Günter Rainer (eigentlich Günter Reinecke;Hörfunkinterview vom 3. Mai 2015, abgerufen am 1. September 2015. (Hier erwähnt Rainer auch, dass er deutscher Staatsangehöriger ist.) * 25. Oktober 1941 in Wien, abgerufen am 1. September 2015) ist ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Hörspielsprecher.
Leben Die Eltern Günter Rainers waren Inhaber eines Textilgroßhandels, die auf eine kaufmännische Handelsmatura ihres Sohnes bestanden. Seine Bühnenlaufbahn begann Rainer 1961 in Klagenfurt und Salzburg. 1973 wechselte er an das seinerzeit von Horst Zankl geleitete Theater am Neumarkt in Zürich. Nach weiteren Verpflichtungen an das Hamburger Schauspielhaus, das Landestheater Innsbruck, wo er auch als Leiter der Jugendabteilung fungierte, oder das Ateliertheater in Bern, an dem er Regie führte, kam Rainer 1986 ans Landestheater Linz, dessen Ensemble er bis 2007 angehörte. Seitdem ist er freischaffend tätig, stand weiterhin in Linz auf der Bühne, gastierte aber auch beispielsweise am Hamburger Ernst-Deutsch-Theater oder am Theater an der Rott. Zu seinen Rollen zählen eine Reihe von Nestroy-Figuren wie der Titus Feuerfuchs aus dem Talisman, der Knieriem im Lumpazivagabundus oder der Gluthammer im Zerrissenen. Rainer spielte ferner die Titelrolle in Peer Gynt und den Shakespearschen König Lear, den Mackie Messer in Brechts Dreigroschenoper, aber auch Horace Vandergelder in dem Musical Hello, Dolly! oder den Frosch in der Fledermaus., abgerufen am 1. September 2015Biografie auf der Website des Landestheaters LinzSelten so gelacht im Ernst-Deutsch-Theater, Hamburger Abendblatt vom 10. März 2012, abgerufen am 1. September 2015
Für das Fernsehen hat Günter Rainer nur wenige Aufgaben übernommen, u. a. sah man ihn in einer Folge der Krimiserie Vier Frauen und ein Todesfall oder in der Romanverfilmung Komm, süßer Tod. Umfangreicher dagegen ist seine Tätigkeit für den Hörfunk, wo Rainer bislang in zahlreichen Produktionen des Österreichischen Rundfunks mitwirkte.
Günter Rainer ist mit der englischen Tänzerin Helen Isaacson verheiratet. Gemeinsam haben sie einen Sohn und eine Tochter.
Filmografie (Auswahl) 2000: Komm, süßer Tod 2006: 8x45 – Austria Mystery – Das Eis bricht 2007: Vier Frauen und ein Todesfall – Scheinheilig
Hörspiele (Auswahl) 1980: Peter Struwwel lebt – Regie: Helmut Wlasak 1982: Ein Dorf ohne Männer – Regie: Franz Hölbing 1983: Absterbens Amen – Regie: Hans Haid u. Franz Hölbing 1983: Das Blau der Penelope – Regie: Franz Hölbing 1983: Fasanbraten nebst Maroni-Püree und Serviettenknödel – Regie: Franz Hölbing 1983: Wohl verrückt geworden – Regie: Franz Hölbing 1984: Judith und Holofernes – Regie: Gert Rydl 1984: Zeitraffer – Regie: Franz Hölbing 1985: Odysseus streikt – Regie: Franz Hölbing 1987: Katz im Sack – Regie: Alfred Pittertschatscher 1990: Nachsaison – Regie: Alfred Pittertschatscher 1992: Geiselnahme – Regie: Friedrich Zauner 1992: Überhaupt nichts ist nie. Fast nie – Regie: Christian Hanna u. Alfred Pittertschatscher 1993: Management by Poker – Regie: Alfred Pittertschatscher 1993: Tausende – Regie: Alfred Pittertschatscher 1994: Besuch im Altersheim – Regie: Alfred Pittertschatscher 1994: Saugruft – Regie: Heide Stockinger
Auszeichnungen 2011: Kulturmedaille des Landes Oberösterreich
Weblinks
Günter Rainer in der ORF-Hörspieldatenbank in einem Ausschnitt aus der Inszenierung "Blütenträume" von Lutz Hübner am Ernst-Deutsch-Theater Günter Rainer in einem Hörfunkinterview mit Jutta Mocuba
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Mann Kategorie:Ensemblemitglied des Landestheaters Linz