Franz Gustav Arndt (* 20. August 1842 in Lobsens, Provinz Posen; † 13. März 1905 in BlasewitzStadtarchiv Dresden, Standesamt Blasewitz, Sterbe-Neben-Register 1905, Nr. 31.) war ein deutscher Landschafts- und Genremaler.

Leben Arndt wurde in Lobsens, dem heutigen Łobżenica, geboren. Er war ein Sohn des Königlich Preußischen Kreisgerichtsdirektors Gustav Wilhelm Arndt und dessen Frau Henriette Charlotte, geb. Doenniges. Sein Bruder war der Historiker und Paläograf Wilhelm Arndt (1838–1895).

Arndt war Schüler der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar unter Alexander Michelis und Theodor Hagen. Ab 1876 war er dort als außerordentlicher Professor für Landschaftsmalerei und von 1879 bis 1881 als Sekretär der Kunstschule tätig. Arndt war Mitglied der Weimarer Gesellschaft für Radierkunst. 1872 und 1877 machte er Studienreisen nach Italien. Im Jahre 1884 zog er nach Berlin Abgerufen am 30. August 2015. und 1887 nach Blasewitz bei Dresden.Arndt, Frz. Gstv., Maler, Prof., Residenzstr. 4. In: Adressbuch für Dresden und seine Vororte. 1905, Teil VI (Blasewitz). Abgerufen am 30. August 2015. Von Arndt gibt es im Liszt-Haus Weimar ein Bild, welches sich auf ein Musikwerk Liszts bezieht.Das Gemälde ist insgesamt unscharf dargestellt. Das Gemälde stammt nicht aus dem originalen Bestand Liszts, sondern gelangte 1956 dahin. Das Bildthema geht auf die um 1849/50 entstandenen Consolations-Klavierstücke zurück. Anregung zur Betitelung lieferte wahrscheinlich die gleichnamige Gedichtsammlung von Charles-Augustin Sainte-Beuve von 1830. Es trägt die Inv.-Nr. [Stempel] 125/1956. Ein Detail im linken Bildhintergrund könnte als grottenartig verstanden werden und auf die Legende hindeuten, dass die Sphinxgrotte im Park an der Ilm Liszts bevorzugter Aufenthaltsort gewesen sein soll. Doch das ist hier nicht gemeint! Franz Gustav Arndt war unverheiratet.Standesamt Blasewitz, Sterberegister, Nr. C 31/1905. Seine Grabstelle befindet sich auf dem Ev.-Luth. Johannisfriedhof in Dresden Tolkewitz.

Werke (Auswahl) mini|hochkant|Italienische Landschaft Sommermorgen in der Rhön. 1868 Ein norddeutsches Kirchlein. 1872 Elegie. 1873, in London prämiert Brunnen auf Capri. 1874 Arbeiterfamilie. Motiv von Capri, 1875 Die vier Jahreszeiten. Vier Ölgemälde in Gemeinschaft mit Hieronymus Christian Krohn für den Speisesaal des Hamburger Kunstfreundes Ed. F. Weber ausgeführt 1877. Küste von Messina. 1879 Adonisfest. 1884 Tal von Wallendorf bei Weimar. 1886 Motiv von Herrnskretschen – Felspartie. 1888 Am Waldbache. Motiv vom Edmundsgrunde (sächs. Schweiz), 1888 Pfirsichblüte in Loschwitz. 1888 Feuchter Abend. 1888

Literatur

Walther Scheidig: Die Geschichte der Weimarer Malerschule 1860–1900. Seemann, Leipzig 1991, ISBN 3-363-00538-5.

Weblinks

Einzelnachweise

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