasten. Auch den Düsseldorfer Jonges und der Künstlergruppe 1949 gehört er an. In der Zeit des Nationalsozialismus schuf er NS-Kunst. Eine Privatschülerin Hoselmanns war Gerda Kratz.
Sein Sohn Wilhelm Hoselmann leitete jahrzehntelang als Baudirektor das Bauamt der Stadt Geldern.Dä Geldersche Wend – Portrait Wilhelm Hoselmann (jun.), auf youtube.com vom 21. Mai 2019
Werke (Auswahl) mini|Gießerjunge Putten und Steinvasen für die Düsseldorfer Ausstellung GeSoLei, 1926–1928: Steinvase Radschläger (auf der Uferschutzmauer am Rheinpark Golzheim), abgerufen am 1. September 2015 Steinvasen Martinszug und Die Lebensalter (auf dem Sockel am NRW-Forum im Düsseldorfer Ehrenhof)Jürgen Wiener: Die Gesolei und die Düsseldorfer Architektur der 20er Jahre. Bachem Verlag, Köln 2001, ISBN 3-7616-1445-4, S. 61.Vier Schmuckvasen. emuseum.duesseldorf.de; abgerufen am 1. September 2015 „Morgen marschieren wir“,GEDENKSCHRIFT zur Einweihung des EHRENMALS Der Gefallenen des Füsilierregiment General Ludendorff (Niederrheinisches) No. 39, sowie seiner Kriegsformationen Reserve-Infanterie-Regiment No. 39 und Landwehr-Infanterie-Regiment No. 39 verbunden mit REGIMENTSAPPELL sämtlicher ehemaliger 39er Füsilier-Reserve- u. Landwehr-Regt. 39. in Düsseldorf am 1.–2.Sept. 1928, Schriftleitung: P. Herbrand, Düsseldorf, Druck: W. Girardet, Düsseldorf=Essen mit einem 4. Preis (500 RM) ausgezeichneter Gemeinschaftsentwurf mit dem Architekten Peter Dierichsweiler für das Kriegerdenkmal des Füsilier-Regiments General Ludendorff (Niederrheinisches) Nr. 39, 1927Allgemeines Künstler-Lexikon. Band 27. K. G. Saur Verlag, München 2000, ISBN 3-598-22767-1, S. 265 (ausgeführt von Bildhauer Jupp Rübsam, enthüllt 1928) Gießerjunge, Bronzefigur an der Ecke Zollstraße/Marktplatz in Düsseldorf, im Auftrag der Düsseldorfer Jonges, 1932 aufgestelltPeter Gödeke: Kultur- und Freizeitführer Nordrhein-Westfalen. Econ Verlag, Düsseldorf 1985, S. 100 zusammen mit Hans Reissinger: Denkmal der Bewegung, NS-Denkmal in der Form eines liegenden Hakenkreuzes auf dem Luitpoldplatz, Bayreuth, 1934, nach Beeinträchtigung durch „Wildpinkler“ 1935 abgerissenDas niedergepinkelte NS-Denkmal. In: Sonntag in Franken, 25. April 2010, S. 6 (issuu.com) Denkmal der Deutschen Mutter (Mutter, die ihre Kinder ins Leben leitet), NS-Denkmal in der Ehrenhalle des Hauses der Deutschen Erziehung, Bayreuth, 1936Pressechronik 12.5.1933: Denkmal der Deutschen Mutter in der Weihehalle des Hauses der Deutschen Erziehung in Bayreuth. pressechronik1933.dpmu.de; abgerufen am 1. September 2015 Adler mit Hakenkreuzfahne, Relief über dem Portal des Hauses der Deutschen Erziehung, Bayreuth, 1936Hans Reissinger: Haus der Deutschen Erziehung. takeahnase.tumblr.com; abgerufen am 1. September 2015. Ehrenmal für den Vizeadmiral Maximilian Reichsgraf von Spee, über einem Portal am Palais Spee (östlicher Trakt) 1936 platziertWerner Alberg: Düsseldorfer Kunstszene 1933–1945. Landeshauptstadt Düsseldorf, Stadtmuseum, Düsseldorf 1987, S. 147. Fischerjungen-Brunnen aus Aachener Blaustein, 1938, im Auftrag der Düsseldorfer Jonges zur 650-Jahr-Feier der Stadt Düsseldorf, Stiftsplatz 2, Düsseldorf Schulrelief, Muschelkalk, über dem Haupteingang der Schule am Salierplatz (heute Don-Bosco-Schule), Salierstraße 37, Düsseldorf-Oberkassel, 1939 Steinfigur Falkner als Teil der Figurengruppe Die Ständischen, Kunstprojekt zur Reichsausstellung Schaffendes Volk 1937, zunächst wieder entfernt, 1941 im Nordpark Düsseldorf erneut am großen Wasserbassin aufgestelltWerner Alberg: Düsseldorfer Kunstszene 1933–1945. Landeshauptstadt Düsseldorf, Stadtmuseum, Düsseldorf 1987, S. 71. Heinrich-Heine-Gedenktafel am Geburtshaus Heinrich Heines in der Bolkerstraße, Düsseldorf, im Auftrag der Düsseldorfer Jonges, 1947Wolfgang Bunte: Peter Rosegger und das Judentum. Altes und Neues Testament, Antisemitismus, Judentum und Zionismus. Judaistische Texte und Studien, Band 6. Georg Olms Verlag, Hildesheim 1977, ISBN 3-487-06444-8, S. 295 Relief Lorenz Cantador in den Arkaden des Verwaltungsgebäudes Marktplatz 6, Düsseldorf, 1948Jörg Heimeshoff: Denkmalgeschützte Häuser in Düsseldorf. Nobel-Verlag, Essen 2001, ISBN 3-922785-68-9, S. 177. Tierkreis-Relief am Mittelbau der Gerling-Verwaltungsbauten, Von-Werth-Straße 14, Köln, um 1950 Gedenktafel für den Architekten Philipp Schaefer und Lyra als Memorial der ehemaligen Tonhalle am Gebäude Karstadt in der Schadowstraße in Düsseldorf, um 1952 Schmuckvase, Kalkstein, Burggrafenstraße, Düsseldorf-Oberkassel, 1953 Büste Friedrich Spee, auf einer Stele östlich der St.-Suitbertus-Basilika (auf der Rückseite des Suitbertus-Gymnasiums), Düsseldorf-Kaiserswerth, aufgestellt 1959 von den Düsseldorfer JongesGenius Loci. spee-duesseldorf.de; abgerufen am 1. September 2015
Literatur Akademie der Künste (Hrsg.): Skulptur und Macht. Figurative Plastik im Deutschland der 30er und 40er Jahre. Frölich & Kaufmann, Berlin o. J. , ISBN 3-883-31926-0, S. 196. Akte W. Hoselmann. Stadtarchiv Düsseldorf, XXIV 2144. Malkastenblätter, 5/1978, S. 13.
Weblinks
Hoselmann, Willi. schaffendesvolk.sellerie.de, Kurzbiografie / Werkübersicht.
Einzelnachweise
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