Wolf Aniol (* 1944) ist ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben Wolf Aniol erhielt seine Ausbildung an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin. Sein erstes Engagement führte ihn an die Landesbühne Hannover, von 1972 bis 1979 war er am Schauspiel Köln unter Vertrag.Biographie auf der Website der Schaubühne, abgerufen am 30. August 2015 In Köln hatte er in der Zeit daneben sechs Jahre lang Unterricht im Stimmfach Bariton an der Hochschule für Musik und Tanz.Monika Nellessen: "Ich liebe das Ensemblespiel", Die Welt vom 14. April 1909, abgerufen am 30. August 2015 Ab 1974 arbeitete er regelmäßig mit dem italienischen Regisseur Roberto Ciulli zusammen, mit dem er gemeinsam mit anderen Künstlern 1980 das Mülheimer Theater an der Ruhr gründete. Weitere Stationen des seit 1982 freiberuflich tätigen Aniol waren und sind neben anderen die Schauspielhäuser in Hamburg und Düsseldorf, die Berliner Schaubühne und das Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg.

An der Schaubühne spielte Aniol in Stücken wie Lulu von Frank Wedekind, Drei Schwestern von Anton Tschechow oder Shakespeares Troilus und Cressida. Am Ernst-Deutsch-Theater gastierte er u. a. als Richard Strauss in Ronald Harwoods Stück Kollaboration und verkörperte die Figur des Emil Janning in der Bühnenadaption des US-amerikanischen Spielfilms Urteil von Nürnberg. Am Düsseldorfer Schauspielhaus war er neben anderen Inszenierungen in Die Gerechten von Albert Camus und Sean O’Caseys Das Ende vom Anfang zu sehen.Biographie auf der Website des Düsseldorfer Schauspielhauses, abgerufen am 30. August 2015

Ähnlich umfangreich wie seine Bühnentätigkeit sind auch Wolf Aniols Arbeiten für den Hörfunk, wo er bis heute in über 100 Produktionen als Sprecher zu hören war. Für das Fernsehen arbeitet er dagegen nur sporadisch, u. a. war er in den Krimireihen Tatort und Bella Block sowie in einigen Serien als Gastdarsteller zu sehen.

Filmografie (Auswahl) 1984: Tatort: Kielwasser 1998: Stadtklinik – Fünfzig 1998: Männer! 2001: Der Ermittler – Der letzte Ausweg 2002: Doppelter Einsatz – Der Mörder in dir 2002: Einsatz in Hamburg – Stunde der Wahrheit 2003: Schattenlinie 2004: Bella Block: Das Gegenteil von Liebe 2019: Tatort: Spieglein, Spieglein

Hörspiele (Auswahl) 1978: Im Zirkus – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1981: Mit leicht gestutzten Flügeln – Regie: Hein Bruehl 1983: Wohnrecht auf Lebenszeit – Regie: Burkhard Ax 1985: Vater Land – Regie: Dieter Carls 1985: Montagskinder – Regie: Hein Bruehl 1986: Wie ein Wasserhahn – Regie: Hein Bruehl 1986: Taxi zum Tod – Regie: Hans Neubert 1986: Wohin mit der Leiche – Regie: Burkhard Ax 1987: Usverkauf – Regie: Manfred Brückner 1987: Der alte Fuchs und der junge Wolf – Regie: Klaus Wirbitzky 1987: Angelus – Regie: Gerhard Rühm 1988: Breidenbach – Regie: Burkhard Ax 1988: Schatten über dem Potala – Regie Hans Jörg Pittrich 1988: Demaskierung – Regie: Christoph Pragua 1988: Silberhochzeit – Regie: Dieter Köhler 1989: Blackbox B1 (2. Folge: Das Spielbein muß in die Zukunft weisen) – Regie: Klaus-Dieter Pittrich 1989: Achtung Aufnahme! – Regie: Klaus Wirbitzky 1990: Das Wunderkind – eine Groteske – Regie: Klaus-Dieter Pittrich 1990: Große Komponisten – Regie: Norbert Schaeffer 1990: Allein Gottes Wort – Regie: Manfred Brückner 1991: Poil de Carotte/Karottenkopf – Regie: Hein Bruehl 1992: Für alle Länder – For all countries – Pour tous pays – Regie: Hein Bruehl 1993: Menelaos betritt den Borsigplatz – Regie: Klaus-Dieter Pittrich 1993: Der Mann im Heu – Regie: Hans Gerd Krogmann 1993: Wirklich bestialisch – Regie: Holger Rink 1993: Gyges und Kandaules – Regie: Hans Gerd Krogmann 1993: Der Affe und die Alte (3. Teil: Die Rache der Heuschrecken) – Regie: Burkhard Ax 1993: Letzte Liebe oder Die Spiegelfalle – Regie: Hans Gerd Krogmann 1995: Von der Landschaft zur Klanglandschaft. Eine akustische Reise – Regie: Hein Bruehl 1996: Die Chinesin aus Manhattan – Regie: Dieter Carls 1998: Die Morde der Anderen – Regie: Andrea Getto 1998: Die Rothaarige (1. und 2. Teil) – Regie: Leonhard Koppelmann 1999: Ich bin und werde glücklich sein – Regie: Petra Feldhoff 1999: Die Vorleserin – Regie: Hans Helge Ott 1999: Die Abenteuer und Irrfahrten des Odysseus (1. – 6. Teil) – Regie: Joachim Sonderhoff 2000: We Are A Happy Family (1. und 2. Teil) – Regie: Hans Helge Ott 2002: Prometheus (Teile 6, 8–10 und 14) – Regie: Hans Gerd Krogmann 2002: Der lange Sturz – Regie: Hans Gerd Krogmann 2002: Krupp oder die Erfindung des bürgerlichen Zeitalters (3. Teil) – Regie: Norbert Schaeffer 2003: Die Nibelungen – Regie: Leonhard Koppelmann 2004: Sweeter Than Roses. Purcells Traum von König Artus – Regie: Beate Andres 2005: Brabant (1. – 3. Teil) – Regie: Hans Helge Ott 2006: Die Minute mit Paul McCartney – Regie: Christiane Ohaus 2006: Gottfried Seelenlos – Regie: Burkhard Ax 2007: Zarah Leander – Honig aus dem Maul des Löwen (1. – 3. Teil) – Regie: Claudia Johanna Leist 2007: Der Orientzyklus (8. Teil) – Regie: Walter Adler 2007: Das Nibelungenlied (2. Teil) – Regie: Beate Andres 2011: Auf die Sekunde – Regie: Annette Kurth 2013: Tierische Profite – Regie: Uwe Schareck 2013: Angst – Regie: Ute Welteroth 2014: Klaus Barbie – Begegnung mit dem Bösen – Regie: Leonhard Koppelmann 2015: Jetzund kömpt die Nacht herbey – Regie: Claudia Johanna Leist 2016: BetaVille – Regie: Thomas Leutzbach

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Einzelnachweise

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